Aktion von "Bee better" am Kulturforum

1000 Quadratmeter in Offenburg werden zur Blühwiese

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18. September 2020
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Beteiligt an der Blühwiesen-Aktion waren die Partner (Foto links, von rechts): Stefanie Birk (Projektleiterin der Stadt), Baubürgermeister Oliver Martini, Lilli Wahli (Projektmanagement Naturpark Schwarzwald Mitte Nord), Karl-Heinz Dunker (Geschäftsfürher des Naturparks), Hitradio-Ohr-Chef Marknus Knoll (sitzend), Nina Winter (Managing Director Burda Home) und Frank-Jörg Ohlhorst (Geschäftsführer Burda Home). ©Sophia Körber

Auf 1000 Quadratmetern sind am Kulturforum in Offenburg Samen für eine Blühwiese ausgesät worden. Initiiert hat die Aktion „Bee better“ in Kooperation mit mehreren Partnern – wie darunter Hitradio Ohr und Schwarzwaldradio.

Mohnblumen und Kornblumen könnten schon nächstes Jahr auf den 1000 Quadratmetern am Offenburger Kulturforum blühen. In den Jahren darauf verschönern der „Natterkopf“, Margeriten und die „wilde Möhre“ die Fläche und bieten Insekten einen Lebensraum. Möglich gemacht haben das die Bienenschutzinitiative „Bee better“ von Hubert Burda Media, die Stadt Offenburg und das Projekt „Blühender Naturpark“ vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord in Kooperation mit Hitradio Ohr sowie Schwarzwaldradio

Während die Radio-Moderatoren bereits kräftig Saatgut an die Hörer verschenkt haben, ist am Freitag die Blühwiesenaktion am Kulturforum mit einer „Blühparty“ gestartet. „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Wir wollen etwas zum Schutz unserer Umwelt tun“, sagte Oliver Martini, Bürgermeister der Stadt Offenburg. Seit dem Frühjahr 2018 habe Offenburg zwei Hektar Blühwiese angelegt – und es sollen noch mehr werden. Martini nutzte die Aktion von „Bee better“, um die Kampagne „Bio.og“ vorzustellen. „Biodiversität ist eine der drei Leitideen für die Landesgartenschau. Es ist aber nicht nur ein LGS-Thema. Wir wollen mit unterschiedlichen Bausteinen mehr Grün in die Offenburger Innenstadt bringen“, sagte Martini. 

Förderprogramm der Stadt

Den Beginn der städtischen Kampagne „Bio.og“ stellt ein Förderprogramm dar. „Wir wollen nicht nur reden, sondern auch handeln. Ab 1. Oktober läuft die Förderung zur Entsiegelung von befestigten Flächen.“ Damit will die Stadt vor allem gegen Schottergärten vorgehen und hat dafür ein Förderbudget für 20.000 Euro festgelegt. Als Tipp für die Aussaat von Blühwiesen gab Martini noch einen Tipp auf den Weg: „Gießen, gießen, gießen!“

Seit zwei Jahren gibt es bereits die Initiative „Bee better“ zum Schutz von Bienen. „Auf dem Burda-Gelände haben wir bereits Blühwiesen angelegt und freuen uns richtig, dass wir hier am Kulturforum die nächste Wiese anlegen dürfen“, sagte Frank-Jörg Ohlhorst, Geschäftsführer von Burda Home. 150 Fußballfelder habe die Initiative bereits zum Blühen gebracht. „Es ist ein Gemeinschaftsanliegen. Also: Lassen wir es blühen.“ 

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Zur „Blühparty“ sind Kinder des Familien- und Stadtteilzentrums gekommen, um beim Aussäen der Samen zu helfen. Mit Eimern, Sand und Samen ausgestattet, sind sie über die von den Technischen Betrieben Offenburg (TBO) aufbereitete Fläche gelaufen und haben die Samen verstreut. 

 

 

Für Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, ist es besonders wichtig, dass sich auch Kinder an der Aktion beteiligen. „Fast die Hälfte der Wildbienen ist vom Aussterben bedroht. Es ist wichtig, Lebensraum zu schaffen. Das alleine reicht aber nicht. Die Botschaft muss gerade auch an jüngere Generationen transportiert werden.“ Deshalb sei der Naturpark mit dem Projekt „Blühender Naturpark“ viel in Schulen und Kitas unterwegs.  

Für die Aussaat von Blühwiesen ist laut Dunker jetzt der richtige Zeitpunkt. „Es bietet sich zum einen im Frühjahr an oder eben im Herbst. Im Sommer ist es schlichtweg zu trocken dafür. Jetzt hoffen wir auf Regen, damit nächstes Jahr die ersten Blumen hier schon blühen“, sagte er und gab den Ratschlag: „Im Baumarkt gibt es eine große Auswahl an tollen Blumen aus anderen Ländern. Für eine Blumenwiese und die ganzen Insekten, die darin leben sollen, ist es jedoch wichtig, dass es heimische Blumen sind. Sonst bringt das nichts.“ Gleichzeitig appellierte er an alle: „Jede Fläche zählt.“

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