Offenburg-Waltersweier

Waltersweierer Wurzelbären unterhalten in voller Halle

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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20. Januar 2015

Begnadete Körper – das Männerballett der Waldwurz aus Albersbösch begeisterte mit einem schwungvollen Tanz.  ©Herbert Gabriel

Der Fasentbazillus greift um sich. Die Stimmung beim Bärentreiben in Waltersweier war der Beweis, dass die Fasententhusiasten infiziert sind und für Action in den Hallen sorgen.

Bereits in der fünften Auflage hatten die Walterschwierer Wurzelbäre zum Bärentreiben eingeladen, das den früher üblichen Zunftabend ersetzt. Und der Erfolg des Samstagabends gibt ihnen recht – die Ausstattung der Halle mit Stehtischen und kargen Sitzgelegenheiten ist eher dazu angetan, für Stimmung zu sorgen als eine sonst übliche Hallenbestuhlung. So drängten sich Hästräger und viele fantasievoll gekleidete »Zivilisten« vor allem vor der Bühne, wo ein Showprogramm geboten wurde, das keine Wünsche offen ließ.

Gute Laune

Immer blockweise rief Konrad Gaß die Akteure auf die Bühne, von wo dann das Feuerwerk der guten Laune auf den Saal übersprang. Beginnend mit einem Showtanz der Jungbären und dem schmissigen Auftritt der Tanzgarde der Windschläger Kleebolle, versprach der Abend viel – und hielt, was man erwartet hatte.

Showtänze mit den Mädels der Wierer Hexen, die losgelöst und schwerelos zu fremden Galaxien aufbrachen und den jungen Damen der Wolfonia aus Rammersweier mit einem Boxkampf der feinsten Art sorgten gleich zu Beginn für eine Augenweide. Die Späudis aus Niederschopfe zeigten, dass bei ihnen neben Schnupftabak auch der Tanz seinen Stellenwert hat und mit anderen Formationen den Vergleich nicht zu scheuen braucht.

Was auch von der Garde der Melram zu berichten ist, die seit Jahren zu den  Juwelen unter den Tanzgarden gehört und in der Freihofhalle die Zahl ihrer Fans aufstockte. Auch Männer können tanzen, wie die Waldwurz aus Albersbösch bewiesen und Freies Montenegro setzte mit seinem Showtanz noch eins drauf, ehe die Garde der Eckartsweierer Wölfe mit einem schmissigen Gardetanz die bereits zum Kochen gebrachte Stimmung vollends anheizten.

Nichts heilig

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Denn zwischenzeitlich hatten die Sauweidblechharmoniker aus Langhurst die Halle gerockt. Von Bill Haleys »Rock around the Clock« bis zur »Sweet Caroline« war ihnen nichts heilig und sie fetzten, was das Zeug hielt – einfach Guggemusik, wie man sie hören und erleben will.

Die Mohren aus dem Schutterwälder Ortsteil hatten ihre ins Häs gewandeten Tänzerinnen nach Waltersweier geschickt und zeigten, dass man auch mit Maske fetzig tanzen kann.

Die mittlerweile eingetroffenen Spättle der Althistorischen riefen zur Polonaise, ehe die Bläser und Trommler des Späudi-Fanfarenzugs aus Niederschopfheim den Abend beschließen durften.

Was sie mit einem stimmungsvollen »Sailing« begannen, endete mit einem furiosen Streifzug durch Südamerika. Was bewies, dass es nicht unbedingt »Carneval in Rio« sein muss, um die Zeit zwischen Dreikönig und Aschermittwoch stilvoll zu bewältigen.

Die Uhrzeiger standen auf 23.30 Uhr als auch die Bühne zum Tanz freigegeben wurde und die Besucher des Bärentreibens sich dort austoben konnten, wo zuvor noch junge Zunftmitglieder zeigten, mit welcher Hingabe sie ihrem Hobby nachgehen und wie sehr es ihnen am Herzen liegt, Freude zu bereiten.

Auch dies ein Grund, weshalb bei den Zunftgewaltigen nur zufriedene Gesichter zu sehen waren und die Gäste unisono bestätigten, dass es ihnen gefallen hat und sie kommendes Jahr zur nächsten Ausgabe des Bärentreibens in der Waltersweirer Freihofhalle wieder präsent sein werden.

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