Im Stadtteil Enormes bewirkt

Christine Redlingshöfer in Albersbösch verabschiedet 

Autor: 
Ursula Groß
Lesezeit 3 Minuten
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16. April 2018
Die tollen Auftritte der Albersböscher machten Christine Redlingshöfer (57, Mitte) den Abschied nicht leicht.

Die tollen Auftritte der Albersböscher machten Christine Redlingshöfer (57, Mitte) den Abschied nicht leicht. ©Iris Rothe

Zur Verabschiedung von Christine Redlingshöfer am Freitag gab es einen »großen Bahnhof« auf dem Rabenplatz – und ein mündliches Spitzen--Zeugnis von ihrem Arbeitgeber, Bürgermeister Hans-Peter Kopp. 

»Christine Redlingshöfer hatte Interesse am Menschen, nicht nur an ihrer Funktion« dankte Hans-Peter Kopp für den unermüdlichen Einsatz der Leiterin des Stadtteil- und Familienzentrums Albersbösch während nun fast zehn Jahren. Denn Christine Redlingshöfer (57) wechselt in den nächsten Tagen als Leiterin in die Betriebskindertagesstätte der Universitätskliniken Freiburg. 

»Danke für Ihre ehrliche, kompetente und offene Art, dafür, dass Sie Haltung zeigten, sich für positive Entwicklungen eingesetzt, und ungemein viel im Stadtteil bewirkt haben«, so Kopp weiter. Redlingshöfer habe mit den Albersböscher Bürgern und den dort ansässigen sozialen und schulischen Einrichtungen enorm vieles auf den Weg gebracht. Schulkinder- und Jugendarbeit, Erwachsenen- und Gemeinwesenarbeit waren ihre Tätigkeitsfelder. Als Leiterin der Einrichtungen Kindertagesstätte, Schule, Kinderhaus »Siedlerhof« und »Offener Treff« sah sie ihren Auftrag, ein übergreifendes Netzwerk zu spannen.

Im sozialen Bereich gab Bürgermeister Kopp einige Stichworte für das Engagement von Redlingshöfer: Zusammenarbeit mit den Familien, Gründungen wie »Runder Tisch«, Flip-Projekt »Familienleben ist prima«, eine Elternschule, und Stadtteilcafé »Rabe«. Der Spielplatz in Albersbösch trage ihre Handschrift, sie habe bei der Schulentwicklung zur Gemeinschaftsschule mitgearbeitet, zudem habe sie die Waldkindergruppe der Kita des SFZ ins Leben gerufen und  sich für Inklusion aller Kinder starkgemacht. Bei vielen Aktivitäten war zudem der Stadtteil Hildboltsweier eingebunden. 

Wehmut spürbar

Dieses vielfältige Engagement von Redlingshöfer wurde­ mit großem Beifall der vielen Rabenplatz-Gäste quittiert. Doch es war auch Wehmut spürbar. Denn sie habe gerne in Offenburg gearbeitet, habe Freundlichkeit und Hilfe erfahren, erklärte Christine Redlingshöfer. »Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge«, sagte sie. Sie war täglich mit dem Zug gependelt, hatte sich per Klapprad vom Bahnhof auf den Weg nach Albersbösch gemacht. Sie verspricht sich vom Wechsel schon ein paar Stündchen mehr im Tagesablauf, gestand die Freiburgerin. 

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»Zumba-Kids« wirbelten

Es blieb ihr keine Zeit für Traurigkeit, denn das Abschiedsfest im Rahmen der Aktion »AG Rabenplatz« war lebhaft, quirlig und mit viel Liebe von Kindern, Musikern und Wegbegleitern der sozialen Bereiche gestaltet. Die »Zumba-Kids« waren gleich mit mehreren Altersgruppen vertreten. Unter Leitung von Timea Szasz legten alle eine flotte Performance auf die Bretter. Das »Sonntagsstudio« mit Olga Gart verzauberte mit internationalen Liedern. Hier zeigten die Teenies des Stadtteils ihr Talent für Musik.

Die Gitarrengruppe »Talisman« trat auf, und neben vielen Grußworten, unter anderem von Oksana Solomchenko von der Gruppe »Samowar«, war eine vielfältige Sprachenmelodik in den Kunstdarbietungen auszumachen. 

Dann radelte das Kaffeemobil auf den Rabenplatz: »Für Sie alle soll es heute Kaffee oder Tee« geben, hatte sich Redlingshöfer gewünscht. Ganz nach ihrer Art, noch einmal für das Wohl ihrer Albersböscher zu sorgen. 

Dass sie Spuren hinterlassen wird, die dem Stadtteil mit seinem vielfältigen Gesicht auch in Zukunft zugutekommen, das war einhellige Meinung der vielen Abschiedsgäste. Ja, klar, es war der Termin »Freitag, der 13.«, an dem die AG Rabenplatz jeweils ein Programm bietet. Aber, so Otto Schubert, Urgestein im Stadtteil, die Leute seien wegen ihr, »der Christine«, gekommen.

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