61,4 Prozent der Teilnehmer stimmten gegen den Erhalt

Bürgerentscheid: Graf-Metternich-Stadion in Durbach fällt weg

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ah/cw
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12. November 2017
Die Entscheidung, ob das Graf-Metternich-Stadion in Durbach erhalten bleiben soll, ist gefallen.

(Bild 1/2) Die Entscheidung, ob das Graf-Metternich-Stadion in Durbach erhalten bleiben soll, ist gefallen. ©Volker Gegg

Soll das Graf-Metternich-Stadion in Durbach weiterbetrieben werden oder nicht? Die Bürger stimmten heute, Sonntag, beim ersten Bürgerentscheid in der Geschichte Durbachs mit 61,4 Prozent der Stimmen (33,43 Prozent der Wahlberechtigten) dagegen. 

Das Graf-Metternich-Stadion in Durbach hat ausgedient. 1088 Durbacher haben heute, Sonntag, gegen den Erhalt des Graf-Metternich-Stadions in Durbach gestimmt. Von 3254 stimmberechtigten Bürgern hatten 1783 Bürger ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,79 Prozent. 21,02 Prozent der stimmberechtigten Durbacher stimmten für den Erhalt des Stadions, 33,43 Prozent dagegen (38,6 bzw. 61,4 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen).

»Soll das Graf-Metternich-Stadion im Ortsteil Durbach (Rasenplatz und Sportheim) entgegen dem Gemeinderatsbeschluss vom 27. April 2017 erhalten bleiben?« lautete die konkrete Fragestellung an die Durbacher Bürger.

Günstigere Lösung

Der Durbacher Bürgermeister Andreas König hatte schon vor dem Bürgerentscheid einen gemeinsamen Fußballverein für die bessere Lösung gehalten. »Der Erhalt des Graf-Metternich-Stadions ist für die Gemeinde die teuerste Lösung.« 

Rund 700. 000 Euro müssten auch ohne die Zusammenlegung der beiden Sportgelände investiert werden, nämlich in den neuen Trainingsplatz und die Sanierung des Sportheims in Ebersweier – ohne die Möglichkeit der Gegenfinanzierung.

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Kostenfrage vs. Ortschaftsbild

Die BI Bürgerbegehren unter Antonio Weiner, Lothar Nadler und Heinz-Peter Discher wollte das Graf-Metternich-Stadion in Durbach erhalten, doch die überwältigende Mehrheit der Vereinsmitglieder (674 von 710) des TuS Durbach und FV Ebersweier hatte bereits am 23. Juli für eine Fusion zum SC Durbachtal mit Spielort in Ebersweier gestimmt. 

Gegen die Fusion hatte die BI keine Einwände, sie befürchtet allerdings den Verlust der einzigen Freifläche für Sporttreibende in Durbach. Die Fusion soll Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.

Als Kosten für die Baumaßnahmen in Ebersweier hat die Gemeinde Durbach 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Davon sollen die Vereine 250.000 Euro tragen, den Großteil die Gemeinde Durbach. Durch den Verkauf einer Grundstücksfläche von 6500 Quadratmetern rechnet die Gemeinde mit einem Erlös von rund 1,46 Millionen Euro – der Gewinn betrage demnach 460.000 Euro. 

Es handelt sich um den ersten Bürgerentscheid in der Durbacher Gemeindegeschichte. 

Hintergrund

Das Quorum

Grundsätzlich gilt beim Bürgerentscheid: Je höher die Wahlbeteiligung, desto weniger Stimmen sind zum Erreichen des Quorums von 20 vom Hundert der Stimmberechtigten (festgeschrieben in Paragraf 21 der Gemeindeordnung Baden-Württemberg) nötig. Geben nur 20 Prozent der Stimmberechtigten ihren Stimmzettel ab, müssten 100 Prozent entweder für »Ja« oder für »Nein« stimmen, um das Quorum zu erreichen. Bei einer Wahlbeteiligung von 40 Prozent oder mehr reicht eine einfache Mehrheit.

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