Offenburg

Ausschuss beriet über Mobilitätsstation an Hochschule

Autor: 
Dominik Kaltenbrunn
Lesezeit 2 Minuten
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02. Dezember 2019

Eine Mobilitätsstation, hier am ZOB, könnte es in Zukunft auch an der Hochschule geben. Studenten sollen sich dort Räder und Pedelecs ausleihen können. ©Stadt Offenburg

 Bei der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses berichtete Mathias Kassel, Leiter der städtischen Stabsstelle „Mobilität der Zukunft“ von neuen Ansätzen beim Thema Verkehr.
 

Kassel berichtete etwa von Gesprächen mit Wirtschaftsunternehmen in Elgersweier. „Das überraschende Ergebnis war, dass etwa 70 Prozent der Mitarbeiter in einem Umkreis von 15 Kilometern der Firma wohnen, aber trotzdem mit dem Auto kommen.“ Die Firmen störe das, da sie ihre Parkplatzflächen freikriegen wollen, so Kassel.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Ingo Eisenbeiß stellte fest, dass die Zahl 70 in der Beschlussvorlage oft auftaucht. „Auch bei den Studierenden an der Hochschule sind es 70 Prozent, die mit dem Pkw kommen, da stellen sich mir die Nackenhaare auf“, so der Stadtrat.

Kassel präsentierte das Projekt „Campusrad Offenburg“, mit dem in Kooperation mit der Hochschule unter anderem eine Mobilitätsstation an der Hochschule geplant ist. An der Mobilitätsstation sollen den Studierenden Stadträder und Pedelecs zur Verfügung stehen. „Am Schienenhaltepunkt Kreisschulzentrum soll eine Radverleihstation eingerichtet werden, weil dort heute schon eine beträchtliche Anzahl von pendelnden Studierenden ankommt“, heißt es in der Beschlussvorlage. Tobias Isenmann (Freie Wähler) begrüßte die geplante Kooperation mit der Hochschule. 

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Tiefgaragen-Stellplätze

Heinz Hättig (SPD) wies darauf hin, dass es im Winter sinnvoll sei, für Pedelecs Tiefgaragen-Stellplätze bereit zu stellen, „damit der Akku immer warm bleibt“. Er fragte, ob Studierende, die mit dem Rad zur Hochschule kommen, nicht belohnt werden könnten.

Kritisch zu der Idee äußerte sich Silvano Zampolli von der FDP. „E-Bikes haben eine hohe Geschwindigkeit und damit hohe Gefahr. Ich erlebe das täglich in der Lange Straße“, sagte er. „Ich verstehe nicht, dass Studierende Räder zur Verfügung gestellt bekommen sollen – die sollen sich selbst ein Rad kaufen.“ Auch für Fahrradhändler sei das sonst eine Konkurrenz, sagte der FDP-Stadtrat.

Taras Maygutiak (AfD) bezeichnete die Förderung von Pedelecs als „paradox“. Denn für die Akkus würden seltene Erden benötigt, so Maygutiak. Der AfD-Stadtrat sprach in diesem Zusammenhang von Kinderarbeit im Kongo. 
Die Beschlussvorlage, in der unter anderem über die Realisierung des Projekts „Campusrad Offenburg“ abgestimmt wurde, wurde bei zwei Gegenstimmen – Zampolli und Maygutiak – und ohne Enthaltung vom Verkehrsausschuss angenommen.

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