»Sonne«-Architektenwettbewerb läuft

Bebauungsplan »Obertal«: Veränderungssperre verlängert

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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06. Dezember 2018

Um das »Sonne«-Areal in Zell-Weierbach umzugestalten, läuft derzeit noch ein Architektenwettbewerb. ©Archiv

Der Ortschaftsrat Zell-Weierbach hat mehrheitlich eine nochmalige Verlängerung der Veränderungssperre für das Areal des Bebauungsplans »Obertal« befürwortet. Ziel der Stadt ist es, den B-Plan bis Mitte 2019 als Satzung zu beschließen.

Seit zwei bis drei Jahren wird in Zell-Weierbach intensiv daran gearbeitet, die B-Pläne »Im Winkel II« und »Obertal« zu vollenden. Anfänglich wurden beide Verfahren parallel bearbeitet seitens der Stadt, aufgrund des komplexen Verfahrens dann doch getrennt behandelt. Während »Im Winkel II«, abgesehen von einer kleinen Einschränkung (wir werden noch berichten), vor der Vollendung steht, wird es beim Plan »Obertal« noch ein wenig länger dauern. Die Aspekte fasste Ortsvorsteher Willi Wunsch (CDU) in seinen einleitenden Worten zum Thema zusammen. Daniel Ebneth (Fachbereichsleiter Stadtplanung und Baurecht) und Maximilian Krebs (Bereich Stadtplanung und Stadtgestaltung) trafen konkrete Aussagen zu Sachstand und der weiteren Zeitschiene des B-Plans. 

Ebneth legte dar, die Verwaltung sei »der festen Überzeugung«, den Satzungsbeschluss bis voraussichtlich Mitte 2019 vorbereiten zu können. Danach könne es dann um eine Änderung im Teilberereich ehemaliges »Sonne«-Areal gehen. Um wie geplant vorgehen zu können, sei es jedoch notwendig, formal die geltende Änderungssperre nochmals bis zum April 2020 zu verlängern. Das sei auch das letzte Mal, dass dieser Trumpf gezogen werden könne. Anders übersetzt: Der Satzungsbeschluss müsse bis allerspätestens Frühjahr 2020 getroffen werden, ansonsten werde die Änderungssperre ihre Wirkung verlieren. 

»Dann wäre alle Arbeit umsonst gewesen«, merkte Ebneth an. Krebs informierte, dass der ausgelobte städtebauliche Wettbewerb für Architekturbüros, Ideen zur künftigen Gestaltung des ehemaligen »Sonne«-Areals zu liefern, gerade laufe. Die Sitzung des Preisgerichts habe aktuell stattgefunden, die Ergebnisse würden 2019 auch im Ortschaftsrat vorgestellt.

In der Fraktionsrunde sprach Gunther Abele (CDU) von »zwei Jahren harter Arbeit«, die »viel Geld und Mühe gekostet« hätten. Man sei, auch wenn der Rat nicht mit allen Inhalten und Rahmenbedingungen des Wettbewerbs einverstanden gewesen sei, gespannt auf dessen Resultate und Anregungen. Die CDU stimmte zu, ebenso die Bürgerliste Zell-Weierbach (BLZW), allerdings mit Einschränkung. Heribert Schramm erläuterte, dass die Fraktion »ein offenes Verfahren« wünsche, indem die Ergebnisse des Wettbewerbs erst einmal abgewartet werden, dann gegebenenfalls unmittelbar in den Plan eingearbeitet werden sollten. Auf diese Weise werde eine Sonderregelung für einen Investor vermieden. 

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Verzögerung

Daniel Ebneth warnte vor einem solchen Vorgehen. »Wenn wir die Ergebnisse des Wettbewerbs einarbeiten sollen, wird sich das Verfahren nochmals um ein bis anderthalb Jahre verlängern. Dann wäre ein Satzungsbeschluss bis Mitte des Jahres 2019 in keinem Fall mehr haltbar«, stellte Ebneth klar. 

Sieglinde Metzler (SPD) bezeichnete das Planverfahren bis zum aktuellen Punkt als »gut gelungen«. Es sei ein gravierender Unterschied, »ob man auf der grünen Wiese plant oder einen B-Plan über ein bereits bebautes Areal legt«. Zum »Sonne«-Areal bat sie darum, nicht gegen den eingeschlagenen Weg zu schießen und nicht zu vergessen, dass beim Areal nicht die gleichen Maßstäbe angelegt werden könnten wie bei anderen Gebieten. Die SPD stimmte ebenfalls zu. 

Der Antrag der Bürgerliste Zell-Weierbach, zunächst die Wettbewerbsergebnisse abzuwarten und dann in den Bebauungsplan einzuarbeiten, wurde bei 4:10-Stimmen mehrheitlich abgelehnt. Der nochmaligen Verlängerung der Änderungssperre wurde danach bei vier Enthaltungen der BLZW mehrheitlich zugestimmt.

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