Offenburg

Adieu, Stegermattbad!

Florian Pflüger
Lesezeit 2 Minuten
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14. März 2015
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Freier Blick auf die Baustelle: Zum ersten Mal seit 1937 wird es im Sommer in der Stegermatt keine Badegäste geben. Stattdessen sind die Bagger am Werk – derzeit noch beim Abriss des Stegermattbads, dann beim Bau des neuen Freizeitbads. ©Ulrich Marx

Eine fast 78-jährige Geschichte geht zu Ende: Das Offenburger Stegermattbad ist in den zurückliegenden Wochen abgerissen worden, um Platz für das neue, 36,6 Millionen Euro teure Freizeitbad zu machen. Dessen Bau beginnt offiziell mit dem Spatenstich am nächsten Dienstag.

Offenburg. Ein bisschen Wehmut überkommt Friedrich Hauß dann doch, wenn er über das staubtrockene Gelände mit den vielen Schutthalden blickt. »Gefallen hat mir’s hier«, sagt der Bereichsleiter Bäder bei den Technischen Betrieben (TBO) über das Stegermattbad, das nun dem neuen Freizeitbad weicht. Aber natürlich betont er auch, dass er aus beruflicher Sicht die »Krankheiten« des alten Bads kenne: Die vielen Reparaturen, immer wieder kaputte Fliesen nach dem Frost – »es war ein Fass ohne Boden«.
Mit dem offiziellen Spatenstich am Dienstag, 17. März, um 15 Uhr geht endgültig ein Stück Offenburger Stadtgeschichte zu Ende, ein neues Kapitel beginnt. Von dem am 6. Juni 1937 eröffneten Freibad, dessen 75. Geburtstag 2012 noch groß gefeiert worden war, wird fast 78 Jahre später nichts mehr übrigbleiben. Einige wenige Elemente finden noch Verwendung, wie die Rutsche, die im neuen 36,6-Millionen-Bad einen Platz erhalten soll, oder die Startblöcke, die die Gemeinde Durbach für ihr Schwimmbad übernimmt.

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Hohe Schutthaufen
In den zurückliegenden Wochen wurden zunächst die Gebäude mit den Umkleidekabinen und den WCs entkernt und die Dächer abgetragen. Dann waren die Becken an der Reihe. Dort galt es, das Edelmetall auszubauen, bevor es mit schweren Presslufthämmern an den Beton ging. Die Schutthaufen, die sich nun um die Becken türmen, würden wohl bis zum Drei-Meter-Brett reichen.
Neben den Mitarbeitern der Firma Rino aus Renchen, die mit dem Abbruch betraut ist, war in dieser Woche übrigens auch ein Mann mit einem ungewöhnlichen Auftrag am Werk: Der Landschaftsplaner Hans-Joachim Zurmöhle suchte das Gelände nach Fledermäusen ab. Schließlich stehen die Tiere unter besonderem Schutz – und können sogar für einen Baustopp sorgen. Was das anbelangt, konnte der Fledermaus-Experte aber erst einmal Entwarnung geben.

Hintergrund

Der Zeitplan

Mit dem Spatenstich am Dienstag, 17. März, beginnt offiziell der Bau des neuen Offenburger Freizeitbads, das zur Badesaison 2017 fertig werden soll. Der Bau ist in zwei Abschnitten geplant: Der erste Abschnitt mit den wesentlichen Elementen des Freizeitbads soll bis Juni 2017 abgeschlossen sein. Das Hallenbad, das bis dahin ganzjährig geöffnet bleiben soll, wird dann abgerissen und macht Platz für das Kleinkinderbecken oder den Sportbereich.

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