Stadt Gengenbach zieht Zehn-Jahres-Bilanz

45,5 Millionen Euro im Kinder- und Schulbereich investiert

Autor: 
Redaktion
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03. Juli 2020

Fortschritt auf der Baustelle des Kindergartens Schwaibach, im Vordergrund die Bodenplatte für den Anbau, im Hintergrund laufen die Arbeiten am Dach. ©Stadt Gengenbach

Gengenbach bilanziert die Projekte der vergangenen zehn Jahre, die Kindern, Jugendlichen und Schülern zu Gute kamen und kommt auf eine gewaltige Summe. Jetzt droht allerdings ein Sparkurs.

Aktuell sind die Arbeiten an den beiden großen Bauvorhaben „Anbau und Sanierung Kindergarten Schwaibach“ und „Sanierung Marta-Schanzenbach-Gymnasium“ in vollem Gange. Die Stadt Gengenbach nimmt diese Projekte zum Anlass, um ihre Investitionstätigkeiten der letzten zehn Jahre auf diesem Sektor zu bilanzieren. 

Gengenbachs Jugend und die Kinderbetreuung standen in den vergangenen Jahren verstärkt im Mittelpunkt der Investitionen. Trotz der schwachen Finanzausstattung der Stadt, hatte der Gemeinderat immer wieder einen Großteil der freien Finanzmittel in Projekte für die Kinderbetreuung, speziell in die Kindertagesstätten wie auch in Hallen und Schulen investiert. Dank überzeugender Konzepte flossen auch in den vergangenen Jahren viele Zuschüsse von Bund, Land und EU. Ohne die hätte die Stadt nie diesen Kraftakt meistern können. 

Seit 2010 hat die Stadt Gengenbach rund 45,5 Millionen Euro in die vorhandene Infrastruktur oder in neue, zeitgemäße Gebäude für die Kinder investiert, mit rund 19,2 Millionen Euro wurde Gengenbach dabei mit Fördergeldern unterstützt. „Eine zeitgemäße Betreuung und neue Unterrichtsformen benötigen dafür auch die Räumlichkeiten und Rahmenbedingungen, um diese umzusetzen“, verdeutlicht Bürgermeister Thorsten Erny die Mammutaufgabe, die auch in den kommenden Jahren aufgrund des Investitionsstaus anhalten wird.  

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„Die Stadt ist als Schulträger nur für die Gebäude und die Infrastruktur verantwortlich, das Land Baden-Württemberg aber für die Personalausstattung an Lehrkräften wie auch für die Inhalte unserer Lehrpläne“, stellt Erny fest, da hier oft eine falsche Wahrnehmung bestehe. 

Kluge Konzepte

„Vieles, was wir in Gengenbach seit Jahren pflegen und den Familien wie auch den Schülerinnen und Schülern anbieten oder auch jetzt umsetzen, wird als selbstverständlich angesehen“, meinte Erny. Damit werde aber aufgrund der wegbrechenden Steuereinnahmen und dem nun unvermeidlich drohenden Sparkurs von Bund und Land wohl bald Schluss sein, ist Erny überzeugt. 

„Zukünftig werden wir daher kluge und neue Konzepte entwickeln müssen, um überhaupt noch investieren zu können“, so Erny, der aber auch weiß, dass dafür sehr viel Mut notwendig sein wird. 

Hintergrund

Millionen für Gengenbachs Kinder und Schüler

Ein Auswahl der größten Investitionen in den Kinder-, Jugend- und Schulbereich Gengenbachs (die Investitionen wurden jeweils gefördert; die aufgeführten Hallen dienen jeweils auch Schul- und Vereinssport):

◼ Seit 2009: Sanierung Werkreal- und Realschule für 3,8 Millionen Euro.
◼ 2010/2011: Sanierung Kinzigtalhalle für 3,35 Millionen Euro.
◼ 2013: Neubau BildungsCampus mit Unterrichtsräume für Gymnasium und Realschule für 9,5 Millionen Euro (Anteil Hochschule sechs Millionen Euro).
◼ 2016: Neubau Kindertagesstätte am Löwenbergpark für 5,55 Millionen Euro. 
◼ 2016: Kleinkindspielplatz Pfarrer-Eberwein-Weg für 30 000 Euro.
◼ 2017: Spielplatz Silbersgraben für 17 000 Euro.
◼ 2018: Anteilige Mitfinanzierung Sanierung Waldorfkindergarten Strohbach fü 480 000 Euro.
◼ 2018: Sanierung Halle Strohbach für 290 000 Euro.
◼ 2018: Einbau-Sportgeräte Kinzigtalhalle für 50 000 Euro.
◼ 2019: Neubau Mensa, Mediathek und Schülerforschungszentrum für 3,3 Millionen Euro.
◼ 2019: Umbau der ehemaligen Neuapostolischen Kirche für Kinderbetreuung für 60 000 Euro
◼ 2019: Neubau Halle Reichenbach für 4,3 Millionen Euro.)
◼ 2019: Neubau Spiel- und Sportfläche Grundschule am Nollen für 163 000 Euro.
◼ 2020: Sanierung Marta-Schanzenbach-Gymnasium für 12,2 Millionen Euro.)
◼ 2020: Sanierung und Neubau Kindergarten Schwaibach für 2,3 Millionen Euro.
◼ 2020: Neubau Spielplatz „Der kleine Prinz“ für 130 000 Euro.             red/dr

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