Schäuble bleibt Platzhirsch

CDU fällt in Ortenberg unter die 30-Prozent-Marke

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26. September 2021
Eine Ortenauer stimmt bei der Bundestagswahl ab. 

Eine Ortenauer stimmt bei der Bundestagswahl ab.  ©ULRICH MARX

Die CDU fährt in Ortenberg bei der Bundestagswahl hohe Verluste ein. SPD, Grüne und FDP steigern sich dagegen zum Teil deutlich.

Die CDU verbucht in Ortenberg sowohl die meisten Erst- als auch Zweitstimmen. Auf CDU-Kandidat Wolfgang Schäuble entfielen 38,4 Prozent. Allerdings: 2017 erhielt er in Ortenberg mit 50,2 Prozent noch die Hälfte der Erststimmen – das ist ein Verlust von 11,8 Prozent. Bei der Zweitstimme erhielt die CDU 28,3 Prozent, zehn Prozent weniger als noch 2017 (38 Prozent).

Hohe Wahlbeteiligung

Von 2710 Wahlberechtigten in Ortenberg haben 2254 ihr Wahlrecht wahrgenommen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 83,2 Prozent. Damit hat die Gemeinde traditionell wieder eine sehr hohe Wahlbeteiligung, kommt aber nicht ganz an 2017 heran: Damals haben 83,9 Prozent der Wahlberechtigten gewählt.

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Die SPD erhielt bei den Zweitstimmen 20,4 Prozent. 2017 waren es nur 15,2, die Partei konnte also mehr Stimmen auf sich verbuchen. Auch die Grünen erhielten mit 17,6 Prozent mehr Stimmen als bei der letzten Bundestagswahl. Da waren es 15,6 Prozent. Gesteigert hat sich auch die FDP. Die Liberalen erhielten 15 Prozent der Zweitstimmen, 2017 waren es 12,4 Prozent. Auf die AfD entfielen knapp sieben Prozent (2017: neun Prozent) und auf die Linke 2,8 Prozent (2017: 4,3 Prozent).

Mit 17,9 Prozent Erststimmenanteil liegt Matthias Katsch von der SPD deutlich hinter Platzhirsch Schäuble. SPD-Kandidatin Elvira Drobinski-Weiß hatte 2017 15,2 Prozent geholt. Nur knapp hinter Katsch liegt Thomas Zawalski von den Grünen mit 17,2 Prozent. Sein Vorgänger Norbert Großklaus lag bei 14,9 Prozent. Martin Gassner-Herz von der FDP bekam 10,7 Prozent, bei Trutz-Ulrich Stephani waren es 2017 7,4 Prozent. Für die AfD hat Taras Maygutiak zum zweiten Mal bei einer Bundestagswahl kandidiert. Auf ihn entfielen 5,1 Prozent der Ortenberger Stimmen (2017: 8,1 Prozent). Simon Bärmann (Die Linke) erhielt knapp drei Prozent. 2017 bekam seine Vorgängerin Karin Binder 4,3 Prozent.

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