„Plant for the Planet”

Bohlsbacher Schüler und Eltern pflanzen 1000 Bäume im Gottswald

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
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30. Januar 2020

Förster Joachim Weißhaar (Zweiter von links) mit einem Pflanzteam. ©Martin Röderer

Im Rahmen der Aktion „Plant for the Planet“ haben sich Schüler der Bohlsbacher Lorenz-Oken-Schule sowie deren Eltern für die Umwelt engagiert. Sie pflanzten im Gottswald 1000 Bäume.

Ein ungewohntes Bild hat sich am Vormittag des vergangenen Samstag im Distrikt II des Gottswalds auf der Gemarkung Griesheim geboten. Auf einer geräumten Fläche wuselte es nur so von Kindern und deren Eltern mit Schaufeln, Spaten, Hacken und Rechen. Die fleißigen Helfer waren dabei, Bäume zu pflanzen. Die Pflanzlöcher wurden von den Technischen Betrieben (TBO) bereits ausgehoben. 800 Stieleichen und 200 Hainbuchen standen bereit. Sie wurden gestiftet von Karin Steinbach, der Mutter einer Bohlsbacher Schülerin, die eine Pflanzschule betreibt.

Förster Joachim Weißhaar gab einige Tipps an die Pflanzer weiter: „Die Erde ist noch leicht angefroren, sie wird deshalb eine längere Bearbeitung erfordern, um bröselig zu werden“, so der Fachmann. 70 Kinder und deren Eltern hatten sich für die Umweltaktion angemeldet. 

Begehung im April

Organisiert wurde die Pflanzaktion von Melek Sengül vom Förderverein der Schule sowie von der Lehrerin Karin Hurrle, welche das Projekt leitet. „Ich bin hoch erfreut über die große Teilnehmerzahl. Durch die Pflanzaktion sehe ich nicht nur die Kinder wachsen, sondern auch die Bäume“, so Rektorin Frederique Kerker, ebenfalls mit Schaufel und Rechen. Im April ist eine Begehung der Pflanzfläche geplant. 

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Erstmals mit dabei war der sechsjährige Lennard Kellmann mit Papa Christian sowie seiner vierjährigen Schwester Carla. „Ich habe mich die ganze Woche schon darauf gefreut und mit Mama auch schon zu Hause im Garten gepflanzt“, so der kleine Helfer, während er mit dem Rechen die Erde lockerte. 

An einem Pflanzloch waren Tanja Wacker mit ihrer Tochter Vivien sowie Jule Mayer mit ihrem Opa Peter Witek anzutreffen. Passend zum Thema sagten die beiden Kinder: „Wir wollen eine bessere Umwelt und bessere Luft“. Sebastian Stumm hatte sich mit seinen beiden Söhnen Fynn und Jakob viel vorgenommen. „Wir wollen heute zwei Bündel, das sind 50 Pflanzen, in die Pflanzlöcher setzen“, so das Trio. Fynn hat beim letzten Einsatz vier Bäume gepflanzt, den Standort einer Pflanze hat er sich ganz gut gemerkt.  

Auch Projektleiterin Karin Hurrle war begeistert vom Einsatz. „Wir fahren ganz bewusst mit einer Eltern-Kind-Aktion, ich bin erfreut über die Mithilfe vieler Väter.“ Nachdem bereits Mitte Oktober bei der ersten Pflanzaktion 200 Jungpflanzen gesetzt wurden, ist der Gottswald nun um 1200 Bäume reicher geworden.

INFO: Hohe Temperaturen und fehlende Niederschläge setzen den Bäumen zu. Die heimischen Riesen stehen vor einem Comeback, denn Eiche und Buche halten dem Klimawandel besser stand als Fichte und Kiefer. Laubwälder werden Nadelforste ersetzen müssen. Der deutsche Wald entlastet die Atmosphäre jährlich um 45,3 Millionen Tonnen CO2, Bäume schlucken jedes Jahr etwa fünf Prozent der Emissionen.

Hintergrund

Das ist "Plant for the Planet"

Die Kinder und Jugendinitiative „Plant for the Planet“ wurde 2007 ins Leben gerufen. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner forderte am Ende eines Schulreferats über die Klimakrise seine Mitschüler auf: „Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!“.
Ziel ist es, bis 2020 weltweit 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Bisher wurden 14 Milliarden Bäume mit Hilfe vieler Erwachsener in 193 Ländern gepflanzt. In Mexiko pflanzt „Plant for the Planet“ alle 15 Sekunden einen Baum. 
Auf Akademien bilden sich die Kinder gegenseitig zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus, mehr als 75 000 Kinder und Jugendliche aus 71 Ländern sind schon dabei.

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