Herzensangelegenheit für Windschläger Ehepaar Kaufmann

1500 Euro-Spende an Pflasterstube dank goldener Hochzeit

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 3 Minuten
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20. September 2018

Vor dem Pflastermobil stellten sich der Schatzmeister des Fördervereins, Hannes Schadeberg, der stellvertretende Leiter des Ursulaheimes, Roger Honoré, die Spender Gerhard und Antonia Kaufmann und der Vereinsvorsitzende Axel Richter (von links). © privat

Der Förderverein Pflasterstube kann über einen Spendenbetrag in Höhe von 1500 Euro verfügen. Der Anlass: die goldene Hochzeit des Windschläger Ehepaars Antonia und Gerhard Kaufmann.
 

Kürzlich haben wir über die goldene Hochzeit des Windschläger Ehepaares Gerhard und Antonia Kaufmann berichtet. Das Fest hatte das Paar zum Anlass genommen, die Gäste zu bitten, anstelle von Geschenken Geld für eine Spende an den Förderverein Pflasterstube im St. Ursulaheim zu geben.
Es war und ist für die Eheleute Kaufmann eine Herzensangelegenheit, neben anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten und Spenden, diesen Verein zu fördern. Dies gilt umso mehr, als Gerhard Kaufmann mit dem Vereinsvorsitzenden Axel Richter eine langjährige Freundschaft verbindet.
Am vergangenen Mittwoch wurde dem Förderverein in Offenburg der Betrag von 1500 Euro übergeben. Die Spender und der Verein verbanden damit die Bitte an uns, wieder einmal über die Pflasterstube zu berichten, um auch in den Sommermonaten die Spendenbereitschaft unserer Leser zu fördern. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.
Bei unserem Gespräch mit Axel Richter und dem Schatzmeister Hannes Schadeberg sowie dem stellvertretenden Leiter des Ursulaheims, Roger Honoré, kam deutlich zum Ausdruck, dass der Verein mehr denn je auf weitere Spenden angewiesen ist. Dies liege vor allem daran, führten die Vereinsvertreter aus, dass immer mehr Bedarf bestehe. So gebe es für die 44 Plätze im Ursulaheim über 60 Nachfragen mit steigender Tendenz.
In einer Zeit, in der die globalisierte, materiell orientierte Gesellschaft und Politik herrsche, landeten immer mehr Leute auf der Straße. Dies geschehe meistens unverschuldet und aus Gründen, die letztlich jeden treffen könnten, wurde betont.
Umso mehr macht der Verein in seinem Jahresbericht auf die politische und moralische Verpflichtung aufmerksam, diesen Menschen zu helfen. »Die Stärke eines Volkes misst sich am Wohle der Schwachen«, so steht es in der Präambel der Schweizer Verfassung, die im Jahresbericht zitiert wird. Um die notwendigen Hilfen zu geben, müsse die Sozialpolitik und soziale Arbeit nicht eingeengt, sondern erweitert werden. Hierfür stehe allerdings immer weniger Geld zur Verfügung, und es werde erwartet, dass die unverzichtbare Arbeit ehrenamtlich erledigt wird. Eine Demokratie, die beginnt auf Sozialpolitik wegen der angeblichen Unbezahlbarkeit zu verzichten, darf es nicht geben, heißt es weiter.
Der Förderverein leistet medizinische, zahnärztliche und soziale Grundversorgung für die Obdachlosen. Neben dem Ursulaheim ist unter anderem die Wärmestube und der Erfrierungsschutz zu nennen. Besonders wichtig ist der Einsatz des mit Spenden finanzierten Pflastermobils, einer fahrbaren Arztpraxis, den der Verein 2017 beginnen konnte.
Neben den ehrenamtlich arbeitenden Ärzten und Zahnärzten und dem Pflegepersonal sind zwischenzeitlich auch zwei Personen fest angestellt. Zu diesen Personalkosten kommen zahllose weitere Aufwendungen für die weiterführende medizinische Behandlung und viele sozialen Maßnahmen hinzu.
Spenden können Interessierte wie folgt: ◼ IBAN: DE 06 6645 0050 1004 2464 84, Förderverein Pflasterstube im St. Ursulaheim Offenburg.

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