Neuried-Altenheim
Dossier: 

BI gegen Tiefengeothermie im Schockzustand

Hans Geiger
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23. Dezember 2014
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Nachdem der Grundstückserwerb des Bohrunternehmens am Montag offiziell bekannt wurde, spricht Kuderer von einem »Schockzustand nach dem überfallartigen Kauf«, der seitens der BI herrsche. ©Ulrich Marx

Mit einer offiziellen Stellungnahme der Bürgerinitiative (BI) gegen Tiefengeothermie ist nach dem Neurieder Grundstückserwerb der Geysir Europe erst nach Weihnachten zu rechnen. Gründungsmitglied Ralf Kuderer spricht in ihrem Auftrag zur neuen Faktenlage.

»Der Gemeinderat Neuried habe mit der Kündigung des Pachtvertrages sicher erreichen wollten, dass Geysir Europe nicht bohrt.« Das sagt Ralf Kuderer, Neurieder BI-Gründungsmitglied, der den Widerstand gegen die geplanten Tiefenbohrungen der Geysir Europe anschob. Er äußert sich als Mitglied der BI gegen Tiefengeothermie gegenüber unserer Zeitung als Erster. Nachdem der Grundstückserwerb des Bohrunternehmens am Montag offiziell bekannt wurde, spricht Kuderer von einem »Schockzustand nach dem überfallartigen Kauf«, der seitens der BI herrsche. Der Kauf mache deutlich, wie Geysir Europe vorgehe, denn die Gemeinde sei damit schlichtweg übergangen worden.

»Die wollen uns vor Tatsachen stellen, nicht beteiligen«, warnt er. Die Möglichkeit der Beteiligung hätte laut Kuderer dann bestanden, wenn das Unternehmen die Grundstücks-Kaufoption nicht realisiert, sondern im kommenden Jahr neu mit der Gemeinde verhandelt hätte.

Schweigen und kaufen

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Außerdem hätte der Geysir-Europe-Geschäftsführer Curd Bems, der in der Altenheimer Info-Veranstaltung mit Minister Franz Untersteller (Grüne) in der vergangenen Woche anwesend war, mit offenen Karten spielen und schon dort angekündigen können, dass das Unternehmen das Grundstück noch vor Ablauf der Frist zu kaufen gedenke, anstatt zu schweigen.

Kuderer meint auch, dass bereits in Altenheim Gerüchte vom Geländekauf kursiert seien, wirklich glauben habe dies aber dennoch niemand können. Bestärkt sei diese Hoffnung  durch die Aussage von Minister Untersteller worden, dass eine Tiefenbohrung ohne nahe gelegenen Wärmeabnehmer wenig Sinn mache.

Neben dem Schockzustand sei da aber auch großer Ärger wie er auf der Facebook-Seite der BI ablesbar sei. Den gelte es jetzt gegen die Firma zu kanalisieren. Im kommenden Jahr heiße es, so Kuderer, mehr als zuvor gegen das Vorgehen von Geysir Europe zu widerstehen. Kuderer hat da insbesondere die hohe Dichte von Tiefengeothermie-Projekten in der Region im Sinn. Angesichts von mindestens vier Vorhaben im benachbarten Elsass »dürfen wir nun einfach nicht aufgeben«. Hoffnung gebe, dass die wasserrechtliche Genehmigung immer noch fehle, und das Projekt durch das Land immer noch zu stoppen sei. Auch läuft die Klage der Stadt Kehl noch.

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