Geburtstag des Gesangvereins Frohsinn Elgersweier

Andächtig den 140. gefeiert

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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17. Oktober 2018

Die beiden Chöre des Frohsinn und der Kirchenchor St. Markus traten zum Höhepunkt gemeinsam auf. ©Hans Weide

Was hat der Gesangverein Frohsinn aus Elgersweier mit dem Fußball gemeinsam? Es ist das Gründungsjahr 1878. In diesem Jahr wurde nämlich in Hannover der erste deutsche Fußballverein, das heißt ein Zusammenschluss Fußball spielender junger Männer, und in Elgersweier der Gesangverein Frohsinn gegründet. 

140 Jahre ist die Gründung des Frohsinn her, und so feierte man in Elgersweier am Sonntag mit einer kirchenmusikalischen Andacht in der St. Markus- Kirche ein nicht alltägliches Jubiläum. Im Gegensatz zum Fußball haben die Menschen in Elgersweier, bevor ein Verein gegründet wurde, schon weitaus früher gesungen, nur hat man damals beschlossen, sich in einem Verein zusammenzuschließen. 

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Bis heute

Das hat Elgersweier mit vielen Gesangvereinen landauf, landab gemeinsam, denn die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts kann man als eine Blütezeit im Zusammenhang mit der Gründung von Gesangvereinen betrachten. Fast ausschließlich wurden sie als Männergesangvereine gegründet, und viele sind es auch noch bis heute.
Es mussten jedoch 96 Jahre seit der Gründung des Vereins Frohsinn vergehen, bevor sich auch in Elgersweier Frauen zum Chorgesang verbanden. Gemessen an den Zeitumständen kann man jedoch in diesem Fall von einer Vorreiterrolle sprechen. 1978, vier Jahre später, schlossen sich die beiden Chöre, die bisher schon oft gemeinsam gesungen hatten, endgültig zu einem gemischten Chor zusammen. Eine sinnvolle Entscheidung, da es viele Männerchöre, die diesen Schritt nicht wagten, heute nicht mehr gibt. Auch im Elgersweierer Chor  sind inzwischen die Frauen in der Überzahl.
Es dürfte wohl selbstverständlich sein, dass im Rahmen eines so großen Jubiläums gesungen und musiziert wurde. Das geschah durch den Gastgeber, durch den Kirchenchor St. Markus und das Saxofonquartett Quartessenz. Zum Eingang sang der Chor Frohsinn passend zum Anlass »Zum festlichen Tag« von Helmut Bogenhardt. 
Nach Grußworten von Diakon Oliver Fingerhut  übernahm die Vorsitzende des Vereins, Gabriele Diehl, das Mikrofon: »Wir haben ein kleines, feines Konzert mit ausgewählten Liedern aus der 15-jährigen Dirigentenarbeit von Bettina Suhle für Sie ausgewählt«, sagte sie zu Beginn ihrer Moderation, mit der sie anschließend viel Hintergrundwissen zu den einzelnen Gesangstücken der beiden Chöre vermittelte. Mit drei klassischen Chorwerken wurden die Andachtsbesucher anschließend eingestimmt. Mit dem Saxofonquartett »Quartessenz« ging es dann instrumental weiter. 
Das war schwere Kost für das Publikum, aber die Freunde der klassischen Musik kamen voll auf ihre Kosten. Nach einem weiteren Auftritt des Chors des Gesangvereins mit vier Liedvorträgen, von einer englischen und schwedischen Volksweise über »An jenem Tag« bis »Leise sinkt die Nacht hernieder« von L. v. Beethoven, folgten vier Liedvorträge des Kirchenchors St. Markus unter der Leitung von Josef Bürkle. Obwohl an heimischer Stelle, waren sie diesmal nur Gastchor, was den Beifall der Zuhörer nicht minderte. 
Höhepunkt war jedoch der gemeinsame Auftritt von beiden Chören. Mit »Laudate omnes gentes« und der israelischen Volksweise »Hevenu shalom aleichem« fand das Konzert einen würdigen Abschluss.
Das letzte Wort hatte Gabriele Diehl, die der Gesamtleiterin des Konzerts, Bettina Suhle, dem Pianisten Adrian Sieferle, dem Leiter des Kirchenchors Josef Bürkle, den vier Saxofonisten sowie allen, die dazu beigetragen hatten, dass das Jubiläum für alle Beteiligten zu einem großartigen Erlebnis geworden ist, herzlich dankte.

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