Offenburg

Abend im Salmen ehrt Mundartdichter Rudolf Vallendor

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red/cw
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14. Juli 2018

Freuen sich auf das Programm zum 100. Geburtstag von Rudolf Vallendor am Freitag, 20. Juli, 19 Uhr, im Salmen (von links): Carmen Lötsch, Fachbereichsleiterin Kultur Stadt Offenburg, Margot Müller, Vorsitzende der Muettersproch-Gsellschaft Offenburg, Roman Vallendor, Monika Röschmann, Muettersproch-Gsellschaft, und Roswitha Vallendor. ©Kulturbüro

Mit einem abwechslungs- und umfangreichen Programm wird am Freitag, 20. Juli, um 19 Uhr im Salmen an den Offenburger Heimatschriftsteller und Mundartdichter Rudolf Vallendor erinnert, der am 6. Juli 100 Jahre alt geworden wäre. Der Abend steht unter dem Motto »Des un sell us de Ortenau«.

Mit dabei sind »Im Hubbes sini Kumbel«, die Muettersproch-Gsellschaft sowie Otmar Schnurr alias »Nepomuk de Bruddler«. Veranstalter ist die Muettersproch-Gsellschaft in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg.
Von der Alt-Offenburger Vorstadt, dem Stroßefeger, dem Bähnle, von vielen Offenburger Gestalten wie Jakob Ruck und seinen »Mädchen«, dem Kaltloch-Wirt, vum Schnaige oder der Inflationszeit – das alles und vieles mehr hat der Offenburger Heimatschriftsteller und Mundartdichter Rudolf Vallendor in lebendiger nieder­alemannischer Sprache, aber auch in Hochdeutsch in seinen beiden Bändchen »Alt-Offenburger-Geschichten« zusammengetragen. Dies geschah auf Bitten seiner Kinder Roswitha und Roman, die ihn vor über 30 Jahren dazu drängten, um der Nachwelt ein Stück Offenburger Geschichte zu hinterlassen, teilt das Kulturbüro mit.

»Köstliche Erzählungen«

»Köstliche Erzählungen und Geschichten aus alten Tagen der Offenburger Kleinstadtzeit werden zu Zeitzeichen. Liebenswertes, durchweg noch Selbsterlebtes, holt es aus der Vergangenheit hervor, Episoden von menschlich Unzulänglichem, aber auch Nachdenkliches und Heiteres«, kommentierte der legendäre OT-Redakteur Willi Reimling bei der Vorstellung des ersten Bändchens.

Die Nachfrage für dieses Bändchen war so groß, dass die auf 1000 Stück limitierte Auflage schnell vergriffen war und eine zweite Auflage im Reiff-Verlag Offenburg gedruckt wurde. Bis nach Australien, Kanada, Argentinien und Brasilien machten die Vallendor-Bändchen ihre Reise, als Grüße aus der alten Heimat.

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Der schriftstellerische Einstieg gelang Rudolf Vallendor mit den legendären »badische Gerichte«-Büchlein – Bohnesupp, Erbsebrei, Brägeli. Darauf folgte Eigenerlebtes mit »De Ähni un sinni Enkel«. In dieser Schaffensperiode entstand das Gedichtbändchen »Goldener Tag« mit Betrachtungen zur Natur, aber auch zur Abhängigkeit der Menschen von der Natur, charakterisiert in den vier Temperamenten.

1997 erschien der Band »Wundersame Heimat Ortenau« mit Bildern schönster Landschaften und Bauernhäuser des Fotoreporters und Kunstmalers Max Köhler.
Im Laufe seines rastlosen Schaffens erschienen rund 20 Bücher, 1500 Kurzgeschichten, 30 alemannische Hefte und zehn Hefte religiös-philosophischen Inhalts.

Zu seiner Vita:

  • Rudolf Vallendor, geboren am 6. Juli 1918 in Baden-Baden, ab dem zweiten Lebenstag wohnhaft in Offenburg, gestorben am 6. November 2014 in Offenburg.
  • Über 40 Jahre Mitglied der Muettersproch-Gsellschaft zur Pflege der alemannischen Mundart.
  • Dichterlesungen bei der Muettersproch-Gsellschaft und anderen Veranstaltungen.
  • Regelmäßige Beiträge im Heft der Muettersproch-Gsellschaft.
  • Autorenbeitrag im Buch »Rollwagen«.
  • Veröffentlichungen von Gedichten und Geschichten im Offenburger Tageblatt über Jahrzehnte sowie Beiträge bei Hitradio Ohr.
  • Mitwirkung beim Video über die Präsentation der Stadt Offenburg.
  • Stadtführungen für die Stadt Offenburg in der Innenstadt, gelegentlich auch für Straßburg von 1978 bis 1990.
  • Gedichtbeitrag beim SDR Freiburg.

INFO: Karten gibt es im Vorverkauf im Bürgerbüro am Fischmarkt oder an der Abendkasse im Salmen.

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