Integration in Gengenbach

13 Migranten-Kinder bestehen Schulabschluss mit Bravour

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 2 Minuten
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26. Juni 2019

Die Integration in Gengenbach klappt. Das zeigen 13 Absolventinnen und Absolventen der 9. und 10. Klasse der Werkreal- und Realschule, von denen elf mit einheimische Klassenkameraden auf dem Foto sind. ©Erich Fakler

13 Absolventen der Werkreal- und Realschule kamen 2015/16 ohne Deutschkenntnisse nach Gengenbach und haben jetzt ihre Abschlüsse an der Werkrealschule- und Realschule geschafft. Einige erzielten Noten, von denen manche Einheimischen nur träumen können.

Ilo Aschkar, Klassenlehrerin der Vorbereitungsklasse an der Werkreal- und Realschule Gengenbach, ist stolz auf die 13 Absolventen der diesjährigen WRRS-Klassen 9 und 10 aus fünf verschiedenen Staaten. Die jungen Menschen im Alter von 15 bis 19 Jahren kamen zum Schuljahr 2015/2016 ohne jegliche Deutschkenntnisse nach Gengenbach. Mittlerweile sprechen alle akzentfrei Deutsch. 

Drei Schüler werden nach ihren Schulabschlüssen in Gengenbach nun das Wirtschaftsgymnasium besuchen, einer wird in das Technische Gymnasium nach Wolfach wechseln. Und Abdul Rahmann hat seine Prüfung mit einer 1,0 in Mathematik und der Note 2,1 in Deutsch abgelegt und wird zukünftig das Robert-Gerwig-Gymnasium in Hausach besuchen.

Fünf Stellenangebote

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Abbas Ahmadi macht gerade seinen Pkw-Führerschein und wird im September eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker beginnen. Er hat sich bei fünf Firmen beworben und hätte überall einen Ausbildungsvertrag erhalten. Dass viele der jungen Frauen und Männer auch sportlich interessiert sind, zeigen ihre Vereinsanschlüsse. Drei Schüler spielen Fußball beim OFV, drei junge Frauen sind im TV Ohlsbach aktiv.

Die jungen Menschen stammen aus Afghanistan, China, Irak, Palästina und Syrien nach Deutschland gekommen und haben ihre ersten sprachlichen Gehversuche in Vorbereitungsklassen (VKl) erfahren, anschließend wurden sie dann in ihre Regelklassen integriert. Ilo Aschkar konnte beobachten, wie Schüler und ihre Eltern Vertrauen zur Schule und ihren Mitschüler gefasst haben. Hierbei hatten Schullandheimaufenthalte, Projektteilnahmen und Schülerpraktika einen wesentlichen Anteil.

Ilo Aschkar lobt das »gut funktionierende Netzwerk« von Schule, Stadt, Familienbüro und Integrationsbeauftragten. Diese Zusammenarbeit brachte auf viel Unterstützung und Hilfe außerhalb des rein schulischen Bereichs. Ein Lob erhalten auch die Eltern, die regelmäßig an Elternabenden und Beratungsgesprächen teilgenommen hätten, hob Ilo Aschkar hervor.

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