Brunnen in Rammersweier

Bronze-Wolfskopf blieb erhalten

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 2 Minuten
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13. Oktober 2019

Rammersweiers Ortsvorsteher Trudpert Hurst (links) freute sich mit anderen Spendern aus Rammersweier wie der Narrenzunft über den neuen Wolfsbrunnen. ©Thorsten Mühl

Mit einer kleinen Feierstunde ist am Samstag der neue Rammersweierer Wolfsbrunnen seiner Bestimmung übergeben worden. Für den Neuen wurden, wie Ortsverwaltung und Narrenzunft herausstellten, Teile des alten Brunnens wieder verwertet.

Ursprünglich eingeweiht worden war der Wolfsbrunnen im November 1971, kurz bevor die selbständige Gemeinde Rammersweier im Zuge der Gemeindereform ein Ortsteil Offenburgs wurde. Bei der Feierstunde zur Einweihung des neuen Brunnens zitierte Ortsvorsteher Trudpert Hurst aus einem Kleinod. Beim Abbruch des alten Brunnens wurde eine Urkunde gefunden, die unter anderem besagte: „In der Wolfonia Rammersweier sind alle kulturtragenden Kräfte der Gemeinde vereint. […] Der Brunnen möge außerdem als äußeres Zeichen des Zusammenhalts der Dorfgemeinschaft gelten.“ Nach fast fünf Jahrzehnten war der alte Brunnen, unter anderem gezeichnet durch äußere Einflüsse, nicht mehr zu reparieren gewesen. In der Folge wurden, wie Ortsvorsteher Hurst darlegte, Überlegungen angestellt, wie am besten ein neuer Brunnen realisiert werden könnte. 

Man wurde bei einer Firma im Schwarzwald fündig, so dass Sandstein für den neuen Brunnenkörper Verwendung fand. Erhalten geblieben ist der markante, aus Bronze bestehende Wolfskopf, der bereits den ursprünglichen Brunnen zierte. „Uns allen war wichtig, diesen Wolfskopf zu erhalten, weil er unser Wappentier ist“, hob Ortsvorsteher Hurst hervor.
Gottfried Gießler und Uli Kiefer sorgten zudem dafür, dass der 7,80 Meter tiefe Brunnen eine Schwengelpumpe erhielt. Damit wird eine Speisung nicht mehr nur über die Brunnenstube „Weierbächle“, sondern auch über Grundwasser ermöglicht. 

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Bezug nahm der Ortsvorsteher auch auf das Thema Birnbaum, das in der jüngeren Brunnenhistorie bekanntlich ebenfalls eine Rolle spielte. Die auf Privatgrund stehende, 100 Jahre alte Schweizer Wasserbirne lieferte zuletzt keine größere Früchtemenge infolge des trockenen Sommers. Sollte sich das in den kommenden Jahren wieder ändern, müsse laut Hurst über Möglichkeiten nachgedacht werden, den Brunnen mit einer kleinen Abdeckung vor fallenden Birnen zu schützen. 
Am 17. September war die Abbruchaktion samt Aufstellen des neuen Brunnens durch Mitarbeiter des Bauhofs und der Fachfirma vorgenommen worden. Die anfallenden Kosten wurden seitens der Ortsverwaltung getragen, wobei sich Heimatverein und Narrenzunft „Wolfonia“ zu Spenden bereit erklärt haben, um das Projekt zu unterstützen. 

Grüße in Reimform

Sascha Fischer, Zunftmeister der Narrenzunft, gestaltete sein Grußwort in Reimform. Unter anderem verlieh er seiner Freude Ausdruck, dass der Brunnen fortbestehen könne und nicht stillgelegt werden musste. 
Beim folgenden Umtrunk wurde auf das gelungene Werk angestoßen.

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