Ja im Gemeinderat

Biberacher Grundschule wird digitaler

Autor: 
Winfried Köninger
Lesezeit 2 Minuten
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16. Juli 2020

"Kinder sind Gäste, die nach einem Weg fragen": So lautet das Motto der Biberacher Grundschule. ©Dietmar Ruh

„Corona hat uns etwas anderes gelehrt“: Mit diesen Worten fasste Bürgermeisterin Daniela Paletta die Diskussion und die Abstimmung im Biberacher Gemeinderat am Montag über die Umsetzung von Maßnahmen zur Digitalisierung der Grundschule in Biberach zusammen.

Die Corona-Pandemie hat dem Thema „Digitalisierung in den Schulen“ einen zusätzlichen Schub verliehen. „Die Thematik war aber schon vor der Corona-Zeit in der Diskussion, und eine Verbesserung ist nach dem derzeitigen Stand der Technik in der Grundschule Biberach unaufschiebbar“, erklärte Fachbereichsleiter Nicolas Isenmann eingangs der Beratung zum Tagesordnungspunkt „Digitalisierung“.

Er führte weiter aus, dass die Ausstattung der Schulen mit einer zeitgemäßen und zukunftsfähigen IT-Infrastruktur eine wichtige Aufgabe der Kommunen als verantwortlicher Schulträger ist. Bund und Land stellen Fördermittel dafür in beachtlicher Höhe bereit.

Voraussetzung einer Förderung ist die Erstellung eines Medienentwicklungsplanes (MEP). Dieser wurde von der Gemeindeverwaltung in Abstimmung mit der Grundschule erstellt, und nach seiner Fertigstellung dem Landesmedienzentrum zur Prüfung und Bewilligung vorgelegt.

47 000 Euro Kosten

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Das Investitionsvolumen beträgt für die Biberacher Grundschule 47 000 Euro. Dieser Betrag könnte aus den beiden zur Verfügung stehenden Fördertöpfen vollumfänglich abgedeckt werden. „Die Digitalisierung ist für den Gemeindehaushalt somit ein Nullsummenspiel“, wie es Kämmerer Isenmann dem Ratsgremium vorstellte. Der Gemeinderat segnete das Vorhaben erwartungsgemäß einstimmig ab.

Grundschulrektorin Frau Alexandra Maginot war über „diesen technischen Lernmittel-Zuwachs“ höchst erfreut, sie bemängelte an der bestehenden Einrichtung vor allem die ungenügende WLAN-Ausrüstung sowie die „in die Jahre gekommenen Geräte“ an der Schule. EDV Unterricht beginnt schon in der ersten Grundschulklasse und wird bis zur vierten Klasse systematisch aufgebaut. „Die Corona-Pandemie hat nicht nur der Schule die Schwachpunkte aufgezeigt, sondern hat uns vor allem auch die Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung im IT-Bereich vor Augen geführt“, so die Schulleiterin.

Das Paket an Beschaffungen umfasst unter anderem 20 Notebooks für Schüler und zwei für Lehrer, fünf LED-Monitoren, einen neuen EDV-Server und ein komplettes WLAN-Netz. Daniela Paletta findet den Zeitpunkt der Investition derzeit günstig, weil am Förderrahmen jüngst noch einmal nachgebessert wurde. Eine frühere Investition hätte den Gemeindehaushalt finanziell stärker belastet.

Nicolas Isenmann berichtete, dass ein Förderprogramm in Vorbereitung, das mobile Endgeräte für Schüler aus sozial schwächeren Familien komplett übernimmt. Maginot sagte abschließend: „Das digitale Zeitalter nimmt für die Schulen immer mehr Fahrt auf. Das Lehrerkollegium wird den Biberacher Grundschülern mit der nun zur Verfügung stehenden Technik eine optimale Ausbildung gewährleisten.“

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