„Kaffee oder Tee“ in Rammersweier

93-Jährige trägt ein Gedicht vor

Autor: 
Peggy Gießler
Lesezeit 2 Minuten
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29. Januar 2020

Sichtlich Spaß hatten die Teilnehmer des Improvisationstheaters in der Johannes-Brenz-Gemeinde­ in Rammersweier ©Peggy Gießler

Nicht nur sitzen und zuhören, sondern mitdenken, mitsingen, aufstehen und mitmachen war vergangene Woche in der Johannes-Brenz-Gemeinde das Motto. Nach den ruhigen Festtagen hatte sich Organisatorin Charlotte Degen für einen „bewegten“ Nachmittag zum Thema »Hinterm Mond, gleich links…« entschieden. 

Als eines der bekanntesten Gedichte überhaupt wurde auf gut Badisch zunächst Johann Peter Hebels „Der Mann im Mond“ von Anneliese Riedinger, gerade erst 93 geworden, sowie Gertrud Mai vorgelesen. Ergänzt wurde diese Fassung durch eine umgedichtete, die sich mit der Mondlandung der Amerikaner beschäftigte und von Axel Appelt vorgetragen wurde. Auch „Der Mond schien helle“ angeblich ein Werk Johann Wolfgang Goethes, trug zur Erheiterung der Gäste bei. 
Nach der gewohnten Pause mit Kaffee, Tee und selbst gebackenem Zopf ging es mit Gehirnjogging und Wissensvermehrung weiter. Mithilfe von ausgeteilten Fragen- und Antwortzetteln wurden die Kenntnisse über den Erdtrabanten getestet: Warum steckte Neil Armstrong Staub vom Mond in die Tasche? Was kann man nicht ohne Atmosphäre? Welche Temperaturschwankungen herrschen auf dem Mond? Oder: Wie viele Tage braucht man mit einem Flugzeug bis zum Mond? Aus den Fragen ergaben sich noch viele weitere Anregungen und Geschichtchen. 
Anschließend wurde die Veranstaltung „beweglich“. Aufgrund einer angeblich nicht erschienenen Theatergruppe mussten ad hoc die Besucher mit einspringen. Gesucht (und gefunden) wurden Vorhang, Wind, Birke, Mond, Hund im Wald, scheues Reh, Wilderer und Förster. Nach einigen wenigen Proben stand das improvisierte Stück und wurde mit viel Beifall bedacht.
„Missionsbräute“
Die nächsten Themen für dieses Jahr werden sich laut Charlotte Degen ähnlich abwechslungsreich gestalten. Geplant sind unter anderem Themen wie „Missionsbräute und Missionskinder“, „Alt, älter und am ältesten“, die Digitalisierung im Pflegebereich sowie ein Nachmittag zu Georg Friedrich Händel und seiner Musik. 
Zum nächsten Termin am 17. März wird sich Sabina Wadenpohl, Rektorin der Erich-Kästner-Realschule, damit beschäftigen, wie Schulen in Offenburg Zeichen setzen und einen eigenen Aktionstag zum Thema Klimaschutz anstelle von „Fridays for future“ veranstalten.

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