Zum 15. Mal in Prinzbach

Männer im Schottenrock: 4000 Zuschauer bei Highland Games

Autor: 
Anja Heckendorf
Lesezeit 3 Minuten
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12. August 2018
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(Bild 1/2) Volltreffer! Wer beim Sackschlagen auf dem glitschigen Baumstamm getroffen wird, geht normalerweise baden. »Splashing Your Rival« ist bei den Highland Games stets ein besonderer Hingucker. ©Inka Kleinke-Bialy

Am Samstag gingen die Highland Games in Prinzbach in die 15. Auflage. In unterschiedlichen Disziplinen kämpften starke Männer in karierten Röcken um das Siegerschwert. Rund 4000 Besucher sahen das Spektakel.

Auch die Hitze in der Prinzbacher Freiluftarena konnte am Samstag rund 4000 begeisterte Zuschauer nicht abschrecken, die Teilnehmer der Highland Games zu unterstützen. 

Dudelsäcke und Trommeln erklingen in den Prinzbacher Highlands. Es riecht nach Spanferkel, der Scotch fließt. Ein bisschen fühlt es sich an wie Schottland, nur nicht ganz so saftig grün und kühl. 
Angeführt von den Prinzbacher Highlanders schreiten 16 Gruppen, »Clans« genannt, in die Arena. »Da bekommt man wirklich Gänsehaut«, beschreibt die Biberacher Bürgermeisterin Daniela Paletta ihre Gefühle. 

Einmal im Jahr richten die Prinzbacher Highlanders, die wohl größten Schottlandliebhaber Badens, im Rahmen des Sommerfests des Musikvereins Prinzbach-Schönberg die Highland Games aus. Aus ganz Deutschland und der Schweiz reisen hierfür Gruppen und Fans an. Rund 4000 Zuschauer nahmen mit Picknickdecken und Sonnenschirmen bewaffnet am Rande der Arena Platz. Sechs Disziplinen und den eigenen Schweinehund galt es für die Teilnehmer zu bezwingen. Alle Gruppen wollen den Sieg, nur eine Mannschaft konnte ihn am Ende erringen.

Vorbereitung ist alles. Sollte man zumindest meinen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn vorher unklar ist, welche Disziplinen zu erwarten sind.

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Besonderer Kick

Das ist der besondere Kick für die Teilnehmer, denkt auch Stefan Himmelsbach. Der Pipe Major der Prinzbacher Highlanders hatte das Fest vor 15 Jahren ins Leben gerufen und moderierte gewohnt souverän. »Wir geben die Disziplinen erst kurz vorher bekannt. Im ersten Training einen Tag vor der Veranstaltung können sich die Clans dann warmlaufen.« Schon nach der ersten Disziplin gab es am Samstagnachmittag aber eine ausgekugelte Schulter. Dennoch: »Freude und Spaß stehen im Vordergrund und das merken auch die Zuschauer«, betonte Himmelsbach.

Los ging das schottische Spektakel mit dem »Farmers Walk«, einem Hindernislauf der Extraklasse. Nach dem Ziehen eines Traktors musste sich die geballte Manneskraft hüpfend in einem großen Sack in Richtung Ziel bewegen.
 Es folgten weitere Disziplinen wie der traditionelle Baumstamm-Weitwurf oder das Tauziehen, dann natürlich das Sackschlagen auf einem Baumstamm über dem Wasserbecken. Und es wurde weiter geklettert, gerannt – und geschwitzt. »Ein solches Fest auf die Beine zu stellen, das ist eine große Leistung. Ich bin wirklich stolz auf unsere Vereinsgemeinschaft«, lobte auch Ortsvorsteher Klaus Beck. 

Siegerschwert

Am Ende gewannen die »Murwölfe« die Hitzeschlacht.  Sie sind übrigens auch die Vorjahressieger. Feierlich wurde ihnen das Siegerschwert übergeben. Ebenfalls auf das Siegertreppchen steigen durften mit dem zweiten und dritten Platz die Gruppen »Schwiizer« und der »Haasen Clan«. »Die Nachfrage ist groß und immer mehr neue Mannschaften wollen teilnehmen. Wenn das so bleibt, schaue ich optimistisch in die Zukunft für unsere Highland Games«, bilanziert Stefan Himmelsbach. 

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