Appell gegen das »Denglisch«

Neulinge sorgten für viele Lacher beim Ichenheimer Fasent-Owe

Autor: 
Dieter Fink
Lesezeit 3 Minuten
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26. Februar 2019
Mit der »denglischen Sprache« beschäftigten sich die »Tratschwieber Next Generation« beim Fasent-Owe in der Langenrothalle in Ichenheim.

Mit der »denglischen Sprache« beschäftigten sich die »Tratschwieber Next Generation« beim Fasent-Owe in der Langenrothalle in Ichenheim. ©Dieter Fink

Zum 41. Mal fand am Samstag in der aufwendig dekorierten Ichenheimer Langenrothalle der Fasent-Owe der Interessengemeinschaft der örtlichen Vereine statt. Dabei wurde so allerhand aufs Korn genommen – aber auch Probleme aus dem Ort kamen zur Sprache.

Charmant führte Simone Reichenbach durchs bunte närrische Programm beim 41. Fasent-Owe der Interessengemeinschaft der örtlichen Vereine in Ichenheim. Los ging der Abend mit den »Hip-Hop-Kids« des Turnvereins unter Leitung von Katrin Altmann, die mit einem flotten Tanz eröffneten und nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. 

Zum letzten Mal auf der Bühne war Roland Reichenbach als »der Ulrich vom MRSV«, der von seiner letzten Tour de France erzählte und mit dem E-Bike die Bühne betrat, weil es mit dem Rennrad nicht mehr geht. Er nahm den Brexit der Briten aufs Korn und machte deutlich, dass die AfD die Demokratie »mit Füßen tritt – und wie die motze, des isch grad zum...«.

Außerdem betonte er, dass »der Jochen« seine Sache als Bürgermeister sehr gut mache, Klartext rede, auf die Menschen zugehe und »ein menschlicher Politiker« sei. Er bedauere, dass »der Ralf als Ortsvorsteher uffhört« und sprach auf die Probleme im Ort an: So sei es »zum weinen« mit den Vereinen beim Straßenfest. Auch dieses Jahr hörten mit dem Gesangverein und dem Motor- und Radsportverein wieder zwei Vereine auf, »will sie kei Litt me hen«. Das Wirtschaftensterben gehe auch weiter. Jetzt höre »der Hechte« auf, der beim Kneipengottesdienst noch brechend voll gewesen sei. »Vielleicht ist der Weg in die Kirche zu weit, sonst gingen dort vielleicht auch mehr hin«, sagte Ulrich vom MRSV, bevor er sich mit einem »Tschau« verabschiedete, um »der Jugend Platz zu machen«.

Funkemariechen dabei

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Anmutig und nicht aus dem Programm wegzudenken sind die Funkenmariechen mit ihrem von Steffi Häs einstudierten Tanz. Auch die Neulinge Stefanie Rudolf und Marianne Siegenführ als »Tratschwieber Next Generation« kamen gut an. Sie nahmen das »Denglisch« aufs Korn und meinten unter anderem, »dass mir wieder meh Ditsch rede sollte«. 

Als »verrückte Frösche« überzeugte die Tanzgruppe »Next Step« unter Leitung von Nicole Rauch und Diana Juris. »Heile Heile Gänsle« hieß es bei Jörg Reichenbach, der ein ereignisreiches Jahr hinter sich hat. Er ist Vater geworden und zählte auf, was alles während Schwangerschaft, Geburt und danach los ist, brach ein Lanze für die Mamas und sang, dass er in »Ichene verliebt« sei, während die Besucher die erleuchteten Handys schwenkten. 

Mit dem Tanz der Missner Mädel endete der erst Programmteil unter Leitung von Luise Schröder. Mit dem Flash Dance der »Next Step«-Gruppe wurde der zweite Programmteil eröffnet. Zur guten Stimmung trug auch »Kätp’n Iglu« Harald Wendle mit

seinen Seemannsliedern bei, die Besucher sangen begeistert mit. 
Aus ihrem turbulenten Eheleben plauderten Kättel (Tamara Krämer) und Karlheinz Unterdorfer (Simon Lechleiter) »us Missne«. Spitze war auch die Damengarde aus Altenheim unter Leitung von Sofia Hansert. Ebenfalls die Lacher auf seiner Seite hatte Axel Fischer, berichtete und sang, dass ihn ein Freund über 50 bat, den Junggesellenabschied zu organisieren. Es folgte der Tanz »Oldschool alt und cool« der Ichener Hexe, die die Zugabe mit einem Getränkekisten-Tanz gaben. Zum Finale betraten alle Aktiven unter großem Applaus die Bühne. Den Schlusspunkt machten die Guggemusik »Scholledudler«. 

Die MVI-Fetzer unter Leitung von Jannik Herrmann begleiteten die Veranstaltung, bei denen auch Günter Bläsi als Sänger überzeugte.

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