Gengenbach

Aufbau des Windparks unter Zeitdruck

Autor: 
red
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
01. Dezember 2016

Rolf Pfeifer (von links) von der endura kommunal und Carsten Kropp vom Investor Enercon informierten über den Stand der Dinge und die nächsten Windpark-Bauabschnitte. ©Stadt Gengenbach

Mit einer ausführlichen Bürgerinformation zum Windpark »Rauhkasten/Steinfirst« warteten die Vertreter der Stadt Gengenbach, der Stadtwerke und der beteiligten Firmen am Dienstagabend in der Gemeindehalle in Fußbach auf. Die Bürger hatten auch Gelegenheit, Fragen und Bedenken vorzubringen.
 

Bürgermeister Thorsten Erny, Geschäftsführer Rolf Pfeifer von endura kommunal, Carsten Kropp von der Enercon GmbH, Projektentwickler und Investor, Ortsvorsteher Wilhelm Schrempp und der stellvertretende Werkleiter der Stadtwerke, Jochen Brosi, nahmen zu allen Fragen von Bauarbeiten über Naturschutzmaßnahmen bis hin zur finanziellen Bürgerbeteiligung am Windpark Stellung, der zu einem beträchtlichen Teil auf Bermersbacher Gemarkung entsteht. Neben Gengenbach und Friesenheim ist die Gemeinde Hohberg durch die Zuwegung beteiligt.
Erläutert wurden auch die Gutachten zu Schallemissionen und Schattenwurf. Denn gerade die Gehrenhöfe in Fußbach und der Strohhof seien die Anwesen, die lediglich 800 bis 900 Meter vom Windpark entfernt liegen. »Hier wird man die Windräder bei bestimmten Wetterlagen sicherlich hören, wenn man auf der Terrasse sitzt«, verdeutlichte Rolf Pfeifer, Geschäftsführer der beratenden Firma und Ansprechpartner für die Bürger.
Von den beteiligten Firmen wurde vor allem moniert, dass die insgesamt 330 000 Euro, die Enercon für den Ausgleich des Landschaftsbildes an die in Stuttgart sitzende Stiftung Naturschutzfonds bezahlen muss, voraussichtlich nicht vor Ort, also in Gengenbach und Umgebung investiert werden, sondern anderswo und dies ausschließlich für Naturschutzprojekte. Hier waren sich alle einig, dass eine Investition in sinnvolle Projekt vor Ort, von denen auch die Bewohner einen Nutzen hätten, mehr im Sinne der betroffenen Bevölkerung wäre.

Möglichst schnell ans Netz

- Anzeige -

Weiter wurde mitgeteilt, dass in der zurückliegenden Woche das erste Fundament gegossen wurde. Die weiteren folgen in den nächsten Wochen, so dass bis Weihnachten alle Fundamente im Boden sind. Ab Januar werden bereits die ersten Teile für den Turmbau zu den Standorten gefahren, im März und April die Komponenten zusammengebaut, im Mai die Anlagen aufgestellt, damit sie im Juni startklar sein können.

Möglichst schnell ans Netz

Dieser Zeitplan »ist sehr ambitioniert«, betonte Kropp. Denn Ziel ist es, den Windpark so schnell als möglich ans Netz zu bringen, auch um Absenkungen der Einspeisevergütung nach dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu vermeiden und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu stärken. Dies geschehe auch im Sinne der Bürger, die sich am Windpark finanziell beteiligen können. Hier wurde deutlich gemacht, dass das Kapital der Bürger erst ab dem Zeitpunkt, ab dem die Anlagen in Betrieb gehen und damit Strom einspeisen, vergütet wird und nicht schon ab dem Zeitpunkt, wenn die Bürger das Kapital überweisen. Schon aus diesem Grund wird der Start der finanziellen Bürgerbeteiligung später sein. Geplant ist ein Zeitfenster ab Mitte Februar.
Mitte Dezember geht das eigens für den Windpark erstellte Internetportal online. Es dient der Information der Bürger, zeigt in Wort, Foto und Film den Baufortschritt. Möglichst im Januar soll es einen Tag der offenen Baustelle geben. »Hier sind dann auch die Experten vor Ort und erklären den Bürgern detailliert alle Module auf der Baustelle«, so Bürgermeister Thorsten Erny.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 29 Minuten
Viele Ehrenamtliche helfen
An vier Teststationen und mit Hilfe von 19 Teams testet die Stadt die Mitarbeiter der Kitas und in der Schulkindbetreuung auf Covid-19. Viele Ehrenamtliche und an vorderster Front das DRK und die Malteser helfen mit. 
vor 1 Stunde
Unternehmen Alu Richter bei Offenburg
Die Initiatoren der Gründung eines Betriebsrats bei Aluminium Richter hatten mit ihrer Klage Erfolg: Das Arbeitsgericht erklärte die Kündigungen am Freitag in seinem Urteil für unwirksam.
vor 2 Stunden
Hohberg
Das Netzwerk Flüchtlingshilfe Hohberg bilanziert ein Jahr Corona-Pandemie. Flüchtlinge leiden unter Kontaktbeschränkungen. Einzelbesuch im Lädele möglich. 
vor 2 Stunden
Offenburger Rechtsanwalt schätzt die Lage ein
Erst wurde eine Mieterhöhung angekündigt, dann kam die Kündigung: Peter Horvath muss mit seiner Praxis am Lindenplatz umziehen. Die Eigentümer rechtfertigen: „Die Miete war extrem niedrig.“
vor 3 Stunden
Amtsgericht Offenburg
Eine kaputte Beziehung und eine handfeste Auseinandersetzung brachten einen angeblichen ­Millionär vor das ­Amtsgericht Offenburg. Richterin Ute Körner steht ein langer Prozess bevor.
vor 4 Stunden
Offenburg
Von Magdeburg nach Trier, Maldovien, Göteburg und Serbien zieht es Christoph Heimel jetzt als neuen Teamleiter Integration nach Offenburg. Die Stadtverwaltung stellt den 33-Jährigen vor. 
vor 5 Stunden
Marketing-Club Offenburg
Beim digitalen Marketinglager des Marketingclubs Ortenau/Offenburg gab Performance Advertising-Experte Florian Litterst Informationen und Tipps zur Werbung auf sozialen Medien.
vor 6 Stunden
Richtlinien für Außengestaltung vor Geschäften und Lokalen
Der Gengenbacher Gemeinderat hat Richtlinien für die Außengestaltung vor Gastronomie und Geschäften verabschiedet. Mehr Platz für Fußgänger und schöne Optik sind angestrebt.
vor 7 Stunden
Durbach
Die Premium-Wanderwege in Durbach ziehen immer häufiger auch Gruppen mit Bollerwagen und Soundgerät an. Von Lärm und Müll ist besonders der Gebirger-Höfe-Weg betroffen. 
vor 8 Stunden
Offenburg
Die Bronzefigur, die normalerweise in der Offenburger Steinstraße steht und Franz Burda in seiner Paraderolle als „Andres“ verkörpert, ist wieder komplett. Bereits mehrfach wurde der Gehstock geklaut.
vor 9 Stunden
Bewerbung zur ELR-Schwerpunktgemeinde
Die Gemeinde Durbach will Schwerpunktgemeinde des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum werden. Eine digitale Bürgerwerkstatt ist für Freitag von 17 bis 20 Uhr geplant.
vor 10 Stunden
Offenburg
Am Donnerstag ist es an einem Kreisverkehr in Offenburg zu einem Zusammenstoß zwischen einem Lkw und einem Mini-Fahrer gekommen. Der Schaden beträgt 13.000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Motivierte Mitarbeiter, die gern zur Arbeit kommen, sind das Rückgrat der Hermann Uhl KG Ortenau. Das Team sucht Verstärkung: Also, bewerben!
    vor 4 Stunden
    Mit den Betonerzeugnissen der UHL KG wird das Zuhause erst richtig schön
    Bei uns ist es am Schönsten! Haus und Garten sind so individuell wie die, die darin leben: Sie sind Rückzugsort, Wellnessbereich oder Sterne-Restaurant. Spätestens die Pandemie hat uns wieder in die Sinne gerufen, wie wichtig der heimische Garten ist und wie er beruhigt, wenn er schön und...
  • Ware vorab bestellen und abholen. Das ist via ClickCollect möglich. Aber das ist nur ein Weg über den der Kehler Handel die Kunden erreicht.
    02.03.2021
    Lockdown hin oder her: Immer für die Kunden da
    Die Einkaufsstadt Kehl ist für ihre Kunden da – Lockdown hin oder her. Die Händler und Gastronomen haben viele Wege über Telefon, online und die neuen Medien gefunden, wie sie ihre Kunden erreichen. Die breit angelegten Videokampagne „Kehl bringt’s“ von Kehl Marketing fächert die Leistungsfähigkeit...
  • Sie suchen Arbeit in einer Region, in der andere Urlaub machen? acrobat Personaldienstleistungen in Achern rekrutiert Fachkräfte für Firmen in Baden.
    01.03.2021
    acrobat GmbH: Aus der Region für die Region
    Die starke Wirtschaft in Baden braucht einen starken Partner: die acrobat GmbH in Achern bietet Arbeitgebern ein maßgeschneidertes Dienstleistungspaket rund ums Personalmanagement und ist in der Region fest verwurzelt. 
  • Coole Berufe und prima Zukunftsaussichten: Die HUBER-Azubis sind eine super Truppe.
    27.02.2021
    Mit HUBER Kältemaschinenbau in die Zukunft starten
    Präzision in allen Temperaturbereichen: Dafür steht die Peter Huber Kältemaschinenbau AG in Offenburg. Genauso spezialisiert wie die Temperierlösungen für Forschung und Industrie sind die Ausbildungsberufe, die der Technologieführer aus der Ortenau bietet.