Offenburg

Blaues Blut auf Schloss Ortenberg

Autor: 
Volker Gegg
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30. September 2009
Foto: Volker Gegg

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Auf den Spuren der eigenen Familiengeschichte: Max Markgraf von Baden und Valerie Markgräfin von Baden gingen auf Schloss Ortenberg zusammen mit den Schlossführern Hermann Bürkle und Dominic Schillinger auf Spurensuche.
Ortenberg. Wie auch das Land drumherum wurde die ehemalige Reichsburg Orten­berg weit über 500 Jahre lang durch das Geschlecht der Habs­burger beherrscht. Die Habsburger lagen dabei immer wieder im Streit oder zeitweise auch im Tauschhandel mit dem Hause Baden. Was passt da besser, als dass die direkten Nachfahren beider Geschlechter auf Schloss Ortenberg auf Spurensuche gehen? Markgräfin Valerie von Baden, eine geborene Prinzes­sin von Österreich und damit eine waschechte Habsburgerin, und ihr Ehemann Max Markgraf von Baden, Oberhaupt des gleichnamigen ehemaligen Herrschergeschlechts, ließen sich von den beiden fachkundigen Schlossführern Hermann Bürkle und Dominic Schillinger in die Geschichte von Schloss Ortenberg einweihen, die gleichzeitig auch ein Teil ihrer eigenen Geschichte darstellt. So war ein Vorfahre des Markgrafen, Friedrich I. von Baden (1826-1907), eng befreundet mit der Familie des Schlosserbauers Graf Leonhard von Berckholtz. Kaiser Maximilian I., direkter Vorfahre von Markgräfin Valerie, nahm 1504 Schloss und Gemeinde Ortenberg wiede­rum von den Fürstenbergern in Besitz. »Ich finde es spannend, solche Ereignisse zu erfahren«, erklärte Markgräfin Valerie von Baden. 100 Anfragen pro Jahr Sichtlich beeindruckt war das Fürstenpaar vom Besuch des ehemaligen Schlosskerkers im Schimmelturm, aber auch bei der Stippvisite in der heutigen Jugendherberge. »Ich hatte nicht gedacht, dass eine Jugendherberge so aufgeräumt und ordentlich ist«, erklärte die Markgräfin dem Herbergsvater Peter Hofmann. Bürgermeister Markus Vollmer ließ es sich nicht nehmen, dem prominenten Besucherpaar persönlich das Trauzimmer im Malerturm zu zeigen. »Normalerweise hat eine Gemeinde in unserer Größe zwischen zwölf und 14 Trauungen im Jahr, wir haben Anfragen für über 100 Trauungen jährlich«, erklärte Vollmer. Auch das Wappen des Markgrafen ist im Malerturm zur Freude der adligen Besucher neben den Wappen der Familien von Berckholtz und von Hirsch zu sehen. »Die Menschen, die auf diesem Berg diese Burg beziehungsweise dieses Schloss erbaut haben, haben sich auf jeden Fall etwas dabei gedacht. Dies war hier am Eingang des Kinzigtales nicht nur schon immer ein neuralgischer Ort, sondern auch einer der besten Bauplätze«, brachte es Markgraf Max von Baden mit einem kräftigen Lächeln im Gesicht auf den Nenner. Über zwei Stunden nahmen sich die beiden Vertreter des europäischen Hochadels Zeit, in die Geschichte des Ortenauer Wahrzeichens einzutauchen. »Kein Wunder, dass hier die Nachfrage nach Schlossbesichtigungen sehr hoch ist«, so die Markgräfin gegenüber dem Offenburger Tageblatt.

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