Unterschriften übergeben

322 Durbacher wünschen Erhalt des Graf-Metternich-Stadions

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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15. Juli 2017

Wolfgang Butz (Mitte) ließ sich von Bürgermeister Andreas König den Erhalt der Unterschriften quittieren. ©Volker Gegg

322 Durbacher wünschen sich einen Bürgerentscheid für den Erhalt des Graf-Metternich-Stadions. Wolfgang Butz überreichte die Unterschriftenliste in der Gemeinderatssitzung. Der Rat wird erst nach der Sommerpause einen Beschluss fassen können. 
 

Wie die Mitglieder der Initiative zum Erhalt des Graf-Metternich-Stadions bereits vorab der Presse ankündigten, übergab Wolfgang Butz am Donnerstagabend im Gemeinderat Bürgermeister Andreas König eine Unterschriftenliste. 322 Bürger fordern darin ein Bürgerbegehren zum Erhalt der bisherigen Sportanlage in Durbach. 

»Seit Jahren wird in unserer Gemeinde die Zentralisierung der Sportanlagen in Ebersweier und damit verbunden die Schließung des Graf-Metternich-Stadions in Durbach heiß diskutiert«, erläuterte Butz vor dem Gemeinderat. 2012 erhielt der damalige Rathauschef Toni Vetrano bereits eine Liste mit 642 Unterschriften, dessen Unterzeichner sich für den Stadionerhalt einsetzten. »Ungeachtet dieser Willenserklärung hat der Gemeinderat am 27. April diesen Jahres das Konzept zur Zusammenlegung der Sportanlagen in Ebersweier beschlossen«, so der Mediziner weiter. »Wir sind der Auffassung, dass diese für viele Durbacher mit viel Herzblut verbundene Frage von der Bürgerschaft selbst entschieden werden sollte«, so Butz weiter, »so wie es Herr Bürgermeister König in seinem Wahlkampf als Bürgermeisterkandidat im Jahre 2014 noch versprochen hat.«

Die Initiative beantragt auf Grundlage der gesammelten Unterschriften einen Bürger­entscheid über die Frage, ob das Stadion erhalten bleiben soll. König musste nicht nur den Empfang der Liste vor den Augen der Gemeinderäte unterschreiben, Butz wünschte sich auch eine Quittierung durch das Durbacher Amtssiegel. »Da müssen Sie allerdings bis nach der Ratssitzung warten. Das Siegel ist im Safe«, antwortete König. 

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Erst nach Sommerpause

Der Gemeinderat muss nun über das Bürgerbegehren entscheiden. »Allerdings bis zur nächsten Sitzung am 27. Juli wird das wohl nicht reichen, da auch die Kommunalaufsicht informiert werden und deren Stellungnahme abgewartet werden muss«, erklärte der gut vorbereitete Bürgermeister. Somit kann frühestens nach der Sommerpause, im September, der Rat über ein Bürgerbegehren entscheiden. 

»Allerdings, falls die beiden Sportvereine, der TuS Durbach und der FV Ebersweier in ihrer Mitgliederversammlung (Sonntag, 23. Juli) der Vereinsfusion nicht zustimmen, wird auch der Antrag eines Bürgerbegehrens hinfällig«, so König weiter. 
Der Ratsbeschluss zur Zusammenlegung der Sportgelände nach Ebersweier sieht als Grundvoraussetzung vor, dass die beiden Vereine sich zusammenschließen. Mitbestimmen, wie das Gelände zukünftig genutzt wird, können laut König die Bürger ohnehin, auch wenn das Bürgerbegehren nicht greift und der Ratsbeschluss vom April diesen Jahres umgesetzt wird: »Die Verwaltung plant, in Sachen Neugestaltung des Graf-Metternich-Stadiongeländes einen Landschaftsplaner hinzuzunehmen und einen Gestaltungswettbewerb verbunden mit einer Bürgerbeteiligung auszuschreiben.« 

INFO: Auf dem bisherigen Sportgelände sollen neben einer lockeren Wohnbebauung auch Grünflächen, ein Bolzplatz sowie von der Staufenberg Schule benötigte Leichtathletik-Einrichtungen entstehen.

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