Neuried

Bescheidenes Ergebnis: 141.600 Euro für Holz aus Gemeindewald

Autor: 
Dieter Fink
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juni 2018

Der Forstausschuss der Gemeinde Neuried zog die Bilanz des Forstjahres für den Gemeindewald. Wichtigste Einnahmequelle war der Holzverkauf. ©Dieter Fink

Der Forstbetriebsausschuss hat im Hinblick auf den Gemeindewald Neuried auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Der Holzverkauf brachte mehr als 141 600 Euro ein – ein bescheidenes Ergebnis.

Die Gemeinde Neuried verzeichnete für 2017 für ihren Wald einen Verlust von 31 000,15 Euro. Die Einnahmen betrugen insgesamt  251 558,60 Euro. Die Ausgaben beliefen sich auf 282 531,75 Euro, sagte Förster Gunter Hep­fer in der Sitzung des Forstbetriebsausschusses, die im Rathaus stattfand.

Wichtigste Einnahme war 2017 mit 141 668,99 Euro der Holzverkauf. Es wurden 3115,57 Festmeter Holz eingeschlagen, das sind mehr als  300 Festmeter weniger als die geplanten 3500 Festmeter. Man befinde sich mitten in der Aufarbeitung der Eschentriebsterbenkrankheit, deshalb wird der Hiebsatz weitgehend mit pilzerkrankten Eschen erfüllt. Trotzdem wird der Nachhaltigkeitshiebsatz von 3500 Festmetern nicht überhauen, es wird bei den anderen Baumarten eingespart, so Hepfer.
Die Einnahmen aus dem Holzverkauf sind mit 141 000 Euro relativ bescheiden, da der Stammholzanteil nur 18 Prozent betrug, also überwiegend Brennholz und Schlagraum verkauft wurde. 

Lokaler Brennholzmarkt

Erfreulich ist, dass der lokale Brennholzmarkt seit etwa vier Jahren größere Mengen aufnimmt als nach dem Sturm »Lothar«. »Dies erspart uns die Vermarktung in die Zellstoffindustrie. Vielleicht ist auch dies ein Ausdruck für die Solidarität mit unserem Gemeindewald«, sagte Hepfer.

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Die Kulturkosten sind im Jahr 2017 deutlich angestiegen, da die Vorbereitung, Pflanzung und die Pflege der zunehmenden Wiederbewaldungsflächen aufgrund abgängiger Eschen nun spürbar zu Buche schlägt. Im Altenheimer und im Ichenheimer Rheinwald wurden solche Flächen wieder bepflanzt, außerdem fand im Dundenheimer Wald im Dezember eine Bürgerpflanzaktion statt.

Bei Pflege gespart

Gepflanzt wurden vor allem die Baumarten Stieleiche, Traubeneiche und Schwarznuss. Wald- und Wegpflege wurde aus Kostengründen sehr sparsam betrieben. Im Dezember veranstaltete man in der Ichenheimer Christbaumkultur zusammen mit der Ichenheimer Grundschule einen Verkauf von Christbäumen zum Selberschlagen, was Nebeneinnahmen von 4000 Euro bescherte.

Die Verwaltungskosten sind relativ konstant. Das Betriebsergebnis im Produktbereich »Holzproduktion/Ökonomie« beträgt ein Plus von 3000 Euro. Die Aufwendungen in den Produktbereichen »Ökologie und Soziales« liegen bei 33 000 Euro. 
Das Gesamtbetriebsergebnis im Verwaltungshaushalt beträgt ein Minus von 31 000 Euro. Dieses wird aus den Rücklagen des Eigenbetriebs ausgeglichen.

Im Sommer 2017 wurde der Bestattungswald im Täuferwald eröffnet. Die Investitionen hierfür betrugen 2017 rund 113 000 Euro. Die Resonanz ist sehr gut: Die Führungen sind gut besucht, und 2017 gab es dort 34 Bestattungen. Weitere 15 Grabnutzungsrechte und fünf Familienbäume wurden reserviert, so die Information im Forstbetriebsausschuss.

Hintergrund

Ausweisung von Waldrefugien

Im Rheinwald liegen etliche Flächen, die aufgrund schlechter Standorte oder schlechter Erschließung zum Teil seit Jahrzehnten nicht mehr oder nur extensiv bewirtschaftet werden. 

Diese Flächen zeichnen sich durch einen hohen ökologischen Wert in Form von Strukturvielfalt, Artenvielfalt und seltene Arten aus. Zur natürlichen Weiterentwicklung und Bewahrung dieser Flächen für die Zukunft bietet sich die Einrichtung von Waldrefugien im Rahmen eines Alt- und Totholzkonzepts an. 

Im Vorfeld der Forsteinrichtung (Planung 2020 bis 2029), zu der bereits vorbereitende Arbeiten laufen, kann die Gemeinde im Rahmen der Eigentümerzielsetzung die Ausweisung solcher Waldrefugien vornehmen.    

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