Festakt im Oktober

Baugenossenschaft Gengenbach besteht seit 100 Jahren

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 2 Minuten
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20. April 2019

(Bild 1/2) Das Gebäude in der Leutkirchstraße 53/55 ist das älteste im Bestand der Gengenbacher Baugenossenschaft. ©Erich Fakler

Die Baugenossenschaft Gengenbach feiert in diesem Jahr ihre Gründung im Jahr 1919. Für Oktober ist ein großes Event im Klosterkeller angekündigt. Die Ziele von heute unterscheiden sich kaum von denen unmittebar nach dem Ersten Weltkrieg.
 

Bei aktuell 400 Mietwohnungsnachfragen sind die Aktivitäten der  Baugenossenschaft Gengenbach auch hundert Jahre nach ihrer Gründung wichtiger und aktueller denn je. Damals aber, am 17. April 1919, vier Monate nach Ende des Ersten Weltkrieges, bedurfte es einer gehörigen Portion sozialer Verantwortung, Weitsicht und Wagemut, um dieses Unternehmen auf den Weg zu bringen. Denn ein Ziel ist seit 100 Jahren gleichgeblieben: die Bürger Gengenbachs mit bezahlbaren und qualitätshaltigen Mietwohnungen zu versorgen. 

Jochen Lehmann, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft, beziffert die aktuelle Durchschnittsmiete aller 274 Wohnungen auf 6,24 Euro. Auf einer Gesamtwohnfläche von rund 20 000 Quadratmetern leben rund 500 Menschen. 350 Personen sind Genossenschaftsmitglieder.

Mitglied kann man aber erst nach Zuteilung einer Wohnung werden. Dann müssen fünf Genossenschaftsanteile zu je 300 Euro erworben werden. Auf diese Anteile wird eine jährliche Dividende von vier Prozent ausgeschüttet. Wenn Jochen Lehmann angibt, dass die Baugenossenschaft aktuell zu den »gesündesten Genossenschaften weit und breit« zählt, so war das in der Vergangenheit nicht durchgehend der Fall.

Besonders die NS-Zeit und die Belastungen des Zweiten Weltkrieges brachten die genossenschaftlichen Aktivitäten fast vollständig zum Erliegen. Zuvor hatten aber der erste Vorstand mit Johann Haas, Otto Ruprecht und Anton Platz unter Mitwirkung der Aufsichtsratsmitglieder Karl Andlauer, Karl Huber, Albert Köhler, Emil Lämmlein, Heinrich Lehman sowie Julius Roschach bis 1923 fünf Gebäude mit 20 Wohnungen errichtet.

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Alle Häuser saniert

Die Häuser standen in der Schiller- und Leutkirchstraße. Das Haus in der Leutkirchstraße 53/55 ist noch heute im Eigentum der Genossenschaft und wie alle anderen Gebäude energetisch aufgerüstet und saniert. Doch das Krisenjahr 1923 mit Inflation, Ruhrkampf und Hitlerputsch brachte Mieter und Genossenschaft gewaltige Schwierigkeiten.

Richtig aufwärts ging es dagegen im  Sog des sogenannten Wirtschaftswunders nach 1950. Im Jahre 1959 arbeiteten in den Firmen Gengenbachs, unter anderem der Dr. Herbrand KG, Schwarzwälder Kammgarnwerke GmbH, Spinn- und Weberei, Hukla-Werke und Registrierkassenfabrik Bauer 2304 Beschäftigte. Davon wohnten 578 in Gengenbach.
Diese Menschen brauchten Wohnungen. So konnten allein 1958 bis 1968 zehn Neubauten mit insgesamt 66 Wohnungen errichtet werden.

Heute sucht die Genossenschaft dringend Objekte, um der großen Nachfrage gerecht werden zu können. Am 17. Oktober wird die Baugenossenschaft Gengenbach im Klosterkeller ihr 100-jähriges Jubiläum gebührend feiern. 

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