Offenburg - Zell-Weierbach

Bauprojekt in Zell-Weierbach liegt vorerst auf Eis

Autor: 
Christian Wagner
Lesezeit 2 Minuten
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28. Januar 2016

©Ulrich Marx

 Bei dem umstrittenem Bauprojekt im »Winkel 13« in Zell-Weierbach wird sich vorerst nichts tun. Das bekräftigte Bürgermeister Oliver Martini am Montagabend im Planungsausschuss und gestern in einem Schreiben an den SPD-Ortsverein Zell-Weierbach. 

Es werde keine Ausnahme von der Veränderungssperre erteilt, betonte Martini. Das habe man dem Bauherrn und Antragsteller bereits Anfang der Woche mitgeteilt.

Zweites Halbjahr 2016

Es mache aufgrund der Größe des Geltungsbereichs des Bebauungsplans »Winkel 2« keinen Sinn über Einzelprojekte zu diskutieren. Martini will stattdessen eine Gesamtbetrachtung vornehmen und innerhalb des Plangebiets unterschiedliche Festetzungen treffen, etwa zum Maß der baulichen Nutzung, um der jeweiligen örtlichen Situation und den planerischen Zielen gerecht zu werden. Erst wenn ein detailliertes Bebauungskonzept vorliege, werde die Verwaltung den Gremien die Erteilung einer Ausnahme von der Veränderungssperre empfehlen. Dies soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2016 soweit sein. Gleichzeitig will Martini eine historische Ortsbildanalyse erarbeiten lassen, um bei Begehrlichkeiten von Investoren besser entscheiden zu können.

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Denkmalgeschützt ja oder nein?

Für das Gasthaus »Sonne« habe die Stadt eine Anfrage beim Regierungspräsidium Freiburg gestellt, ob das Traditionshaus nun denkmalgeschützt ist oder nicht. Die »Sonne« ist laut Martini 2005 unter Denkmalgeschutz gestellt worden. Mit den Umbauplänen 2012 sei dem Gebäude dieser Status wieder entzogen worden. Nur sei der Umbau eben nie vollzogen worden, so Martini.
Ortsvorsteher Willi Wunsch merkte im Planungsausschuss an, dass er sich freue, wenn sich Leute generell für das Ortsbild in Zell-Weierbach einsetzten und nicht nur dann, wenn es um das Nachbargrundstück gehe. Eine vertretbare, der dörflichen Struktur angemessene und nicht städtische Dimensionen annehmende Bebauung sei wünschenswert, denn es gebe in Zell-Weierbach durchaus einen Bedarf für kleinere und barrierefreie Wohnungen, wie ihm ältere Menschen immer wieder signalisierten.
Kritik übte Wunsch daran, dass Zell-Weierbach bei der Vergabe von Baugebieten von der Stadt in den letzten Jahren nicht berücksichtigt worden sei. Das äußere sich nun in dem erhöhten Baudruck durch Investoren im Ort. »Ich habe gesagt, dass das zu Problemen führt«, betonte Wunsch.

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