Am Montag geht es los

Bahn baut 3000 Meter Lärmschutzwände in Offenburg

Redaktion
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21. April 2021
Neue Schallschutzwände wurden an den beiden Südring-Brückenwerken bereits 2020 gebaut.

Neue Schallschutzwände wurden an den beiden Südring-Brückenwerken bereits 2020 gebaut. ©Volker Gegg

Die Deutsche Bahn startet am Montag, 26. April, mit dem Bau von einer 3000 Meter langen Schallschutzwand. Die Offenburger sollen damit künftig vor dem Bahnlärm geschützt werden.

Die Deutsche Bahn baut in Offenburg eine rund 3000 Meter lange Schallschutzwand. Über das Lärmsanierungsprogramm des Bundes werden rund 7,6 Millionen Euro investiert. Ab Montag, 26. April, starten die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende August dauern werden. Das heißt es in einer Pressemitteilug der Deutschen Bahn. Während der Bauarbeiten kommen laut Pressemitteilung moderne, lärmgedämpfte Geräte zum Einsatz. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt der Bau der Schallschutzwände unter Sperrung der Gleise in der Nacht.

Die Schallschutzwand beginnt südwestlich des Stadtzentrums von Offenburg auf der Höhe des Bolzplatzes in der Königswaldstraße und endet auf der Höhe der Zähringerstraße 23 in Richtung Hauptbahnhof, heißt es weiter. Die Schallschutzwand werde eine Höhe von drei Metern erreichen und aus hoch-schallabsorbierenden Leichtmetall-Elementen bestehen.

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Der Bau einer weiteren Lärmschutzwand startet ab Januar 2022 an den Gleisen im Bereich Fasanenweg: Sie reicht laut Deutscher Bahn von der B 3-Brücke bis zum Ende des Fasanenwegs. Beide Schallschutzwände sollen die Anwohner entlang der Bahnstrecke vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. Auch weiter entfernt liegende Häuser und Wohnungen würden von der Wirkung der aktiven Schallschutzmaßnahme profitieren. Auch passive Lärmsanierungsmaßnahmen, wie der Einbau von Schallschutzfenstern oder -lüftern, seien geplant. Die Eigentümer der jeweiligen Gebäude werden vorab über Fördermöglichkeiten informiert. Das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ werde seit 1999 vom Bund gefördert. Damit sei seinerzeit die finanzielle Möglichkeit geschaffen worden, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Über 1,7 Milliarden Euro wurden seither laut Pressemitteilung in die Lärmsanierung von über 2000 Kilometern Schienenstrecke und rund 64 000 Wohneinheiten investiert.

Freiwillige Leistung

Allein im Jahr 2020 wurden über 75 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und Mittel in Höhe von rund 146 Millionen Euro verbaut. Bis zum Jahr 2030 soll die Lärmsanierung mehr als die Hälfte aller Anwohner an bestehenden Schienenwegen vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten, heißt es weiter. Die Lärmsanierung sei eine freiwillige Leistung des Bundes. Gefördert werden Schallschutzwände sowie schalldichte Fenster und Lüfter in Gebäuden. In Einzelfällen werden auch Dämmungen von Außenfassaden und Dächern teilfinanziert. Da die Lärmsanierungsmaßnahmen eine Wertsteigerung des Objektes bedeuten, tragen die Eigentümer ein Viertel der Kosten.

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