Tolle Fluggeräte der "Staufenberg-Adler" zu bestaunen

Bonbonabwurf für Kinder beim Flugtag der Segelflieger in Ebersweier

Rosa Harmuth
Lesezeit 3 Minuten
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12. Mai 2023
Thomas Scheuermann steht nach dem Flug neben seinem "Superflugmodell". Dieter Nosch bestaunt als ehemaliger Modellflugpilot das prächtige Flugobjekt. 

Thomas Scheuermann steht nach dem Flug neben seinem "Superflugmodell". Dieter Nosch bestaunt als ehemaliger Modellflugpilot das prächtige Flugobjekt.  ©Gerhard Harmuth

Beim Flugtag der "Staufenberg-Adler" in Ebersweier zeigten die Modellflieger tolle Flugmanöver. Es gab Pirouetten zu sehen, und mit bis zu 200 Stundenkilometern ging es durch die Lüfte.

Am Wochenende fand das beliebte Modellfliegerfest der Flug-Sport-Gruppe „Staufenberg-Adler“ statt. Bereits am Samstag kamen außergewöhnlich viele Besucher. Vorsitzender Ulrich Ott überraschte die Kinder mit einem Bonbonabwurf aus luftiger Höhe. Abends brannte das romantische Lagerfeuer. Vorstandsmitglied Walter Büchle hielt Nachtwache und eröffnete das Feld wieder am Sonntag um 10 Uhr.

Loopings und mehr

„Staufenberg-Adler“ und etliche Gastpiloten steuerten kunstfertig gestaltete Modelle in ungeahnte Höhen. Sanfte Pirouetten, Steig- und Sinkflug in Perfektion, Loopings und teils extrem bodennahe Flugmanöver zogen die Zuschauer in ihren Bann. Sie bestaunten handwerklich und technisch ausgeklügelte Kleinflugzeuge. Interessenten erhielten kostenlose Einführung in die Modellfliegerei und fachgerechte Auskunft bei vielerlei Fragen.

Ulrich Ott freute sich über das bunt gemischte Publikum: „Ein Siebenjähriger konnte schon recht gut fliegen!“, sagte er. Zum gefahrlosen Flug habe dieser vom Vorsitzenden einen Nebensender erhalten. Ott schaltete sich bei Bedarf mit dem Hauptsender zu.

Mit Hubschrauber beeindruckt

Michael Birk vom FMC Renchtal/Oberkirch beeindruckte mit seinem „dreidimensional fliegenden“ Hubschrauber: Diesen habe er von ursprünglich fünf auf leichte 2,5 Kilogramm getrimmt. Elegant ließ Birk ihn mal schnell, mal langsam dahingleiten. In der Luft stehend, über Kopf rotierend, schwebte er schließlich atemberaubend dicht und extrem ruhig über der Wiese.

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Marius Obrecht fliegt seit drei Jahren. Seine Modelle kauft der Jugendliche teilweise gebraucht. Mit handwerklichem Geschick und technischem Sachverstand verbessert er deren Flug-Eigenschaften. Vieles hat er von seinem Vater Jürgen gelernt, der Beisitzer im Vorstand ist. Die Flügel eines einfachen Wurfgleiters habe er mit dem Bügeleisen bearbeitetet, zusätzlich Quer-, Höhen- und Seitenruder angebracht, berichtet er. Danach hebt er ab und „düst“ mit 160 km/h hoch überm Gelände.

„95 Prozent der Modellflugzeuge fliegen mit Elektroantrieb ziemlich leise“, erklärten Vereinsmitglieder. Verbrenner flögen aber auch leise: „Wir fliegen hier nicht mit hoher Drehzahl, sondern lieber mit sonorem Klang!“, meinten sie.

Rarität Wasserflieger

Für Hochgeschwindigkeitsflieger (Speedflieger) braucht man besonderes Geschick. Sie erreichen rund 200 km/h. Sogar ein „Wasserflieger“ (Flugboot) ist im Verein vorhanden! Das Modell kann sowohl im Wasser als auch auf der Wiese starten und landen. Thomas Scheuermanns Segler besitzt eine Spannweite von sechs Metern. Seine 25 Jahre alte ASW-22 wiegt zwölf Kilogramm. Der leidenschaftliche Freizeitpilot ist oft damit unterwegs. Für den Transport zerlegt er das Modell aus Plastik, Styropor und Furnierholz in drei Teile. 

Kinder willkommen

Die Staufenberg-Adler beweisen das ganze Jahr über ihr Herz für Kinder und Familien. Das kam beim Modellfliegerfest in besonderem Maß zum Ausdruck. Für erste Flugversuche steht ein Vereinsflieger („Easy Glider“) und -Sender zur Verfügung. Alles, was ein „Neuer“ mitbringen muss, sind Eigeninitiative und Spaß am Fliegen. „In der Anfangszeit ist jemand da, der anleitet,“ sagt der Vorsitzende. Einmal monatlich geht's in den rustikal eingerichteten Bauwagen zum Stammtisch.

www.staufenberg-adler.de

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