Kinderbauernmarkt in Gengenbach

30 junge Händler waren mit Spaß dabei

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23. September 2019

Jede Menge geschäftstüchtige junge Händler verkauften am Samstag erfolgreich ihre Waren auf dem Kinderbauernmarkt in Gengenbach – und machten ihre Sache echt gut. ©Thomas Reizel

Der dritte Kinderbauernmarkt verzeichnete am Samstag in Gengenbach einen Rekord: 30 Kinder boten Obst, Gemüse, Marmeladen sowie Selbstgebasteltes an. Unter dem Motto »Kinder in Aktion – Die Ernte wird verkauft« gestalteten sie einen Großteil des Marktes.

»Wir haben jedes Jahr größeres Interesse«, freute sich Erika Späth, Mitglied im Vorstandsteam des veranstaltenden Bauernmarktvereins. Waren es seit der Gründung vor drei Jahren jeweils 18, hatten sich für dieses Jahr rund 30 Kinder bis 14 Jahren beim Kinderbauernmarkt angemeldet. Sogar aus Nordrach war jemand dabei.

Unter dem großen Zelt auf dem marktplatz waren die Kinder mit Begeisterung bei der Sache. Zu kaufen gab es neben Obst und Gemüse, teilweise aus »Omas Bio­garten«, leckere Marmeladen, aber auch Selbstgebasteltes wie Glückwunschkarten, Lavendelsäckchen oder herbstliche Gestecke.

Maris Müller hat eben einen Zierkürbis verkauft und wechselt strahlend den Geldschein. Und schon schildert sie die Vorzüge der verschiedenen Marmeladen. »Oma hat viel im Garten und auch Gemüse gesponsert«, erzählt die Elfjährige von Helga Suhm aus Fußbach.

Chiara Genazino (11) bietet herbstliche Gestecke an. Sie erzählt, dass sie alle Sachen wie Moos und Zapfen selbst im Wald gesammelt hat. »Auch die Gestecke sind selbstgemacht«, sagt sie.

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Der Kuchen schmeckt

Emil Scholl und seine Schwester Nele fühlen sich als Marktverkäufer ebenfalls sehr wohl. Während der Zehnjährige gerade herzhaft in ein Stück Kuchen beißt und kräftig kaut, erzählt Nele, dass alle Leute auf dem Markt sehr freundlich sind und dass »alles toll« ist. »Im nächsten Jahr machen wir wieder mit«, freuen sich die Geschwister.

Gerda Dünnebacke aus Gengenbach zählt zu den Kundinnen: »Ich kaufe hier gerne ein, weil hier auch viele Freunde meiner Enkeltochter Karla Schilli helfen.«

Doch es ist auch der pädagogische Aspekt, der neben dem Spaß der Kinder am Verkauf eine große Rolle spielt. »Es ist eine super Aktion, weil die Kinder von Anfang an voll motiviert sind«, sagt Franziska Voltz, neue Konrektorin der Geschwister-Scholl-Grundschule.So lernen die Grundschüler zum Beispiel im Strohbacher Schulgarten das Anbauen von Obst und Gemüse, es zu pflegen und zu beobachten, bis Ernte und Verkauf anstehen. Das gelte auch für eigene Gärten. So bekämen die Kinder von Anfang an einen Bezug zu Qualität und Wert heimischer Lebensmittel, ergänzt Erika Späth.

Sie hätte noch viel mehr Kinder unterbringen können. »Doch 30 war die Oberkante, mehr gingen einfach nicht«, erklärt sie. Das war auch der Grund, weshalb aus der Strohbacher Schule nur vier Kinder dabei sein konnten.
Auf jeden Fall steht schon fest: »Im nächsten Jahr wird es wieder einen Kinderbauernmarkt geben. Ich bin heute schon so oft danach gefragt worden«, hat Erika Späth am Samstag schon erklärt. Auch die Stammkunden aus der Region wird diese Nachricht freuen.

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