Gengenbach

Auch ein Landeplatz für Rettungshubschrauber

Marc Faltin
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12. Februar 2016
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Der auf dem geplanten Junker-Neubau beantragte Sonderflugplatz sorgt für heiße Diskussionen in Gengenbach. Fabrikant Junker weist nun darauf hin, dass dieser Flugplatz in 25 Metern Höhe auch Rettungshubschraubern zur Verfügung stehe – sogar nachts. ©Marc Faltin

Zur Diskussion um den umstrittenen Hubschrauber-Landeplatz, den Fabrikant Junker für eine Neuansiedlung in Gengenbach zur Bedingung macht, ließ die Nordracher Maschinenbaufirma nun verlauten: Der Landeplatz stehe für Rettungshubschrauber rund um die Uhr zur Verfügung.

Der Stadtrat Gengenbach und der Ortschaftsrat Reichenbach erteilten Mitte Dezember 2015  mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen für einen Sonderflugplatz der Firma Junker auf dem geplanten Neubau im Gewerbegebiet beim L 99-Kreisel. Die Initiative »Fluglärm Junker Gengenbach«, bestehend aus acht Anwohnern und weiteren 17 Unterstützern, will bekanntlich verhindern, dass dieser beim Regierungspräsidium beantragte Hubschrauber-Landeplatz in 25 Metern Höhe genehmigt wird. Eine Gegeninitiative »Pro Gengenbach« sammelt nun Unterschriften von Bürgern, die sich für die Neuansiedlung der Nordracher Maschinenbaufabrik mit 300 angekündigten Arbeitsplätzen plus Akademie aussprechen. Zwar betont auch Dirk Knop als Sprecher der Initiative »Fluglärm Junker«, dass eine solche Neuansiedlung »eine tolle Geschichte für Gengenbach« sei, »aber nicht um jeden Preis«. 
Doch Fabrikant Erwin Junker unterstreicht stets, dass eine Neuansiedlung in Gengenbach ohne Hubschrauber-Landeplatz, der übrigens eine zweite Abstellfläche bieten soll, nicht umgesetzt werde.

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Nachts beleuchtet

Junker möchte in dieser längst großen Diskussion eines noch zu bedenken geben: Der firmen­eigene Landeplatz werde rund um die Uhr für Rettungshubschrauber zur Verfügung stehen. Der separate Aufzug des geplanten Akademiegebäudes ermögliche auch in Notfällen barrierefreie Zugänglichkeit. Junker erklärt weiter, dass der Landeplatz der einzige im Ortenaukreis sei, der nachts beleuchtet und somit auch nachts angeflogen werden könne. Hierdurch werde ermöglicht, dass Menschen, die nachts dringend auf ärztliche Hilfe angewiesen sind, vom firmeneigenen Landeplatz nach Strasbourg und in andere Kliniken geflogen werden können. Schließlich erklärt Junker, dass es ja auch sein könne, dass einer der Landeplatzgegner nachts einen Infarkt bekomme und dann auf einen Rettungshubschrauber in Gengenbach angewiesen sei.
»Pro Gengenbach« lädt für heute, Freitag, 19 Uhr, zu einem Meinungsaustausch im Gasthaus »Hirsch« ein und ist morgen mit einem Info-Stand auf dem Bauernmarkt.
Die Initiative »Fluglärm Junker« hat einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Luftverkehrsrechtsexperten eingeschaltet. Zwei weitere Rechtsanwälte würden zudem Einwendungen für Mandanten aus dem Gewerbegebiet erheben.

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