Ausstellung in Zell a. H.

BUND: Bienen und Insekten brauchen Lebensraum

Autor: 
Gisela Albrecht
Lesezeit 2 Minuten
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18. Juni 2018

Eberhard Müller vom BUND informierte die Kinder und Gäste zum Thema Schmetterlinge. Interessierte Zuhörer sind auch Landwirt Armin Reber und Bürgermeister Günter Pfundstein (Bildhintergrund). ©Gisela Albrecht

Am Freitag wurde die Ausstellung des BUND Mittleres Kinzig- und Harmersbachtal im Foyer des Storchenturms eröffnet. Der Naturpark Schwarzwald informiert zeitgleich über Möglichkeiten, mehr Lebensraum für Bienen und Insekten zu schaffen.
 

Bürgermeister Günter Pfundstein begrüßte die Gäste, zu denen auch die Klasse 3b des Bildungszentrums mit ihrer Lehrerin Heidi Decker gehörte. Sie haben das Thema Schmetterlinge in ihrem Sachkundeunterricht bearbeitet. »Ich finde es klasse, dass Kinder da sind«, freute sich Günter Pfundstein über die muntere Kinderschar. 

Das Projekt »Blühender Naturpark« passe thematisch zu Zell. »Wir sind gerade dabei, Blühflächen für Insekten einzurichten«, informierte er. Das Projekt solle nachhaltig funktionieren und dazu seien genaue Informationen wichtig. Der Mensch greife zu steuernd in die Natur ein, bedauerte Pfundstein.

Initiatorin der Ausstellung ist Angelika Kalmbach-Ruf aus Wolfach, die stellvertretende Vorsitzende des BUND Kinzigtal. Sie verteilte bei der Eröffnung kindgerechte Materialien vom BUND.

Insekten verschwinden

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Eberhard Müller vom BUND Mittleres Kinzig- und Harmersbachtal wandte sich ebenfalls besonders an die Kinder: »In der Zeit eures Lebens sind schon drei Viertel der Insekten verschwunden.« Er stellte den Kindern gezielte Fragen zu den Schmetterlingen und ihren Entwicklungsstadien. Dabei konnten auch die erwachsenen Gäste noch einiges lernen. Auf Stellwänden im Storchenturmmuseum gibt es Informationen rund um Schmetterlinge und Bienen sowie deren Lebensraum. Im Museum gibt es auch Samentüten zum Mitnehmen. Im eigenen Garten können damit kleine Oasen für Schmetterlinge und Bienen geschaffen werden.

Unverzichtbar

Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln sind zum Erhalt der biologischen Vielfalt für die Landwirtschaft unverzichtbar. Die Insekten benötigen ganzjährig ein vielfältiges Blühangebot – das ist heute in der intensiv genutzten Landwirtschaft jedoch nicht genügend gegeben. Ausgedehnter Ackerbau mit kurzer Blühzeit und Monokulturen haben dazu geführt, dass der natürliche Lebens- und Rückzugsraum für Bienen und andere Insekten kleiner geworden ist und immer noch wird. Deshalb ist es nötig, Futterquellen und Rückzugsorte durch langjährige Blühflächen zu schaffen.

Gartenbesitzer können den Insekten helfen, indem sie pollenarme Zuchtpflanzen vermeiden, Kräuter- und Gemüsepflanzen abblühen lassen und Insektennisthilfen und Wasserstellen schaffen.
Informationen dazu gibt außer in der Ausstellung auch unter www.bund.net. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Storchenturmmuseums zu besichtigen. Eine Sonderöffnung gibt es am Samstag, 23. Juni von 10 bis 12 Uhr.

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