Nur acht Ferienkinder

Ferienprogramm Hohberg: "Wir basteln Grußkarten und Schutzengel"

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06. August 2020

Monika Späth berät und hilft beim Ausschneiden im Diersburger Bürgersaal. Aimee, Jil Lotte und Max freuen sich darüber (von links). ©Klaus Krüger

„Wir basteln Grußkarten und Schutzengel“ im Hohberger Ferienprogramm. Dieses Mal hatte Monika Späth nur acht Ferienkinder in ihrem Kurs, der nächste muss 14 Tage warten.

Hier oben, im Bürgersaal des Diersburger Rathauses geht es ruhig und gesittet zu. Wer also erwartet hatte, dass sieben Ferienkinder den Kurs von Monika Späth nutzen, sich mal – fern von Zuhause – auszutoben, der irrt. „Ich habe eigentlich fast immer Glück mit meinen Kursen gehabt“, sagt Monika Späth. Auf rund 15 Jahre als Kursleiterin blickt sie zurück. Der hier heißt „Wir basteln Grußkarten und Schutzengel“. 
Zu normalen Zeiten waren es fünf Kurse je Ferienprogramm, also einer in der Woche. Nun sind es zwei, mit 14 Tagen Abstand. Und Kinder sind „max. 8“ zugelassen.

Figuren ausschneiden

Aber die sind diszipliniert. Max schneidet eifrig Figuren aus, die er auf einem Blatt von Monika Späth bekommen hat. Nur die großen soll er ausschneiden, weist sie ihn an, Was hier entsteht, sind Grußkarten in 3-D-Technik und Schutzengel. Dafür haben alle drei Stunden an diesem Dienstagvormittag Zeit. Sie haben spitze Bastelscheren und Pinzetten und Neugierde mitgebracht, eine Menge Motive zum Ausschneiden und die Verpflegung werden gestellt.

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„Ich habe viel Zeug, ich sammle ständig“, sagt Monika Späth. Das muss sie wohl auch, um die Kurse zu bestücken; ihre Schätze liegen zum Aussuchen auf langen Tischen ausgebreitet.

Die Kinder kommen an den Tisch von Monika Späth. Sie schneidet die Bildchen geradkantig zu, damit schon mal eine Seite stimmt. Die Scheren der kleinen Bastlerinnen und Bastler erledige dann den Rest. Die Kursleiterin ist fast ständig belagert, sie hilft, wo sie kann, ist ständig eingespannt. Immer wieder sagt sie: „Nur Geduld!“ Damit meint sie sicherlich die Kinder, aber vielleicht auch ein bisschen sich selbst.

Monika Späth schneidet auch selbst aus, sie macht das ganz offensichtlich gerne: „Wer möchte was?“ Jede und jeder kommt zu ihrem/seinem Recht.

Zu einem Jungen sagt sie später: „Du musst als arbeiten.“ Und da ist viel Wahres dran. Die ganzen Bildchen, die Karten, das ist ehrgeizig. Monika Späth erzählt von einem Jungen eines frühen Kurses, dass er während der drei Stunden acht Karren gebastelt hatte. Damit konnte er die halbe Familie beglücken. „Er hat nicht links geschaut, er hat nicht rechts geschaut. Er hat nur gebastelt. Und geschwätzt hat der vorbildliche Bastler auch nicht.“
Marlies ist da anders. Die junge Dame ist „schon ziemlich oft dabei“ gewesen, wie sie berichtet. Ihre Arbeitssachen, die Brezel, das Getränk – und die Bastelsachen wie Schere, Karte, Papier und Figuren hat sie ganz ordentlich auf dem Ende ihres Tisches platziert. Wer weiß, wo alles ist, hat es leichter. Aber für Marlies ist es vor allem Spaß, immer wieder dabei zu sein. Ist eigentlich logisch, „sonst würde ich nicht jedes Mal kommen.“

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