Kinderstadt mit Bürgermeister, Gemeinderat und Firmen

90 Kinder gestalten in Gengenbach ihre eigene Stadt

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 3 Minuten
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12. August 2018

Einwohnerversammlung: Die jungen "Bürger" der Gengenbacher Kinderstadt werden natürlich von zahlreichen Helfern betreut. ©Marc Faltin

In Gengenbach gibt es ab Montag in der Stadt zusätzlich eine Kinderstadt. Dort werden Bürgermeister und Gemeinderat gewählt, in diverse Firmen können die Kinder ihre verdienten »Piepen« ausgeben oder alternativ zur Bank bringen. Die »Kinderstadt« ist Teil des Gengenbacher Sommerferienprogramms.

Von Freitag bis Sonntag hatten die Helfer von Seniorenwerkstatt, Bauhof, Narrenzunft, Familien- und Seniorenbüro sowie Dorothee Scheibel, Jugendreferentin der Stadt Gengenbach, alle Hände voll zu tun. Sie alle bauten rund um die Kinzitgtalhalle die alle zwei Jahre stattfindende »Kinderstadt« auf. Die Narrenzunft lieferte ihre große Hütte, Raiffeisen Kinzigtal Bierzeltgarnituren und Sonnenschirme, der Bauernmarktverein steuerte zwei Pavillons bei, welche die Seniorenwerkstatt aufgebaut hat.
Vier Praktikanten der Fachschule für Sozialpädagogik Gengenbach und der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Bühl stellten rund 100 Tische auf und holten Material aus dem Familien- und Seniorenbüro. Die Bauhofmitarbeiter schafften  Weihnachtsmarkthütten heran, bauten Zäune und Absperrgitter auf, damit ab heute, Montag, alles in der »Kinderstadt« läuft.

Im Prinzip funktioniert diese wie in eine richtige Stadt.  90 Kinder zwischen sieben und elf Jahren wählen Bürgermeister und Gemeinderat und verdienen in einem von 18 Betrieben (siehe Kasten) ihre »Piepen«. »Diese können sie entweder zur Bank bringen oder dafür etwas bei den anderen Firmen kaufen«, erklärt Dorothee Scheibel.

Umgang mit »Piepen«

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Gerade der Umgang mit den »Piepen« sei wichtig. Am Ende sollten alle »Piepen« aufgebraucht sein, weil sie nur in der Kinderstadt gültig sind. Andererseits müssen die Kinder haushalten. »Denn wir bieten in der Kinzigtalhalle freiwillig eine Übernachtung mit Programm an.« Wer diese Hotelübernachtung buchen will, muss sie bezahlen.

Natürlich werden die Kinder nicht sich selbst überlassen. Dafür, dass alles klappt, sind 34 mit gelben T-Shirts bekleidete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Leitungsteams im Einsatz. Sie hatten zuvor das Programm ausgearbeitet, sind in der Lage, die Kinder anzuleiten und im Bereich Arbeitssicherheit geschult. Sollte in dieser Hinsicht etwas schieflaufen, sind sie sofort zur Stelle.

Dorothee Scheibel freut sich schon: »Die Kinderstadt ist immer total aufregend.« So wird der Betrieb Bürger-Service/Tourist-Info  am Montag eine »Stadtführung« anbieten. Ab 14.30 Uhr ist das Café geöffnet, das allen Besuchern offensteht. Das Offenburger Tageblatt wird sich redaktioneller Dienste bedienen. Denn selbstverständlich fehlen in der Kinderstadt weder Fotostudio noch Zeitung. Deren Lokalchefs sind Anna Claassen und Julian Daxer. Sie verfassen zusammen mit den Redakteuren Berichte fürs OT.

Am Freitag, 17. August, endet die erste »Kinderstadt«. Doch sie wird von Montag, 20., bis Freitag, 24. August, noch einmal stattfinden. Am Freitag waren dafür noch zehn Restplätze verfügbar. Wer sich interessiert, kann sich noch anmelden bei Dorothee Scheibel, • 0 78 03 / 9 66 98 82 (jugend@stadt-gengenbach.de).

Stichwort

Kinderstadt

Gengenbach veranstaltet alle zwei Jahre im Sommerferienprogramm die »Kinderstadt«. Es finden zwei Wochen für jeweils bis zu 90 Kinder statt. Es gibt in diesem Jahr 18 Betriebe:
◼ Bürgermeister und
Gemeinderat.
◼ Bürger-Service,
Tourist-Info
◼ Jobcenter
◼ Beratung für
Existenzgründer
◼ Techn. Betriebe
◼ Gesundheitzentrum
◼ Sport/Bewegung
◼ Post und Lager
◼ Bank
◼ Werbeagentur und
Fotostudio
◼ Radio
◼ Zeitung
◼ Schneiderei
◼ Kreativwerkstatt
◼ Pastaria
◼ Salatbar
◼ Pizzeria
◼ Kiosk                                                                                                                                          red/tom

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