Neue Konzepte und viele Termine

Althistorische Narrenzunft geht gestärkt in die neue Kampagne

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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12. November 2019

Glückliche Gesichter bei der Althistorischen Narrenzunft (von links): Vizezunftmeister Mike Harter, Schriftführer Jürgen Becker, Zunftmeister Thomas Decker, die Geehrten Petra Handrack, Eberhard Killius, Jessica Teichmann, Martina Benz, Patrick Litterst und Marc Gajek, Vizezunftmeister Axel Schirrich und Säckelmeisterin Iris Panther. ©Volker Gegg

Die Althistorische Narrenzunft geht nach ihrem Zunftjubiläum, das dieses Jahr groß gefeiert worden ist, gestärkt in die neue Kampagne. Neue Konzepte für Zunftveranstaltungen sind auf den Weg gebracht worden, und der Terminkalender der Althistorischen für die kommenden Monate ist prall gefüllt.

Die Fasent 2019 war für die Mitglieder der Althistorischen Narrenzunft mit dem Narrenteffen und den Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen eine ganz besondere Kampagne. Dies zeigte sich auch am Montag in der Hauptversammlung. Selbst in einem Jahr, in dem keine Wahlen anstehen, reichte der renovierte Narrenkeller unterm Ritterhaus kaum aus, um sämtlichen erschienenen Mitgliedern und Narrenfreunden einen Sitzplatz zu bieten. „Wenn das so weitergeht, müssen wir anbauen“, scherzte Ranzengardist Josef Menzer beim Blick auf die vollbesetzten Stuhlreihen. 

Die intensiven, sich über fast vier Jahre erstreckenden Vorarbeiten für das große Narrenjubiläum, verbunden mit einem im SWR-Fernsehen live ausgestrahlten VSAN-Landschaftsreffen, hätten sich wahrlich gelohnt, wie Zunftmeister Thomas Decker bilanzierte. Auch das Wetter zum Jubiläumswochenende passte wie bestellt und so quoll die Stadt an beiden Tagen fast über mit Hästrägern und Besuchern. 

Enger Zusammenhalt

„Das Jubiläum hat auch dazu geführt, uns enger als Zunftfamilie zusammenzuschweißen“, so Decker, der sagte: „Das war für mich einfach Gänsehaut pur.“ Er wisse, dass einige auch an ihre Grenzen gekommen seien. 

Trotz Zunftjubiläum wurde der „normale“ Narrenfahrplan der Zunft ohne Abstriche durchgeführt. Die drei Kellerabende unter dem Motto „Campingspaß am Kinzigstrand“ waren ausverkauft und genauso ein Erfolg wie die Redoute in der Reithalle. Ebenfalls keine Sorgen zu machen brauche man sich bei der Kinderfasent. Bei der Jugenddisco „Judanzo“, bei der Kultparty sowie beim Zunftball mussten gegenüber dem Vorjahr in puncto Besucherzahl leichte Abstriche verbucht werden. Allerdings wird derzeit von der Zunft für jede dieser Veranstaltungen ein neues Konzept entwickelt, das teilweise schon 2020 umgesetzt werden soll. 

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Nach Bad Cannstatt

Im vergangenen Jahr besuchte die Zunft das Landschaftstreffen in Wangen im Allgäu, 2020 geht es zum großen Narrentreffen nach Bad Cannstatt, zum Landschaftstreffen nach Pfullendorf sowie am Fasentsonntag zur Narrenzunft nach Hausach. Beim Narrentreffen wird auch die Stadtkapelle Offenburg dabei sein. 

Die Kuchiobende im kommenden Jahr stehen unter dem Motto „Närrischer Jahrmarkt im Narrenkeller“, während Decker das Thema der Redoute noch nicht verraten wollte. Mit Terminen voll gepackt ist jedenfalls der Narrenfahrplan für die kommende Kampagne, den die Anwesenden gleich in Empfang nehmen konnten. Freud’ und Leid wechseln sich bekanntlich ab: in einer Schweigeminute erinnerte Decker an die verstorbenen Mitglieder, so musste die Zunft vor wenigen Tagen von ihrem Ehrenzunftmeister Horst Junker Abschied nehmen. 

In Reimform präsentierte Säckelmeisterin Iris Panther die Zahlen des Geschäftsjahres 2018, wobei die Ausgaben fürs Zunftjubiläum dafür sorgten, das ein Minus verbucht werden musste. Dieses sei allerdings schon wieder ausgeglichen. 

EHRUNGEN: Mit dem Zunftabzeichen in Bronze für elfjährige Aktivität wurden Jürgen Becker, Daniel Schreiner, Jessica Teichmann und Patrick Litterst ausgezeichnet. Das Zunftzeichen in Silber (22 Jahre) erhielten Petra und Thomas Handrack. Für 33-jährige Aktivität mit dem Zunftabzeichen in Gold wurden Martina Benz, Ulrike Klär-Dissars und Marc Gajek bedacht. Über ein halbes Jahrhundert, also närrische 55 Jahre, sind Eberhard Killius und Kurt Staffa bei den Althistorischen aktiv. Sie sollen bei der Fasenteröffnung am 5. Januar noch einmal besonders geehrt werden.

Hintergrund

Neuer Bott, neue Aktive und neue Rollen

Nachdem der bisherige Zunftbott Gerhard Karrle sein Amt zur Verfügung gestellt hat, wird künftig Axel Schirrich als Bott agieren. Schirrich wird aber bei den nächsten Wahlen für das Amt des Vizezunftmeisters nicht mehr zur Verfügung stehen. 
Am Montag hat für elf Anwärter die zweijährige Probezeit für ihre aktive Mitgliedschaft begonnen. Vicky Weissbrodt, Marcel Haener, Linus Huber, Moritz Lötzbeyer und Felix Matt werden in der Ranzengarde ihre Probezeit beginnen, Patrick Hörth und Patrick Wurz im Fanfarenzug und Miriam Hörth, Emma Kast, Patrick Scharte und Celina Züfle in der Spättle-Gruppe. 
Petra Edenhofner, bisher bei den Spättle aktiv, wechselt zur Alde-Gruppe und Fanfarenspieler Thorsten Rittgerott in die Ranzengarde.

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