Herbert Zapf bringt Nistkästen an

20 neue Wohnungen für Vögel im Wald bei Berghaupten

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 3 Minuten
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17. September 2020

Diese Nistkästen werden demnächst in Herbert Zapfs Jagdrevier aufgehängt. ©Erich Fakler

Herbert Zapf aus Berghaupten hat ein Herz für Tiere, ist Naturliebhaber und ein Mann der Tat. Viele Nistkästen bei Berghaupten tragen seine Initialen.

Unter dem Freidach seines Gartenschuppens am Ende der Stiegelmattstraße zeigt Herbert Zapf (64) 20 nagelneue Vogelhäuschen, die demnächst in seinem Jagdrevier I in Bellenwald und Bottenbach aufgehängt werden. 

Wenn der passionierte Jäger und Naturliebhaber von seinen Beobachtungen in Wald und Flur erzählt, fällt es schwer, sich der ansteckenden Begeisterung zu entziehen. Zur Zeit betreut er neben den eigenen bereits aufgehängten Nistkästen auch zehn Kästen des Regierungspräsidiums, die auf Anregung von Alexandra Stöhr als Ausgleichsmaßnahme in seinem Jagdrevier platziert wurden. Seine eigenen Kästen seien in diesem Jahr schon alle von Meisen belegt gewesen. Von den Kästen des Regierungspräsidiums hätten sechs Kästen den Kleinvögeln eine Brutstätte geboten. 

Die 20 neuen Brutkästen wurden in Zusammenarbeit mit dem passionierten Hobbyhandwerker Willi Feuser gebaut. Die auf ihre Platzierung wartenden neuen Kästen weisen noch einen kleinen Landestab unterhalb des Flugloches auf. Diese Hilfen wird Herbert allerdings noch entfernen. Die Meisen brauchen diese Hilfe nicht. Die Vogeleltern fliegen direkt in das Flugloch. Durch eine kleine Zusatzplatte wurde die Lochtiefe auf vier Zentimeter erweitert. Auf diese Weise können die Elstern oder Eichelhäher die Jungvögel nicht erbeuten, wenn diese zur Nahrungaufnahme ihre Köpfe vorstrecken. 

Herbert Zapf ist auch im Vorstand des ASV Berghaupten. Daher ist ihm das Gebiet um Waldsee und Bellenwald zutiefst vertraut. 

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Von seinen Hochsitzen im Jagdrevier konnte er in vielen Stunden das Treiben um seine aufgehängten Nistkästen beobachten. Anglerfreund Klaus Bauer informiert zusätzlich über das geschickte Verhalten der Elstern. Diese trippelten auf der Dachpappe der Nistkästen, die berührungsempfindlichen Meisen erwarten ihre vermeintlichen Versorgungseltern und werden so eine leichte Beute der Vögel. So erklärt Herbert Zapf die zunehmende Bevölkerung der Wald- und Waldrandgebiete durch Raben, Eichelhäher und Elstern, da diese in den leer geräumten Fluren der freien Landschaft keine Nahrung mehr fänden. Besonders Freibrüter wie Amseln werden häufig eine Beute dieser Rabenvögel. 

Initialen „HZ“

Wer auf seinem Spaziergang durch den Bellenwald beispielsweise auf dem Geiskopf Nistkästen mit den Ini­tialen „HZ“ entdeckt, weiß, dass diese von Herbert Zapf gepflegt werden. Jedes Frühjahr werden diese Vogelhäuschen von Altmaterial befreit. 
Krankheitsbedingt  ging der gelernte Gas- und Wasserinstallateur Zapf 2010 in Frührente. Zuvor hatte er Jahrzehnte bei der Stadt Offenburg gearbeitet. Die Liebe zur Natur und das Jägerhandwerk wurde von Jugend an ein Teil seines Lebens, war doch sein Vater ebenfalls Jäger und nahm ihn über Jahre mit in den Wald. Die Ehrfurcht vor dem erlegten Wild pflegt er konsequent mit seiner Gruppe von Nachwuchsjägern. 

Doch Herbert Zapf kümmert sich nicht nur um den Vogelnachwuchs. Mit eigenen Mitteln und dem Einverständnis der Grundstücksbesitzer hat er schon mehrere Blumenwiesen angelegt, die unzähligen Hummeln und Wildbienen eine Nahrungsgrundlage bieten.

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