Auch Züchter aus dem Elsass waren dabei

136 Tiere bei der Lokalschau der Kleintierzüchter in Bühl

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
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19. Oktober 2019
Die mit „sehr gut“ bewertete Weiß-Rexe vom Züchter Vincent Koebel aus Gerstheim bei der Kleintierzucht-Ausstellung in Bühl.

Die mit „sehr gut“ bewertete Weiß-Rexe vom Züchter Vincent Koebel aus Gerstheim bei der Kleintierzucht-Ausstellung in Bühl. ©Martin Röderer

Erneut erwies sich die Tierschau im Vereinsheim der Bühler Kleintierzüchter am vergangenen Wochenende als Besuchermagnet. Die Züchter zeigten sich zufrieden mit den Bewertungen – und für die Gäste gab es viele interessante Details zu erfahren.

Schon auf dem Vorplatz des Vereinsheims kündigte sich dem Besucher an, was ihn im Obergeschoss im Ausstellungsraum erwartet. Das Geschnatter der Gänse, das Gurren der Tauben, das Gackern der Hühner sowie das Krähen der Hähne war deutlich zu vernehmen, lediglich die Kaninchen verhielten sich lautlos. Die Tiere befanden sich in den Käfigen, Strohballen, Kürbisse und Pflanzen waren liebevoll als Deko im Raum angebracht und sorgten für eine herbstliche Atmosphäre. 

19 Züchter gekommen

19 Züchter waren es, die ihre insgesamt 136 Tiere zunächst den Bewertungsrichtern, danach dem Fachpublikum und weiteren interessierten Besuchern vorstellten. Bemerkenswert war, dass acht Züchter vom Partnerverein Gerstheim die Tierschau bereicherten. Die Bühler arbeiten mit den elsässischen Züchtern eng zusammen, man hilft sich, tauscht sich aus und besucht sich. 

Die Bewertungsrichter für Kaninchen und Geflügel, Uwe Fies aus Renchen und Roland Roller aus Philippsburg, nahmen die Tiere tags zuvor in Augenschein. 
„Wir sind hoch zufrieden mit den Bewertungen, kein Tier ist durchgefallen“, so der Tenor der Vereinsführung. Die Bewertungen waren an den Käfigen angebracht, so etwa für das Kaninchen „Helle Großsilber“ von Züchter Karl-Heinz Walter aus Hesselhurst: „Sehr gut, keine Mängel.“ 

Waren die Bewertungsrichter nicht zufrieden, wurden die Wünsche aufgeführt, wie beim Huhn „Maran schwarzkupfer“ von Brigitte Heuberger: „Vorzüglich in Farbgebung und Stand, sollte etwas freier stehen, Brust noch voller.“ Die Züchterin weiß nun, was zur Formvollendung zu tun ist. 

Große Freude herrschte bei den vielen Kindern, Hautkontakt war möglich, Streicheleinheiten angesagt. Die siebenjährige Chayene Meier aus Willstätt durfte das Löwenköpfchen aus dem Käfig auf ihren Schoß nehmen. „Ich habe erstmals ein Kaninchen angefasst und wünsche mir welche, da wir zu Hause einen großen Garten haben“, sagte sie. 

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1,5 Kilogramm schwer

Dieter Scheel hatte in einer Voliere seine französische Taubenrasse „Mondain“ zur Schau gestellt, außer Konkurrenz. „Eine Fleischtaube, die bis 1,5 Kilogramm auf die Waage bringt, von Vorteil, dass sie nicht fliegen, sie laufen mit unseren Hühnern im Hühnerhof unterhalb des Ortenberger Schlosses“. Wo eine Taube sitzt, kommt kein Huhn hin, die Hackordnung machen die Tauben, war zu erfahren.  

Noch in der Pubertät

Die halbjährigen Fränkischen Landgänse von Wolfgang Heuberger haben es der Pubertät zu schulden, dass sie noch nicht formvollendet sind. „Grundfarbe und Saum deutlicher“, so der Wunsch der Bewertungsrichter. 
Die weißen Laufenten von Raymond Burckel werden in Ostasien in Massen gehalten, sie fressen in den Reisfeldern das Ungeziefer. In unseren Breitengraden bevorzugen sie Schnecken und werden deshalb auch „Schneckenenten“ genannt.  Eine Konkurrenz zum Bressehuhn aus dem französischen Jura ist das Sundheimer Huhn, eine alte Hühnerrasse aus Kehl-Sundheim. Ilona Wenkert ist die Züchterin dieser Spezies. 

Nicht nur die Schau war für die Besucher von Interesse. Im Erdgeschoss des Vereinsheims und im Küchenzelt schwang Chefkoch Dieter Scheel vom „Zebra-Team“ aus Ortenberg den Kochlöffel, unterstützt von vielen Helfern des Vereins. 
 

 

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