Offenburg

Barfußpfad ist ein Selbstläufer

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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10. Juni 2013
Regina Heilig - Juhu – beim Barfußpfad in Zell-Weierbach war Saisonstart. Aus diesem Anlass krempelten auch Ortsvorsteher Willi Wunsch und Jochen Basler, Geschäftsführer der Zeller Abtsberg eG und WG Gengenbach, die Hosenbeine hoch.

Regina Heilig - Juhu – beim Barfußpfad in Zell-Weierbach war Saisonstart. Aus diesem Anlass krempelten auch Ortsvorsteher Willi Wunsch und Jochen Basler, Geschäftsführer der Zeller Abtsberg eG und WG Gengenbach, die Hosenbeine hoch.

Der Barfußpfad Zell-Weierbach wurde für den Start der Saison schön hergerichtet. Kein einfaches Unterfangen beim Dauerregen der vergangenen Woche – aber jetzt ist beim Publikumsmagneten »klar Schiff«.

Offenburg-Zell-Weierbach. »Das Schöne an diesem Kleinod ist, dass es sich von allein weiter trägt«, freute sich Ortsvorsteher Willi Wunsch bei der diesjährigen Saisoneröffnung des Barfußpfades, der 2014 zehn Jahre alt wird.

Mit diesen Worten meinte er in erster Linie, dass der Barfußpfad ohne großen Werbeaufwand Jahr um Jahr zahlreiche Besucher anlockt, von denen viele aus Frankreich kommen. »Erst diese Woche waren wieder Gäste aus Frankreich da, die mit einer großen Schar Kindergartenkinder wieder kommen wollen – zwei Busse voll«, berichtete ein Helfer. Die genaue Zahl der Besucher kann nur geschätzt werden, denn für den Zeller Barfußpfad wird weder Eintritt verlangt, noch gibt es eine Zählschranke oder dergleichen. Es sind nur immer Barfußfreunde da, wenn die Helfer kommen, um den Pfad herzurichten.

Denn in dieser Hinsicht – das muss betont werden – trägt der Barfußpfad sich ganz und gar nicht »von alleine«: Ungesehen von den meisten Besuchern, die sich hier vergnügen, sind rund ums ganze Jahr viele fleißige Helfer dabei, Beläge nachzufüllen, den Weg von Verunreinigungen zu befreien und immer alles instand zu halten.

Sechs Jungen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren vom Fessenbacher »Haus Fichtenhalde«, angeleitet von den Betreuern Christian Zimmer und Simone Geppert, sind Woche für Woche hier und sorgen für »klar Schiff« – und das seit vielen Jahren. Sie haben sogar T-Shirts mit einem Aufdruck, der, wenn die Jungs sich in der richtigen Reihenfolge aufstellen, die Worte »Zeller Barfuß-pfad« ergibt.

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In diesem Jahr arbeiteten sie unter erschwerten Bedingungen: Der Dauerregen der vergangenen Wochen habe die beliebte »Matschkuhle« nicht prall gefüllt, sondern ausgewaschen, berichtete Zimmer. Sie musste von Grund auf neu angelegt werden. Aber wenigstens, scherzte Ortschaftsrat Richard Basler, der zur Eröffnungszeremonie am Freitag gekommen war, »haben sie immer gesehen, ob alles ›im Was-ser ist‹.«

Wenig Mittel – viel Effekt

Ehrengast war am Freitag Jochen Basler, Geschäftsführer der Zeller Abtsberg Winzer eG und der Winzergenossenschaft Gengenbach, dessen Vater vor zehn Jahren die Idee hatte, den Pfad anzulegen. Auch Josef Hauser, der am Freitag mit dabei war, gehört zu den Initiatoren, die nach dem Motto »wenig Mittel, viel Effekt« Zell-Weierbach diese Attraktion schenkten.

Ständige Verbesserungen

»Wir von der Gemeinde bemühen uns, in jedem Jahr etwas zu verbessern«, betonte Willi Wunsch. So wurde 2012 endlich das ersehnte öffentliche »Klo-Häusle« fertig, außerdem wurde die Sitzgruppe res-tauriert. Wunsch dankte den Gemeindearbeitern Manfred Kiefer und Martin Grimmig sowie Bürgerarbeiter Matthias Hemm, die hier »anpackten«.

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