Offenburg

Bürgerinitiative Bahntrasse erhält die Bürgermedaille 

Autor: 
Florian Pflüger
Lesezeit 4 Minuten
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08. Januar 2014
Bei der Tunnelparty im März bedankten sich Manfred Wahl und Schwester Martina Merkle von der BI Bahntrasse sowie OB Edith Schreiner bei den Bürgern – am Sonntag gilt der Dank der BI.

Bei der Tunnelparty im März bedankten sich Manfred Wahl und Schwester Martina Merkle von der BI Bahntrasse sowie OB Edith Schreiner bei den Bürgern – am Sonntag gilt der Dank der BI. ©Ulrich Marx

Nachdem im vergangenen Jahr gleich drei Offenburger Institutionen mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurden, geht diese besondere Ehrung beim Neujahrsempfang am Sonntag nur an die BI Bahntrasse. Hauptakteure sollen in diesem Jahr allerdings die Ortschaften sein.

Wollten sich am kommenden Sonntag alle am Erfolg Beteiligten ihren Applaus abholen, dann würde es auf der Bühne wohl zu eng. Schließlich hat die Bürgergemeinschaft (BI) Bahntrasse, die beim Neujahrsempfang der Stadt Offenburg in der Oberrheinhalle mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wird, knapp 5000 Mitglieder. Deshalb werden sechs Vorstandsmitglieder um Manfred Wahl und Schwester Martina Merkle die Ehrung entgegennehmen – stellvertretend für all die Bürger, die seit Jahren gegen die Ausbaupläne der Bahn in Offenburg protestieren und sich für einen Tunnel einsetzen. Noch im März hatte sich die BI für die ingesamt 45 840 Einwendungen gegen die Antragstrasse der Bahn bedankt, deren Aus im vergangenen Frühjahr besiegelt wurde. Nun geht der Dank nach einem Beschluss des Gemeinderats zurück.

Als man Anfang Dezember von der Entscheidung erfahren habe, habe es »sehr erfreute Reaktionen« bei der BI gegeben, berichtet deren Vorsitzender Manfred Wahl. Die Auszeichnung mit der Bürgermedaille sei ein Zeichen dafür, »dass sich die jahrelange Arbeit gelohnt hat«. Die BI Bahntrasse besteht seit 2005, als sie aus dem Arbeitskreis Bahntrasse hervorging.

Bislang 37 Träger

Mit der Ehrung der BI vergibt die Stadt zum 38. Mal die Bürgermedaille. Seit 1981 werden damit Einzelpersonen oder Personengruppen »für hervorragende bürgerschaftliche Mitwirkung« geehrt. Maximal können drei Medaillen pro Jahr vergeben werden. 2013 wurden der Verein »Frauen helfen Frauen«, der Pfadfinderstamm »Konradin« und der Weltladen »Regentropfen« geehrt.

Die Vergabe der Bürgermedaille ist nur ein Programmpunkt des Neujahrsempfangs. Nachdem in den vergangenen Jahren Festredner wie EU-Energiekommissar Günther Oettinger (2012) oder der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel wesentlicher Bestandteil des Empfangs waren, stehen diesmal die Offenburger Ortsteile im Mittelpunkt. Alle elf Ortsvorsteher sollen ihre Ortschaften im lockeren Plausch mit Moderator Markus Knoll von Hitradio Ohr präsentieren. Neben der Rede von OB Edith Schreiner gibt es außerdem die Stadtkapelle zu hören, die unter anderem »Die Fledermaus« von Johann Strauss und den »Säbeltanz« von Aram Chatschaturjan spielt.

Rund 1000 Personen sind zum Neujahrsempfang eingeladen. Bis gestern gab es laut Stadtverwaltung 840 Anmeldungen. Neben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) werden auch die Landtagsabgeordneten Volker Schebesta (CDU), Elvira Drobinski-Weiß (SPD) und Thomas Marwein (Bündnis 90/Die Grünen) erwartet, ebenso Rathauschefs aus den Nachbarstädten.

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Ehrung als »Startschuss«

Bei der BI Bahntrasse will sich nach dem Neujahrsempfang übrigens niemand zurücklehnen, versichert Manfred Wahl. Die Auszeichnung mit der Bürgermedaille sei sowohl »ein angenehmes Durchatmen« als auch der  »Startschuss in die entscheidende Phase«. Die Vorbereitungen auf die nächste Sitzung des Projektbeirats in diesem Frühjahr liefen bereits, außerdem rechnet die BI damit, dass im ersten Halbjahr die sogenannte Kernforderung II geklärt ist. »Es ist ganz wichtig, dass wir uns im Laufe des Jahres immer wieder zu Wort melden«, stellt Wahl klar.

 

Diese Ehrungen gibt es auch:

Neben der Bürgermedaille gibt es in Offenburg noch zwei weitere Formen der Ehrung für hervorragende Leistungen oder besondere Verdienste:
◼ Ehrenbürgerrecht: Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Offenburg vergibt. Insgesamt 18 Bürger der Stadt wurden seit dem Jahr 1836 zu Ehrenbürgern ernannt. Die ersten Ehrenbürger waren Oberamtmann Franz Kern und Oberforstmeister Franz Anton Freiherr von Neveu, die bislang letzten drei Ernennungen gingen an Aenne Burda (1989), Hubert Burda (2000) und Jacques Pélissard, Bürgermeister von Lons-le-Saunier (2009).

◼ Ehrenring: Er kann an Personen verliehen werden, die sich »hervorragende Verdienste um das Wohl und Ansehen der Stadt Offenburg auf staatsbürgerlichem, wissenschaftlichem, kulturellem und sozialem Gebiet erworben haben«. Insgesamt 17 Personen wurden seit 1965 zu Trägern des Ehrenrings ernannt, zuletzt das im vergangenen Jahr verstorbene Unternehmer-Ehepaar Georg und Maria Dietrich (2011). Erster Träger war Paul Segiun aus Lons-le-Saunier.

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