CDU fordert dritte Stelle für Netzwerkbetreuung

Damit der Digitalpakt in Offenburg nicht verpufft

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Redaktion
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06. Dezember 2020

„Es besteht akuter Handlungsbedarf“: CDU-Fraktionschef Albert Glatt. ©Privat

CDU-Fraktionschef Albert Glatt beantragt eine dritte Stelle für die Netzwerkbetreuung, damit Schüler und Lehrer in Offenburg die im Zuge des Digitalpakts bereitgestellten Geräte auch benutzen können.

„Das Thema Digitalisierung an Schulen steht nach wie vor im Fokus öffentlicher Debatten“, betont CDU-Fraktionssprecher Albert Glatt in einem Schreiben an OB Marco Steffens. Es sei erfreulich, dass Verbesserungen nahezu einheitlich – in Gesellschaft wie Politik – gefordert würden. Auch wenn hier schon einiges erreicht und Verbesserungen mit Nachdruck angegangen worden seien, bestehe nach wie vor ein akuter Handlungsbedarf, mahnt Glatt an und erinnert an coronabedingte Fernunterrichtszeiten. 

„Nicht einsatzfähig“

Aktuell sehe die Stadt Offenburg als Schulträger für die Netzwerkbetreuung an Offenburger Schulen eine Stelle (seit 2002) vor sowie eine weitere für 2021. Im Nachgang zum CDU-Antrag vom Juni 2020 auf eine weitere Personalstelle Netzwerkbetreuung (ab sofort, also ab Sommer 2020) wurden nun weitere Geräte angeschafft beziehungsweise sollen angeschafft werden. Es handle sich hierbei insbesondere um Tablets für Schüler sowie Tablets für Lehrer — insbesondere aus den beiden Zusatzprogrammen des Landes zum Digitalpakt Schule. Tatsächlich gebe es bereits heute an den Offenburger Schulen zahlreiche Tablets und Präsentationsmedien, die aktuell noch nicht einsatzfähig seien, da sie noch nicht administriert und eingerichtet seien. „All diese Geräte – bereits angeschaffte wie noch neu anzuschaffende – müssen schnellstmöglich einsatzfähig gemacht werden“, fordert Glatt. Nur so seien die Voraussetzungen geschaffen für zeitgemäßes Lernen und zukunftsfähigen Unterricht. Nicht nur Corona fordere diese umgehenden Einsatzmöglichkeiten der digitalen Geräte. 

Auch für sozial Schwache

Die Tablets aus dem Zusatzprogramm „Sofortausstattungsprogramm“ seien auch für Schüler gedacht, die aus finanziellen Gründen keine eigenen Geräte hätten. Sollten diese Schüler oder deren Klassen in Quarantäne geschickt werden und auf Fernunterricht angewiesen sein, so müsse gewährleistet sein, dass sie einsatzfähige Geräte haben. Bereits am 21./22. Dezember könne es zu solchen Bedarfen kommen – im Rahmen des von der Landesregierung beschlossenen Fernunterrichts ab Klasse 8 an diesen beiden Tagen. Es sei damit zu rechnen, dass solche Phasen künftig immer mal wieder eintreten werden, so Glatt. 

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Im Rahmen der Bildungsgerechtigkeit müsse gewährleistet sein, dass in solchen Phasen alle Schüler mit Geräten ausgestattet seien und am Fernunterricht teilnehmen können. Auch die Endgeräte der Lehrer müssten einsatzfähig sein, damit ein reibungsloser Ablauf gesichert sei und keine Lern- und Beschulungslücken entstünden. 

Mit einer einmaligen Einrichtung aller Geräte sei es indes nicht getan. Durch die immense Erweiterung der Gerätezahlen werde der Wartungsaufwand künftig ebenfalls entsprechend ansteigen, prognostiziert Glatt. Auch hierfür bedürfe es entsprechender Kapazitäten. 

Es geht um 1000 Endgeräte

Auch für Grundschulen stehe die Anschaffung von mobilen Endgeräten aus dem Digitalpakt Schule noch aus. Die Verwaltung gehe von mindestens 1000 zusätzlich zu administrierenden Endgeräten aus, so Glatt. Die CDU freue sich daher sehr, dass die Stadt als Schulträger die von ihr im Juni 2020 geforderte dritte Stelle im Rahmen des Doppelhaushalts 2022/2023 in Aussicht stelle. 

Aber: Mittlerweile stehe das Förderprogramm „Administration“ des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung: Gefördert werden könnten Maßnahmen im Bereich der IT-Administration von Geräten, die im Zusammenhang mit Anschaffungen aus dem Digitalpakt Schule oder mit einem der beiden Zusatzprogramme „Sofortausstattungsprogramm“ oder „Lehrerendgeräte“ getätigt würden. Diese Fördermöglichkeit bestehe explizit auch für Personalausgaben des Schulträgers – auch für zusätzliches Personal, das diese Geräte betreue. „Wir beantragen daher, diese dritte Stelle schnellstmöglich und damit bereits für Anfang 2021 vorzusehen“, betont Glatt. 

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