Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche Zell

Bruder Markus feierte silbernes Priesterjubiläum

Autor: 
Hans-Peter Wagner
Lesezeit 4 Minuten
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22. Mai 2019

Mitbrüder, Freunde und Weggefährten aus Klöstern in ganz Deutschland feierten gemeinsam mit Bruder Markus den Festgottesdienst. ©Hans-Peter Wagner

Das silberne Priesterjubiläum von Bruder Markus war ein großer Tag der Freude und Dankbarkeit. Zahlreiche Mitbrüder und Weggefährten feierten mit dem Guardian des Zeller Kapuzinerklosters.
 

Schon der Einzug zu Beginn des Gottesdienstes durch das sonnendurchflutete Kirchenschiff der Wallfahrtskirche war beeindruckend und besonders festlich. Eine lange Reihe von Kapuzinern, unter ihnen die Mitbrüder des Zeller Klosters, viele Freunde und Weggefährten des Jubilars aus ganz Deutschland, Pfarrer Gerner als Leiter der Seelsorgeeinheit und Bruder Christophorus als Vertreter der deutschen Kapuzinerprovinz geleiteten Bruder Markus zum Altar, um zusammen mit ihm den Festgottesdienst zu feiern. 

In den vorderen Bänken wohnten die Familie und viele Verwandten des Jubilars dem Gottesdienst bei. Sie hatten den langen Weg aus dem Münsterland gerne auf sich genommen, um bei diesem Festtag dabei zu sein. Der gut disponierte Joy & Fun-Chorus unter der Leitung von Thomas Dreher gab dem Gottesdienst eine besonders festliche Note.

Provinzvikar Bruder Christophorus Goedereis würdigte das priesterliche Wirken von Bruder Markus. Im Mittelpunkt seiner Festpredigt stand das Gründonnerstag-Evangelium von der Fußwaschung, das der Jubilar sich für diesen Tag ausgesucht hatte. Dieses Evangelium rufe, so der Prediger, allzu deutlich in Erinnerung, dass Eucharistie und die Fußwaschung zusammengehören. Jesus lässt sich herab, wurde dem Mensch gleich und wäscht seinen Jüngern die Füße, was sonst nicht gerade die Herren, sondern die Knechte tun, etwas in die Hand nehmen und Praktisches in die Tat umsetzen. »Was dir«, so Bruder Christophorus, »lieber Markus, genauso im Blute liegt, wie das, was auf die Fußwaschung folgt, nämlich die Eucharistie.«

Einer mit Sachverstand

Bruder Markus sei, so Bruder Christophorus als Praktiker in den Orden gekommen, als gelernter Landschaftsgärtner. Die Orte, die ihn geprägt haben, heißen: Zell, Werne, Münster, Canterbury, Koblenz, Bocholt, Zell, Stühlingen, Würzburg, Münster und seit zwei Jahren wieder Zell.Bruder Markus sei nicht einer, der von morgens bis abends am Altar stehe, sondern einer, den man eher im Blaumann als Rauchmantel antrifft, der gern im Haus und Garten arbeitet, der hinter dem Kochtopf steht und sofort zur Stelle ist, wenn ein Computer streikt. Einer, der sich mit Sachverstand und Sprachkenntnissen in den Orden einbringt, als Übersetzer bei internationalen Treffen oder Datenschutzexperte.

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Seit fast 20 Jahren, so Bruder Christophorus, sei Bruder Markus als Leiter von Klöstern Guardian. Er selbst mag Titel nicht und bezeichne sich lieber als Hausvater. Er sehe seine Aufgabe darin, für die Gemeinschaft und den Ort wo man lebt, zu sorgen – und das auch in vielen praktischen Dingen. Im Sinne der franziskanischen Regel: »Lasst euch nicht Meister nennen, denn nur einer ist euer Meister: Christus. Ihr alle seid Brüder«.  So ist es auch für den Jubilar wichtig, dass niemand Pater Markus, sondern Bruder Markus sagt. 

Beifall der Kirchenbesucher dankte dem Prediger. Mit dem gemeinsamen gesungenen Lied »Großer Gott, wir loben dich« und dem feierlichen Auszug endete der Gottesdienst am Samstag. Im Anschluss an den Festgottesdienst waren alle Gäste und   Kirchenbesucher zum Empfang in die Klosterturnhalle eingeladen. Gerne nutzten die Gäste die Gelegenheit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. Pfarrer Bonaventura Gerner übermittelte im Namen der Seelsorgeeinheit Zell a.H. die Glückwünsche zum silbernen Priesterjubiläum.

Gute Zusammenarbeit

Für die Stadt Zell und die Ortschaft Unterharmersbach gratulierte Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner. Auch er hob die gute Zusammenarbeit zwischen der politischen Gemeinde und Bruder Markus in vielen Bereichen hervor. Der Jubilar sei als Guardian ein treusorgender Hausvater mit einem großen Herzen für die älteren Mitbrüder und ein engagierter Hüter der Wallfahrt.

Der Dank des Ortsvorstehers galt besonders für Verständnis, Mitarbeit und auch die Geduld während der Bauphase der L94. Obwohl Kloster und Wallfahrt besonders betroffen waren, gab es nie eine Beschwerde. 
Als Dank für diese Unterstützung lud der Ortsvorsteher Bruder Markus und seine Mitbrüder zu einem zünftigen Bauernvesper in den Fürstenberger Hof ein. 

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