Siegfried Schilli malt "Alt-Biberach"

Bilder lassen das Biberach von einst aufleben

Autor: 
Inka Kleinke-Bialy
Lesezeit 2 Minuten
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11. September 2019

Bürgermeisterin Daniela Paletta und Siegfried Schilli vor einem seiner ausgestellten Werke. ©Inka Kleinke-Bialy

»Museum erleben« – unter diesem Motto hatte am vergangenen Sonntag das Biberacher Heimatmuseum Kettererhaus Jung und Alt zu einem besonderen Erlebnistag eingeladen. Großes Interesse fand im Rahmen des Museumstages auch die Ausstellung des Biberacher Hobbykünstlers Siegfried Schilli.

»Viele seiner Bildmotive zeigen den Ort noch so, wie ich ihn gar nicht kannte«, erklärte Biberachs Bürgermeisterin Daniela Paletta am Sonntagmittag bei der feierlichen Ausstellungseröffnung im Rahmen des Museumstages des Kettererhauses.
Die Vernissage fand im nebenanliegenden Rietsche-Saal statt, der im Laufe des Nachmittags ein reges Kommen und Gehen erlebte. Denn: 47 seiner Bilder hatte Schilli – gebürtiger Biberacher – für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt, die vom Historischen Ortsverein und dessen Vorsitzenden Josef Ringwald eigens für den Museumstag organisiert und von der Gemeinde unterstützt wurde.

»Sofort begeistert«

»Ich schaute mir seine Werke an und war sofort von seinem Können und den Bildern begeistert«, erklärte Paletta bei ihrer Begrüßungsrede, während Schilli in aller Offenheit betonte: »Ich bin kein Picasso.« 
Vor allem ehemalige Biberacher Gebäude und Einrichtungen wie beispielsweise die alte Kirche, die einstige bedeutende Brauerei Jehle, das damalige Kaufhaus Schmieder sowie das frühere Strandbad zeigen seine Acrylgemälde und regten insbesondere die ältere Generation zu Gesprächen über die Ortsgeschichte an, zum Austausch von Erinnerungen.

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Meist nach der Vorlage alter Postkarten oder Kalender malt der in Kürze Achzigjährige alte Ansichten seines Heimatortes. Womit er begonnen hatte, als er mit 60 Jahren auf einem Auge erblindet war und seinem Beruf als Malermeister nicht mehr nachgehen konnte.

Im Anschluss an die Ausstellung will er seine Werke nun der Gemeinde und dem Historischen Verein zur weiteren Verwendung überlassen. 

Im Ketterhaus selbst, dem Heimatmuseum, konnten Besucher bei einem Rundgang viel über frühere Lebensweise und Brauchtum erfahren. Darüber hinaus gab Susanne Büchler Einblick in das alte Handwerk des Spinnens, Werner Benz in die Schuhmacherei, Monika Heizmann in die Kräuterkunde.

Bewirtet wurde mit in der Uralt-Küche frisch Gebackenem und Gekochtem, das Duo »Blue Sky« unterhielt mit Gesang und Akkordeonklängen. Ein Bastelprogramm hielt auch die Kleinen unter den Gästen bei bester Laune.
Neben dem Dank an alle Beteiligten hob Bürgermeisterin Daniela Paletta besonders die Arbeit von Marlene Herrmann hervor, die »die gesamte Organisation dieses Tages federführend übernommen hat und auch ganzjährig unser Heimatmuseum in vorbildlicher Weise ehrenamtlich betreut«. »Dafür war und ist sie ungezählte Stunden im Einsatz«, lobte die Bürgermeisterin.

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