Biberach

Gemeinde will Flüchtlingen »Schutz und Hilfe« bieten

Andrea Bohner
Lesezeit 3 Minuten
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05. Januar 2016

Biberachs Bürgermeisterin Daniela Paletta (links) bilanzierte am Neujahrstag das abgelaufene Jahr und kündigte auch für 2016 Investitionen an. ©Andrea Bohner

Zahlreiche Gäste waren zum Biberacher Neujahrsempfang gekommen, um mit Glühwein oder Punsch auf das neue Jahr anzustoßen und der Rede von Bürgermeisterin Daniela Paletta zu lauschen. Die bilanzierte ein »komplexes Jahr der Planungen und Umsetz­ungen«.

»2015 war ein planungs- und umsetzungsreiches Jahr«, bilanzierte Daniele Paletta am Spätnachmittag des Neujahrstags ihr erstes komplettes Amtsjahr. In seiner Komplexität habe 2015 Verwaltung, Gemeinderat aber auch die Bürger sehr stark gefordert.
Dazu trug auch jenes Thema bei, welches das zu Ende gegangene Jahr besonders stark charakterisiert hat: 17 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan würden bereits in Biberach leben, berichtete Daniela Paletta, weiter werde demnächst eine Familie mit acht Personen erwartet. Im Dezember habe das Landratsamt für 2016 die weitere Zuweisung von zehn bis 22 Personen angekündigt.

»In unserer Gemeinde werden die Flüchtling nicht mit Vorurteilen und Vorbehalten konfrontiert, sondern wir stellen uns gemeinsam dieser Aufgabe und bieten ihnen Schutz und Hilfe«, so die Bürgermeisterin. Hierzu gehöre, dass die Gemeinde gemeinsam mit der Bildungsregion Ortenau und dem Staatlichen Schulamt ein neues Integrationsprojekt im Lernzentrum Kinzigtal anstoßen möchte.

Einen Schwerpunkt der Neujahrsansprache bildete auch die Haushaltslage: »Wir haben einen Weg gefunden, damit die Gemeinde keine weiteren Kredite aufnehmen muss«, erklärte die Bürgermeisterin: »Wir werden einen Teil der alten Kredite ablösen und die Vorhaben durch vorhandene Rücklagen finanzieren«. Zwar hätten einige Projekte aus dem Haushalt 2016 gestrichen werden müssen, doch bedeute dieser Weg für Biberach keineswegs Stillstand. So solle in diesem Jahr der erste Schritt zur Umsetzung des neuen Friedhofskonzepts gemacht, die Löschwasserbevorratung in Prinzbach finanziert und Investitionen für den Breitbandausbau gestemmt werden.

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Beim Rückblick auf 2015 stand besonders das Thema »Ehrenamt« im Fokus. »An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an alle, die beim Bau dieser Anlage mitgeholfen haben«, bedankte sich die Bürgermeisterin bei allen Helfern, welche die Realisierung des Kunstrasenplatzes und die Sanierung der Leichtathletikanlage ermöglicht hatten, und versprach: »Wir werden dieses Gemeinschaftsprojekt mit einem großen Einweihungsfest feiern«.  

Straße wurde ausgebaut

Weitere Projekte 2015 waren der Endausbau der Straße »Am Sportplatz«, die Fertigstellung des Neubaugebiets »Hinter Kirchfeld II« sowie die Umsetzung der Löschwasserbevorratung im Emmersbach. Dank der Bürgerenergiegenossenschaft Biberach konnte die Straßenbeleuchtung in Prinzbach auf LED-Lampen umgerüstet werden.  

Zum Neujahrsempfang hatte Daniela Paletta zuvor neben vielen Biberachern und Prinzbachern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßt, so die Bundestagsabgeordnete Elvira Drobinski-Weiß und SPD-Landtagskandidaten Daniel Kirchner, den Landtagsabgeordneten Volker Schebesta, ihre Bürgermeisterkollegen Günter Pfundstein (Zell a. H.), Siegfried Huber (Oberharmersbach) und Bürgermeisterstellvertreter Günter Eble (Nordrach), weiter ihre Amtsvorgänger Wolfgang Bösinger und Hans Peter Heizmann sowie Ehrenbürger Ludwig Dilger und die Ortsvorsteher Klaus Beck (Prinzbach) und Albert Himmelsbach (Schönberg). Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Blas­orchester Biberach.

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