Das 33-jährige Jubiläum wird tierisch

Bühler Muhrbergdachse sind bereit

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 2 Minuten
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11. Januar 2019

2013 gab es schon ein Tiermaskentreffen in Bühl – dieses Jahr sind die Muhrbergdachse Bühl wieder Ausrichter. ©Christoph Breithaupt

Auf 33 Jahre Narretei blickt die Bühler Narrenzunft Muhrbergdachse zurück. Im Mittelpunkt des Jubiläums steht das große Tiermaskentreffen am 27. Januar, welches die Zunft bereits zum zweiten Mal ausrichten darf.

Die Vorbereitungen für das Jubiläumswochenende am 26. und 27. Januar laufen auf Hochtouren. Der Startschuss zum Jubiläum erfolgte 2018, dem offiziellen Jubiläumsjahr der 1985 gegründeten Zunft. Mit einem gelungenen Dorfobend im Februar und dem großen Jubiläumsbrunch am 11.11. wurden die Feierlichkeiten eingeläutet. 

Der dritte Teil

Teil drei läuft nun am 26. und 27. Januar, in der Georg-Dietrich-Halle und auf den Straßen. Bevor die »Geburts-Dachs-Nacht« am Samstagabend in der Halle mit einem bunten Programm zahlreicher Gastzünfte über die Bühne geht, findet um 17.30 Uhr in der Bühler Kirche ein ökumenischer Narren-Gottesdienst statt. Zwischen dem Gottesdienst und dem Narrentreffen in der Halle steht der Empfang der Ehrengäste, Sponsoren und Zunftmeister im Dachsbau auf dem Programm. 
Am Sonntag wird es tierisch. Nach dem Zunftmeisterempfang um 12 Uhr im Dreschschopf startet um 14 Uhr der große Jubiläumsumzug, das Tiermaskentreffen. Hierbei handelt es sich um einen Fastnachtsumzug der ganz besonderen Art. »Wenn Katzen einträchtig mit Mäusen, Wölfen, Vögeln und auch Schlangen im Rhythmus von Guggemusiken und Fanfarenzügen durch die Straßen ziehen, ist Tiermaskentreffen«, das nicht alltägliche Treffen von Hästrägern und Musikanten.
»Alles begann mit einer spontanen Idee bei einem Zunftmeisterempfang 1992, ein Umzug, bei dem sich nur Tierhäs-Gruppen präsentieren sollen«, erinnert sich Oberzunftmeister Rainer Öhler. Schon ein Jahr später wurde die Idee in die Tat umgesetzt, das 1. Närrische Tiermaskentreffen ging in Hirschau bei Tübingen über die Bühne. 
Mit dabei waren 16 Narrengruppen, mit 1000 Hästrägern, mit den Muhrbergdachsen als Gründungsmitglied. Inzwischen handelt es sich um das 14. Tiermaskentreffen, welches im zweijährigen Rhythmus stattfindet und schon einmal von der Bühler Zunft ausgerichtet wurde. 
Aus allen Ecken von Süddeutschland haben sich 83 Gruppen mit über 2500 Beteiligten angekündigt. Einige der tierischen Gestalten waren noch nie in der Region zu sehen. Verbandsübergreifend bestehen tierische Freundschaften, die Zünfte sind in sechs unterschiedlichen Verbänden organisiert. Mit dabei natürlich auch die benachbarten Narrenzünfte, die ein gutes Miteinander pflegen. 
Tiermasken waren in der Fastnacht schon immer prägend. 
Mit dem Pfau, Schwein, Fuchs oder Pferd wurden schon in frühen Zeiten die menschlichen Laster wie Hochmut, Fresssucht, Trägheit und Neid dargestellt. Die heute bekannten Tiergestalten gehen vielfach auf Spottnamen für Ortschaften und deren Bewohner oder überlieferte Begebenheiten mit Tieren zurück. 

Hintergrund

Rund um das Treffen

Damit alle Teilnehmer und Zuschauer auch bestmöglich versorgt werden, dafür ist durch das Narrendorf gesorgt. 
Im Aufstellungsbereich, rund um die Halle und entlang der Umzugsstrecke bewirten die Narrenzunft sowie die Bühler Vereine. Singdrossel, Rammlerstüble, Purzelbaum, Brandherd, Tonleiter-Stüble und Scharfes Eck sind nur einige der Stationen. Wegen der vielen Zuschauer wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Ab 11 Uhr verkehrt vom Bahnhof Offenburg halbstündlich ein kostenloser Pendelbus, über den P&R Parkplatz Im Seewinkel über Waltersweier und Weier zum Bühler Sportplatz (fünf Fahrten). 
Von dort aus wieder ab 16.30 Uhr im 30-Minuten-Takt zurück zum Bahnhof 
(6 Fahrten). 
Der 27. Januar, mit dem Tiermaskenumzug in Bühl sicherlich eine Möglichkeit, die Fasnacht hautnah mitzuerleben.

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