Nostalgie pur am Fußballplatz

7. Gottswälder Schleppertreffen in Weier

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
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17. Juni 2019

Wolfgang Braun aus Hofweier mit seinen beiden Kindern auf dem Güldner, für Mama gibt es Kuchen. ©Martin Röderer

Petrus meinte es gut mit den Weierer Fußballern und den Schlepperfahrern: Ideales Festwetter sorgte am Sonntag für einen großen Besucherandrang.

Pünktlich um 10.30 Uhr rollten am Sonntag die ersten Schlepper Richtung Weier. Schlepperpräsident Siegfried Fischer von den Gottswälder Schlepperfreunden sowie Hermann Kuderer waren die ersten Fahrer aus Bühl, welche das Weierer Sportgelände über der Kinzig ansteuerten. 

Nostalgie pur

Dort standen sie dann aneinandergereiht, wie an einer Schnur gezogen, die Güldner, Lanz, Bautz und anderen nostalgischen Schnauferl. Sonntag für Sonntag trifft man sich über die Sommermonate, bei den Schleppertreffen in der Ortenau. Viel Leidenschaft steckt dahinter, so mancher Euro fließt in dieses Hobby.

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Man kennt sich untereinander, die Familien ziehen mit, Gemütlichkeit ist Trumpf. Zwischen den Oldtimern immer wieder Besucher, die mit den stolzen Besitzern Fachgespräche führen. Ob die Leidenschaft wohl ansteckend sein kann? Diesen Eindruck wurde man nicht los, wenn man den Gesprächen lauschte. 

Der 50-jährige Wolfgang Braun aus Hofweier ist mit Tochter Pia und Sohn Fabian angereist. »WOL-LE 63«, so das Kennzeichen des Güldner Spessart, Baujahr 1963. »Man nennt mich Wolle, deshalb das Wunschkennzeichen WOL-LE«, so der Schlepperfahrer. Pia hat noch Kuchen für Mama erstanden, die zu Hause geblieben ist, dann geht die Fahrt zurück nach Hofweier. »Ich mach ja nix anderes als spazieren fahren«, so Gerhard Lang aus Windschläg, auf sein blitzblankes Gefährt angesprochen. Der Lanz, Baujahr 1957, reflektiert im gleißenden Sonnenlicht. Der Fahrer gehört den Schlepperfreunden Hanauerland an, alle vier Wochen trifft man sich neben den Ausfahrten zum Stammtisch. Dietmar Vogt aus Windschläg hat den Kramer, Baujahr 1958, aus der Erbmasse seines Opas restauriert. »Über ein halbes Jahr lang Arbeit steckt hier drin, ich denke, so an die 300 Stunden«, so Vogt über seinen Liebling. 
Aus Urloffen mit dabei ist Wolfgang Lutz, besser bekannt als »Gängel«. Er wird begleitet von seiner Frau Elke sowie Sohn Nico. Er selbst fährt den Fahr, Baujahr 1958, seine Frau den Bautz, Baujahr 1954. Tim, Jonas und Marko sitzen stolz auf dem Hanomag R 12, Baujahr 1954, dessen Besitzer ist Gerhard Brischle aus Bühl. »Kommen wir wieder in die Zeitung?«, so die fröhlichen Jungs, als der Fotograf seine Runde dreht. 

Siegfried Fischer, der Bühler Schlepperpräsident, betätigt sich als Chauffeur. »Wir müssen uns noch beim Bühler Kolpingfest sehen lassen«. Gesagt und getan, ab geht die Reise über die Kinzig, an Bord Maria Kuderer, die Seniorchefin vom Blauen Engel in Bühl. 

Erstmals auf einem Schleppertreffen vertreten sind die Familien von Stefan und Thomas Vollmer aus Ortenberg. Sie sind nicht zu übersehen mit ihren vier Schleppern, drei Kramer 450 Export und einem Kramer KA AS. »Normalerweise sind unsere Schlepper zu Weinbergfahrten rund um Ortenberg eingesetzt«, so Stefan Vollmer. Die beiden Familien genießen die gute Stimmung auf dem Festgelände. 
Am Spätnachmittag lichten sich die Reihen, die Fahrer treten mit ihren Veteranen die Rückreise an. Der Veranstalter zeigte sich über die 7. Auflage des Treffens sehr zufrieden.

Hintergrund

Auszeichnungen

Jüngster Teilnehmer: Phil Rimert, geboren 2018, mit seinem Bobbycar. Ältestes Fahrzeug: Kramer, Baujahr 1940, von Eugen Schätzle. Teilnehmer mit der längsten Wegstrecke: Hans Bauer, Mahlberg-Orschweier. Größte Gruppe: Schlepperfreunde Gottswald mit sieben Teilnehmern, gefolgt von den Bulldogfreunden Elgersweier mit sechs Teilnehmern.

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