Offenburg

Baumpfleger bearbeiten rund 150 Bäume in der Stadt

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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25. August 2015
Baumpfleger bringen auch heute noch die Bäume in der Friedenstraße in Form.

Baumpfleger bringen auch heute noch die Bäume in der Friedenstraße in Form. ©Christoph Breithaupt

Noch weitere zwei Wochen wird in der Offenburger Innenstadt in luftiger Höhe für Ordnung gesorgt: Drei Baumkletterer säubern die Bäume von alten oder wuchernden Ästen.

»Achtung, Fahrrad«, ruft Joe Bache in die Höhe. In orangefarbener Schutzweste und gelbem Helm plus Gesichtsgitter steht er an der Kreuzung Friedenstraße Ecke Hildastraße. Neben ihm warnt ein Schild vor »Baumarbeiten«.

Und die sind seit zwei Wochen in Offenburg in vollem Gang: Rund 150 Bäume soll Bache mit seiner Baden-Badener Firma »My Tree« wieder in Form bringen. Gestern hatte er sich die Lederhülsenbäume – auf Deutsch auch Christusdorn genannt – vorgenommen, die an beiden Straßenseiten in den Himmel ragen. »Sie sind rund 40 Jahre alt«, schätzt er. Solche Bäume seien in der Stadt beliebt, weil sie gegenüber von Abgasen und Luftverschmutzung besonders tolerant sind. Aber: Nach dem Rechten müsse man trotzdem regelmäßig sehen.

»Die toten Äste müssen weg, wegen der Verkehrssicherungspflicht der Stadt«, erklärt er. Zudem sollen die Bäume auch etwas eingedämmt werden: »Zweige, die an Fassaden oder Dächern stoßen, müssen ebenfalls runter«, sagt Bache. Drei Baumkletterer sind dabei, den Job in luftiger Höhe zu besorgen: sein Neffe und zwei weitere Baumpfleger. »So heißt der Beruf jetzt – früher nannte man sie nach der englischen Übersetzung ›Baumchirurgen‹, aber damit hat es nichts zu tun«, lacht Bache.

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Einen zweiten Mann hat er dabei, um die Durchgangsstraße zur City von der anderen Seite her abzusichern. Sobald Passanten auftauchen, werden die Arbeiten in ungefähr 20 Metern Höhe unterbrochen. Die Sägen stehen still, die Astscheren zwicken nicht mehr, und kein weiterer Ast kracht zu Boden. »Hier sitzt eine Katze hinterm Fenster und schaut zu«, freut sich einer, als er in der Zwangspause einen Stockwerk tiefer schaut. Der Stubentiger würde vielleicht auch gern in den Baumwipfeln umherturnen so wie die Männer, die mit grünen und roten Seilen gegen Unfälle gesichert sind. Am Boden stehen als Gegengewicht Säcke, sie selbst hängen in Sicherheitsgurten.

Als gerade niemand da ist, kracht von einem Baum tosend ein noch belaubter Ast zu Boden; nebenan kullert ein Stück trockenes Holz auf die Straße, der tote Ast wird scheibchenweise abgetragen. Krank sei der Baum deshalb nicht. Auch der heiße Sommer habe daran keine Schuld. Bache: »Es ist normal, dass Äste trocken werden.«

Extrem viele Radler

Und dann muss die Arbeit schon wieder kurz unterbrochen werden. »Hier sind extrem viele Radler unterwegs«, schreit der gebürtige Schotte. Vielleicht war Bache gestern Abend schon heißer. Heute wird die Maßnahme im Ostabschnitt der Friedenstraße fortgesetzt. Dort stehen weitere Lederhülsenbäume. Insgesamt gibt es noch rund zwei Wochen Arbeit in Offenburgs Baumwipfeln.

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