Umjubeltes Jahreskonzert in Berghaupten

Blasorchester erfüllte die hohen Erwartungen

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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16. Dezember 2019

Einer der Höhepunkte beim Jahreskonzert des Blasorchesters Berghaupten. Die Profimusiker beim „Klarinettenmuckel“: von links Zeno Peters, Melanie Huber, Daniel Gatz. ©Hans Weide

Berghauptens Bürgermeister Philipp Clever brachte es zum Schluss mit der Feststellung auf einen Nenner: „Ihr habt wieder Maßstäbe gesetzt“. Rund 450 Zuhörer in der Schlosswaldhalle dürften seiner Meinung gewesen sein. Das Jahreskonzert des Blasorchesters Berghaupten wurde für alle Beteiligten zu einem großen Erfolg.

Viele Faktoren haben am Samstagabend zum Erfolg beigetragen. Da wäre zunächst, dass die Erwartungen des bereits von ihrem Orchester durch viele vorangegangenen Jahreskonzerte verwöhnten Publikums in jeder Hinsicht erfüllt wurden. 
Hinzu kamen das hohe Niveau des Orchester mit erfahrenen, aber auch mit bereits leistungsstarken jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten und insbesondere die Auswahl des Programms mit konzertanter und beliebter Blasmusik. Auch wäre da der neue – aber in Berghaupten und insbesondere beim Orchester sehr bekannte – Dirigent Axel Berger, dem es gelang, das Programm mit dem Orchester entsprechend umzusetzen. 

Wenn dann noch mit Andreas­ Hacken ein Moderator, der mit viel Humor, aber dennoch sehr informativ vor den jeweiligen Stücken agierte, dazukommt, dürfte eigentlich dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen. 

Dennoch ist die Aufzählung nicht vollständig. Denn eine Besonderheit, nämlich der Umstand, dass dem Orchester fünf Profimusiker angehören, fehlt noch. Wie der Moderator ausführte, spielten sie alle an diesem  Abend im Orchester mit, was selten vorkommt, da sie deutschlandweit engagiert sind  (siehe Info). Die fünf Musiker haben eine Gemeinsamkeit: Sie begannen ihre musikalische Laufbahn als Zöglinge beim Musikverein Berghaupten. 

Einen weiteren Beweis für die gute Jugendarbeit des Vereins lieferte das mit 28 Musikerinnen und Musikern besetzte Jugendorchester, mit dem der Konzertabend traditionsgemäß begann.

Jüngster Trompeter

Mit  „Avengers: Age of Ultron“ (Arrangement Victor Lopez),  „The Spirit of Killian Hill“ (Robert Sheldon) „The Greatest Showman“ (Paul Murtha) hatte es sich Dirigent Patrick Hornich  mit dem Musikernachwuchs nicht leicht gemacht, denn die Stücke erforderten im Hinblick auf ihren Schwierigkeitsgrad ein bereits fortgeschrittenes Können. 

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Charmant angesagt wurden die Stücke von Charlotte Keller. Wie zu erwarten, wurden noch Zugaben gefordert. Hier glänzte bei „Die Post im Walde“, Georg Schneider mit der Trompete, der mit 13 Jahren als Jüngster bereits im großen Orchester spielt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass ihn 70 Jahre von Albert Roth, dem ältesten Mitglied des Orchesters trennen.

Mit zwei Konzertwerken, dem Eröffnungswerk „Festival Fanfare“ (Franco Cesarini) und „Gulliver’s Reisen“ (Bert Appermont) stieg das Orchester in das Programm ein. Anschließend gab es dann den Leckerbissen des Abends für die Zuhörer. Daniel Gatz, Melanie Huber und Zeno Peters bewiesen mit dem „Klarinetten­muckel“ ihr großes Können. Das Publikum wurde geradezu mitgerissen. 

Nach „Mary Poppins“ (Richard und Robert Sherman) war „Trumpet a Gogo“ zu hören, ein Medley von James Last, arrangiert von Dieter Fahrner und als Hommage an diesen Dirigenten gedacht, der für die „Musikerschmiede“ des Musikvereins Berghaupten verantwortlich zeichnete.

Auch für die Freunde der klassischen Blasmusik gab es mit „Stelldichein in Ober­krain“ (Arrangement Siegfried Rundel) und dem Radetzky­marsch (Johann Strauss) etwas Schönes im Programm. Mit „Best of Nena“ (Arrangement Peter Riese) wäre eigentlich das Programm zu Ende gewesen. Das war es aber erst nach drei Zugaben.

Kein Wunder, dass man danach einen äußerst zufriedenen Vorsitzenden Helmut Zapf erlebte, der allen Beteiligten herzlich dankte.

INFO: Axel Berger begann seine musikalische Ausbildung beim MV Berghaupten und studierte anschließend Musik, wie auch Zeno Peters, Daniel Gatz, Melanie Huber und Frank Berger. Die Genannten sind bundesweit Angehörige oder Leiter von renommierten Orchestern.  

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