Durbach

»Auf die Mitglieder ist Verlass«

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
27. Oktober 2014

Vorsitzender Heiko Epting (rechts) und seine vielen jungen Helfer haben mit dem Bau eines neuen Vereinsheims für die Narrenzunft »Wildsaue vum Klingelberg›« begonnen. ©Volker Gegg

Noch 6000 ehrenamtliche Arbeitsstunden liegen vor ihnen: Am Samstag haben die Mitglieder der Narrenzunft »Wildsaue vum Klingelberg« den ersten Spatenstich für ihr neues Vereinsheim gefeiert. Die Gemeinde Durbach überlässt ihnen ein Grundstück in der »Bühlmatte« in Erbpacht. Am 11. 11. soll die Bodenplatte stehen, bis zur »richtigen Fasent« das erste Stockwerk.

Durbach. Ehrenamtliches Engagement für ihren Verein sind die Mitglieder der Narrenzunft »Wildsaue vum Klingelberg« gewohnt. So steht alljährlich mit dem Auf- und Abbau eines Festzelts im Umfang fast eines Oktoberfestzeltes für nur einen Veranstaltungsabend, dem Wildsauball, ein wahrlicher Kraftakt im Terminkalender. Doch was die 65 aktiven Mitglieder der Narrenzunft jetzt auf sich genommen haben, sprengt alle bisherigen Dimensionen: Seit Samstag stehen in den nächsten Monaten rund 6000 ehrenamtliche Arbeitsstunden vor ihnen.
Der Grund dafür: Die »Wildsaue« bauen in Eigenregie ihr neues Vereinsheim in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gewerbebiet »Bühlmatte«. Auf dem Gelände des ehemaligen Hundetrainingsplatzes sollen neben dem eigentlichen Vereinsheim auch Räume für das umfangreiche Zunftinventar entstehen. »Das gibt unser zweites Vereinsheim«, sagt  der Vorsitzende Heiko Epting.

- Anzeige -

Längerer Suchlauf
1992 bekam die Zunft nämlich ihr erstes Domizil im Hof des Gasthauses »Goldene Traube«. Der Vertrag lief 2013 allerdings aus, »und bereits vorher starteten wir im gesamten Ort einen Suchlauf nach einem neuen Domizil«, berichtet Epting. Diese Suche war schwieriger als gedacht. Erst mit dem jetzigen, im Besitz der Gemeinde befindlichen Grundstück fand man die ideale Lösung für das Raumproblem. Der Gemeinderat stellte das Gelände in Form eines Erbpachtvertrags mit einer Laufzeit von 50 Jahren zur Verfügung.
»Am 13. Oktober wurden mit Bürgermeister Andreas König die Verträge unterzeichnet«, verkündet der Vorsitzende. Der Vertrag beinhaltet darüber hinaus die Option auf eine Verlängerung um weitere 50 Jahre. Dies gab den Vereinsmitgliedern die Sicherheit zu investieren. Eine Mitgliederbefragung ergab für den Bau eine Zustimmung von über 80 Prozent. »Mit dem Sparen für dieses Bauvorhaben haben wir bereits vor  Jahren angefangen«, sagt Zunftmeister Stefan Serrer.
Am Freitagnachmittag haben nun 30 Zunftmitglieder bereits mit dem Erdarbeiten begonnen, der eigentliche Spatenstich fand am Samstagnachmittag statt. Auch Bürgermeister König war gekommen. Spaten für das Gruppenbild waren genügend da, und die Zunftmitglieder waren bester Laune.
Bis zum Beginn der Fasent am 11. 11. möchten die »Wildsauen« bereits die Bodenplatte gelegt haben, zum Start der eigentlichen Fasent soll der erste Stock des zweigeschossigen Vereinsdomizils stehen. Im Erdgeschoss soll dann genügend Lagerraum für die Vereinsutensilien vorhanden sein. Bisher sind die Requisiten der Zunft auf mehrere Lagerräume in Durbach sowie in der Region verteilt. »Zukünftig haben wir alles an einem Platz«, freut sich der ehemalige Zunftmeister Heinz Korndorff, der maßgeblich an der Planung mitgewirkt hat.
Im ersten Geschoss wird das eigentliche Vereinsheim untergebracht, samt Küche und sanitären Räumlichkeiten. Darüber hinaus ist auf dem Gelände auch genügend Raum für Parkmöglichkeiten vorgesehen. Finanziert wird das Bauvorhaben mit eigenen Mitteln, allerdings sind auch Fremdmittel notwendig. »Spenden nehmen wir deshalb sehr dankbar entgegen«, bemerkt Vorsitzender Epting.
Die Wochenenden der Zunftmitglieder für die nächsten Monate sind jedenfalls ausgefüllt mit genügend Eigenarbeit fürs neue Vereinsdomizil. »Das meiste, was wir hier erstellen, geschieht in Eigenarbeit, wir haben genügend Fachleute hier in der Zunft«, betont Epting. Und er sagt erfreut: »Auf unsere Mitglieder kann man eben bauen.«

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 5 Stunden
Offenburg
Offenbar weil er kein WLAN-Netz hatte, ist am Dienstagabend ein 18-jähriger Deutscher in Offenburg ausgerastet. Die Polizei musste zweimal anrücken, um ihn zu beruhigen – letztlich half aber nur die Gewahrsamzelle.
vor 7 Stunden
Offenburg
Ein 21-Jähriger hat am späten Montagabend eine Bar in der Offenburger Hauptstraße betreten und auf einen Gast eingeschlagen. Der 21-Jährige soll den 25 Jahre alten Mann darüber hinaus gegen die Brust gekickt haben. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.
vor 8 Stunden
Oststadt mit Leckereien versorgt
Für Generationen von Oststädtern war seine Bäckerei eine beliebte Anlaufstelle: Am heutigen Mittwoch feiert Bäckermeister Karl-Heinz Laug aus der Friedrichstraße seinen 70. Geburtstag.   
vor 9 Stunden
Projekt
Vom Bacchus über Traubenmotive, Stelen und Naturbildern bis zu den Hohe-Horn-Türmen reichten die Arbeiten, die im Rahmen der Projekttage in Fessenbach entstanden.
vor 13 Stunden
Offenburger Partnerstadt
Einen besonderen Stand gab es am Dienstag auf dem Wochenmarkt. Neben den Werres-Vögeln stand Aleksander Bauknecht aus Offenburgs Partnerstadt Olsztyn. Im Gepäck hatte er allerlei Infomaterial über seine Heimat sowie einige Produkte. Auch Oberbürgermeister Marco Steffens bekam ein Geschenk. 
vor 15 Stunden
Der Kinzigtäler
In Gengenbach verdichten sich die Hinweise, dass es im Bereich der Grünschnittanlage im Bereich der Brambachstraße einen Fuchsbau gibt. Morgens sollen sogar die Welpen in einem benachbarten Garten spielen, erreichte den Kinzigtäler diese Information. »Fix und Foxi« im Garten, das dürfte der Traum...
vor 15 Stunden
Aktionstag der Hundefreunde Biberach/Zell
Am Sonntag stand der Hund beim Hunde­sportverein Biberach/Zell im Mittelpunkt. Es gab einen bunten Mix aus Vorführungen und Mitmachaktionen. Und es wurde der schnellste Hund im Kinzigtal gesucht – und mit »Xena« gefunden.  
vor 15 Stunden
Krügers Wochenschau
Wer das Glück hat, mit einem Mops oder mehreren Möpsen zu tun zu haben, sieht die Welt mit anderen Augen. Andere Hunde auch. Am Ende bleibt einem nur noch die Philosophie übrig.
vor 23 Stunden
Jugend tritt bei Bundeswettbewerb an
Die Jugendgruppe der Trachten- und Volkstanzgruppe Schutterwald feierte einen großen Erfolg beim Bundeswettbewerb.
vor 23 Stunden
Ursache unbekannt
Zweimal sind seit Anfang Juni im Diersburger Talbach tote Fische gefunden worden. Die Anwohner haben es dokumentiert, die Polizei hat ermittelt – allerdings bleibt die Ursache ebenso im Dunkeln wie ein eventueller Verursacher.
18.06.2019
Geänderte Pläne
Der Ortschaftsrat akzeptiert die geänderten Pläne zur neuen Formenanlage von Karcher Guss.
18.06.2019
Führung
Von verschwundenen Glocken, uralten Linden und einigen Restaurierungssünden berichtet Margot Hauth bei einem Vortrag im Rahmen einer Reihe des Vereins Heimatgeschichte.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • 12.06.2019
    Storytelling von Reiff Medien
    Exakt bestimmen, wer meine Werbung sehen will und Produkte mit neuen Erzählformen und einflussreichen Gesichtern bewerben: Online-Marketing ist heute so kraftvoll wie nie – und die Experten von Reiff Medien Digital Natives unterstützen regionale Firmen auf diesem Weg.
  • Die Profis für Werbeanzeigen auf digitalen Plattformen (von links): Sebastian Daniels (Abteilungsleiter Digital Natives), Serkan Nezirov und Andreas Lehmann von Reiff Medien.
    12.06.2019
    Interview mit drei Experten
    Wie können sich Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung ihren Kunden präsentieren? Die neue Abteilung »Reiff Medien Digital Natives« bietet maßgeschneiderte Lösungen an und hievt regionale Firmen auf Plattformen wie Facebook und Instagram.
  • 30.05.2019
    Größtes Volksfest der Ortenau
    Vom 30. Mai bis 2. Juni läuft in Kehl wieder der »Messdi«. Das größte Volksfest der Ortenau mit seinen etwa 160.000 Besuchern wartet in diesem Jahr mit einigen Neuerungen auf.
  • 13.05.2019
    »Schöne Zeit« – der zeitlose Weingenuss
    Fruchtig, farbenfroh und voller Lebensfreude – so zeigt sich der neue »Schöne Zeit«-Weißwein der Durbacher WG. Der Name ist Programm und steht für zeitlosen Genuss für jedes Alter – aus dem Herzen des Durbachtals.