Nach Anschlag in Halle

Arbeitskreis interreligiöser Dialog spricht Mitgefühl aus

Autor: 
red/tap
Lesezeit 3 Minuten
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15. Oktober 2019

Karl Bäuerle ist Mitglied des Arbeitskreises. ©Archivfoto

Der Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg teilt in einer Stellungnahme sein Mitgefühl für die Betroffenen des Anschlags in Halle mit. Zudem machen sich die Mitglieder gegen menschenverachtenden Hass stark und kritisieren den Facebook- Kommentar von AfD-Stadtrat Taras Maygutiak.

„Wir fühlen mit den jüdischen Glaubensgemeinschaften auf die kürzlich ein antisemitischer Anschlag in Halle verübt wurde. Diesen verurteilen wir aufs Äußerste. Ein solcher Anschlag, ganz gleich ob gegen eine Religionsgemeinschaft oder gegen Privatpersonen, verstößt gegen die jedem Menschen innewohnende Würde. Daher gilt unser Mitgefühl auch all jenen Menschen, die schon zuvor unter dem menschenverachtenden Hass ideologisch verblendeter religiöser Fanatiker und Rechtsextremisten zu leiden hatten“, heißt es in der von Karl Bäuerle, Mitglied des Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg, verschickten Stellungnahme. 

Die Mitglieder des Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg „wollen Solidarität mit all denen ausdrücken, die für ein menschenwürdiges Zusammenleben der Kulturen, Religionen und Weltanschauungen eintreten. Wenn schon nicht aus religiösen Gründen oder aufgeklärtem Humanismus, so müsste doch wenigstens aus gesundem Menschenverstand klar sein, dass nie zu erzwingen ist, dass man alleine unter ,Seinesgleichen‘ auf der Welt, im Land, in der Region oder in der Kommune sein wird“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Leid und Zerstörung

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Andersdenkende oder Andersgläubige mit hässlichen Hasstiraden, persönlichen Angriffen oder Anschlägen ausschalten zu wollen, führe zu andauerndem Unfrieden, unsäglichem Leid und Zerstörung in einer Gesellschaft, niemals aber zu einer lebenswerten Gemeinschaft. Solche Menschen schaffen für keinen eine bessere Gesellschaft indem glauben, andere als ,Ihresgleiche‘ bekämpfen zu müssen, so die Mitglieder des Arbeitskreises. 
„Auch durch noch so aggressiv engstirniges Beharren auf die eigene, vermeintlich einzig richtige Ideologie oder Gesinnung lässt sich die – so glauben wir gottgefällige – Vielfalt auf Erden nicht auslöschen. Es wird – Gott sei Dank – nirgendwo die nur ,Ihresgleichen‘ geben“, schreiben die Mitglieder in der Stellungnahme.

Weiter heißt es: „Was können Bürger, die sich der Vielfalt des menschlichen Lebens erfreuen, tun? Wir müssen aufstehen und unser Gesicht zeigen und uns öffentlich den Verschwörungstheoretikern, die mit ihren Parolen subtil oder offen Hass säen, entgegenstellen.“

„Perfide Unterstellung“

Zum Facebook-Kommentar von AfD-Stadtrat Taras Maygutiak schreiben die Mitglieder des Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg: „Liest man zum Beispiel den inzwischen öffentlich gewordenen Kommentar des Herrn Maygutiak, so sei diesem entgegengehalten, dass perfide Unterstellung genau die Methode ist, die ,Ihresgleichen‘ zu noch mehr Hass aufstachelt.“
Der Arbeitskreis interreligiöser Dialog Offenburg drückt sein Mitgefühl für die Betroffenen des Anschlags in Halle aus und sagt deutlich „Stopp“ zu solch verächtlichen Kommentaren.
 

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