2021 wird Waldbachfriedhof 150 Jahre alt

36 neue Ruhebänke wurden im vergangenen Jahr aufgestellt

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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23. März 2019

36 Sitzbänke hat der Förderkreis auf dem Waldbachfriedhof aufstellen lassen. ©Volker Gegg

Der Erhalt und die Pflege des Waldbachfriedhofs ist eine Herzensangelegenheit des Förderkreises Historischer Waldbachfriedhof. 36 Ruhebänke wurden im vergangenen Jahr neu aufgestellt und zwölf Grabmale renoviert. Der Förderkeis bereitet sich mit vielen Projekten auf den 150. Geburtstag des alten Offenburger Friedhofs im Jahr 2021 vor. 

Sie engagieren sich finanziell, sind sich aber nicht zu schade, selbst mit Hand an zu legen und mit Hacke und Gartenschere tätig zu werden: die Mitglieder des Förderkreises Historischer Waldbachfriedhof. Ein Großprojekt und Herzenswunsch vieler Mitglieder wurde im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht, wie Vorsitzende Cornelia Kalt-Jopen am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung im Foyer des Museums im Ritterhaus den rund 50 erschienenen Förderern berichtete. 36 gemütliche und stilvolle Sitzbänke aus Holz stehen seit ein paar Wochen auf dem Waldbachfriedhof. »Und wir konnten alle durch Spenden finanzieren«,  erläuterte Kalt-Jopen weiter. 

Positives Echo zu Bänken

Über persönliche Kontakte von Friedhofsbesuchern, Briefe und E-Mails erhielt der Vorstand des Förderkreises nur positive Resonanz über die neuen Sitzgelegenheiten. »Bis auf eine Dame, die sich gemeldet und angemerkt hatte, das wären fast zu viele Bänke. Außerdem würde sie sich über solche Bänke auch auf dem Weingartenfriedhof freuen«, so die Vorsitzende. Allerdings, so Kalt-Jopen weiter, müsste dies ein noch zu gründender Förderverein für den Weingartenfriedhof auf seine Agenda schrei­ben. 

Zwölf erhaltenswerte Grabmale wurden im vergangenen Jahr unter der Regie von Vorstandsmitglied Heinrich Meyer restauriert. Aufgefrischt wurden unter anderem die beiden Grabstätten der Offenburger Ehrenbürger Georg Monsch und Franz Volk. Zu den Arbeiten gehörten die Wiederherstellung oder Ergänzung nicht mehr lesbarer Schriften, aber auch das Entrosten von eisernen Grabkreuzen sowie die Freimachung und Neubepflanzung zugewachsener Grabstellen. 

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Ob Film­abend oder Lesung in der Friedhofskapelle, die Veranstaltungen des Förderkreises stießen im vergangenen Jahr laut Kalt-Jopen erneut auf gute Besucherresonanz. Park, Ruhestätte und Erholungsraum – der Waldbachfriedhof bietet vielerlei Möglichkeiten innezuhalten, wie die Vorsitzende weiter betonte. 127 verschiedene Baum­arten seien auf dem Waldbachfriedhof zu finden, und auch die Tierwelt, mit Eichhörnchen und Vögeln, fühle sich auf dem parkähnlichen Gelände sichtlich wohl. 

Fledermaushöhlen

Damit dies so bleibt, wird der Förderkreis noch in diesem Jahr unter der Regie von Heinrich Meyer 15 Fledermaushöhlen installieren. Zudem ist vorgesehen, in Richtung Gewerbeschule die Einfriedung neu zu gestalten sowie den Zaun auf Kosten des Fördervereins zu erneuern. 

Am 5. November feiert der Förderkreis seinen zehnten Geburtstag im Foyer des Ritterhauses. 2021 wird der Waldbachfriedhof 150 Jahre alt, ein Geburtstag, der laut Vorstand auch gefeiert werden sollte. So sind die Gespräche mit den TBO sowie der Stadt bereits angelaufen, um die Friedhofskapelle grundlegend zu sanieren. Auch möchte der Förderkreis zu diesem Anlass einen hochwertigen Bildband über den Waldbachfriedhof herausgeben. Die Vorbereitungen hierzu sind ebenfalls schon gestartet, Fotograf Axel Bleyer hat bereits die ersten Bilder gemacht. 

Trotz hoher Investitionen im vergangenen Jahr steht der Förderkreis finanziell auf gesunden Füßen wie Kassierer Peter Pühler bilanzieren konnte. 217 Mitglieder zählt aktuell der Förderverein. »Es dürfen aber gerne noch mehr werden«, so Kalt-Jopen weiter. 

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