110 Wohnungen

Millionenprojekt Seidenfaden: Wann die Wohnungen fertig sind

Autor: 
Janine Ak
Lesezeit 3 Minuten
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23. April 2019

Die Stadtbau baut zurzeit an fünf Mietshäusern im Wohngebiet Seidenfaden. ©Ulrich Marx

Das Millionenprojekt im Seidenfaden nimmt Formen an: Seit einem Jahr baut die Stadtbau an ihrem Großprojekt mit fünf Mietshäusern. Der Rohbau soll Ende Juni fertig sein. Wann die Mieter einziehen können und was in dem Wohngebiet noch entstehen soll.

Überall klopft und hämmert es, die Rufe der Bauarbeiter hallen durch die Frühlingsluft. Gärtner legen eine Allee an jungen Bäumen an der Fessenbacher Straße an, das Gras und die Bäumchen in den im Herbst angelegten Grünzonen zwischen den Häusern beginnen zu sprießen.

Kinder radeln von der Schule nach Hause, spielen gemeinsam in den verkehrsberuhigten, frisch gepflasterten Straßen. Auf den Balkonen und in den Gärtchen vor den Erdgeschoss-Wohnungen sonnen sich Bewohner in Liegestühlen.

Im viel gescholtenen Neubaugebiet Seidenfaden in der Offenburger Oststadt zieht mit dem Frühling auch jede Menge Natur und Leben ein und scheint dadurch den Skeptikern beweisen zu wollen: Hier lässt es sich angenehm, modern und familiär leben.

Während die an die Fessenbacher Straße grenzenden Häuser schon seit ein bis zwei Jahren bewohnt sind und sich dort mittlerweile kein leeres Klingelschild mehr findet, wird im Innern des Seidenfadens noch fleißig gebaut. Viele Einfamilienhäuser sind dort ebenfalls schon bewohnt – meist von jungen Familien mit Kleinkindern. Doch in ihrer Nachbarschaft klaffen Baugruben, an denen fleißig gewerkelt wird und die darauf warten, gefüllt zu werden und weiteren Familien ein neues Zuhause zu werden.

Wohnberechtigungsschein

Ganz vorne an der Ortenberger Straße baut die Stadtbau Offenburg seit mehr als einem Jahr an ihrem Großprojekt im Seidenfaden: Dort entstehen fünf Häuser mit insgesamt 110 Wohnungen. Das Besondere: 98 von ihnen werden durch das Land, genauer gesagt durch das »Landeswohnraumförderprogramm Baden-Württemberg«, gefördert. Diese Wohnungen stehen, wenn alles nach Plan läuft und sie im Sommer 2020 fertig sind, ausschließlich Mietern zur Verfügung, die über einen Wohnberechtigungsschein verfügen.

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Den zu beantragen sei Formsache und solle niemanden abschrecken, sich um eine der Wohnungen zu bemühen, sagt Rainer Lindenmeier, Geschäftsführer der Stadtbau Offenburg und der Wohnbau Offenburg. Worum es vielmehr geht: Es sind bewusst günstige Wohnungen, die Miete wird ein Drittel unter der ortsüblichen Miete liegen – und somit unter sieben Euro pro Quadratmeter, führt Lindenmeier aus. Die Wohnungen sollen ganz bewusst Menschen mit einem Durchschnittseinkommen zur Verfügung stehen. Wer eine von ihnen mieten will, darf daher nicht zuviel verdienen. Es gibt dafür feste Obergrenzen (siehe Kasten).

Ein kleiner Wermutstropfen dabei: Interessenten dürfen bei diesen geförderten und damit günstigen Wohnungen keine allzu großen Ansprüche an deren Größe stellen. Die Quadratmeterzahl pro Person ist festgelegt.

Keine Sozialwohnungen

Lindenmeier ist es wichtig zu betonen, dass der Begriff »öffentlich geförderte Wohnung« keinesfalls mit dem Begriff »Sozialwohnung« gleichzusetzen sei. Angesprochen fühlen sollen sich etwa der Beamte und der Handwerksmeister. Lediglich zwölf der insgesamt 110 Wohnungen sind frei finanziert. Für sie gelten keine Belegungsbeschränkungen und keine Mietpreisbindungen.

Wer eine der günstigen Wohnungen ergattert, kommt in den Genuss  eines eigenen Tiefgaragenstellplatzes: Vier der fünf Häuser befinden sich über einer gemeinsamen Tiefgarage, in der sich auch Stellplätze für das fünfte Gebäude befinden.

Von dem neuen Gebäudekomplex werden auch die übrigen Bewohner des Seidenfadens langfristig profitieren: Es entsteht eine Kinderkrippe für Kinder von ein bis drei Jahren, die von der Stadt Offenburg gemietet und betrieben werden wird. Außerdem wird ein Ladengeschäft eingerichtet, das der Nahversorgung des Wohngebiets dienen wird. Ende Juni dieses Jahres soll der Rohbau fertig sein.

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